Politische Bildung

U18 Wahlen 2017 in Reinickendorf - Wählen zum ersten Mal auch im Rathaus Reinickendorf möglich

Wählen zum ersten Mal auch im Rathaus Reinickendorf möglich
Bezirks-Jugendstadtrat Tobias Dollase (parteilos, für CDU) appelliert an die Jugendlichen in Reinickendorf, bei der U 18-Bundestagswahl mitzumachen.

„Ich wünsche mir, dass sich junge Menschen mit Politik auseinandersetzen und sie von ihrem Recht Gebrauch machen, sich einzumischen. Es ist keine Frage des Alters, sich politisch zu engagieren.“ sagt Dollase.

Wie schon bei den letzten Wahlen können in der Woche vor der Bundestagswahl junge Menschen unter 18 Jahren in Jugendfreizeit-Einrichtungen und Schulen des Bezirks wählen und ihre Stimmzettel in eine Wahlurne stecken. Erste Hochrechnungen der Wahlergebnisse werden noch am selben Abend im Internet veröffentlicht.

Zum ersten Mal kann auch im Jugendamt im Rathaus Reinickendorf gewählt werden, und zwar am Donnerstag, 14. September 2017, zwischen 9.00 und 18.00 Uhr im Rathaus, Eichborndamm 215, 13437 Berlin, Raum 398. In allen anderen Wahllokalen können Kinder und Jugendliche einen Tag später, am 15. September, ihre Erst- und Zweitstimmen abgeben. In folgenden Jugend-Einrichtungen und Schulen finden Wahlen statt:
  • CVJM-Baracke, Tiefenseer Straße 13 a, 13439 Berlin
  • Metronom, Sterkrader Straße 44, 13507 Berlin
  • ComX, Senftenberger Ring 53-69, 13445 Berlin
  • Haus am See, Stargardter Straße 9, 13407 Berlin
  • Centre Talma, Hermsdorfer Straße 18, 13469 Berlin
    sowie
  • Bettina-von-Arnim-Schule, Senftenberger Ring 49, 13435 Berlin
  • Carl-Bosch-Schule, Frohnauer Straße 74-80, 13467 Berlin
  • Georg-Herwegh-Gymnasium, Fellbacherstraße 18-19, 13467 Berlin
  • Hermann-Schulz-Grundschule, Kienhorststraße 67, 13403 Berlin
  • Julius-Leber-Schule, Trekowstr. 26-31, 13507 Berlin

Die U 18-Wahl funktioniert fast genauso wie die der Erwachsenen mit Stimmzetteln, Wahlkabinen und Urnen. Der Wahltag ist Höhepunkt einer langfristigen inhaltlichen Auseinandersetzung in Schulen und Jugendeinrichtungen im Bezirk mit Politik.
Dollase: „Ich unterstütze das U 18-Projekt, weil es jungen Menschen hilft, Politik zu verstehen, Unterschiede in den Partei- und Wahlprogrammen zu erkennen und die Versprechen von Politikerinnen und Politikern zu hinterfragen.“

Organisiert wird die U18-Initiative in Berlin von dem U18-Netzwerk aus öffentlichen und freien Trägern, Jugendverbänden, landesweiten und bezirklichen Akteuren der Kinder- und Jugendbeteiligung.

Koordinator der U 18-Wahl im Bezirksamt Reinickendorf ist Jörg Repp,
Teichstraße 65, 13407 Berlin, Tel. 90294-6079. (E-Mail)

Jugend-Diskussion zur Bundestagswahl – Bezirksstadtrat Dollase: Jungen Menschen Politik nahe bringen

Das Jugendamt des Bezirks Reinickendorf lädt am Dienstag, den 19. September 2017, Jugendliche zu einer Diskussion zur Bundestagswahl um 14.15 Uhr in die Jugendeinrichtung Fuchsbau ein. Ziel ist es, Jugendliche an Politik heranzuführen und sie zu motivieren, wählen zu gehen und sich politisch zu engagieren. Alle in der Bezirksversammlung vertretenen Parteien sind gebeten worden, über eine Repräsentantin oder einen Repräsentanten der Jugendorganisationen der Parteien die Ziele der jeweiligen Parteien darzustellen und Fragen der Jugendlichen zu beantworten.

Bezirksjugendstadtrat Tobias Dollase (parteilos, für CDU): „Viele junge Menschen wissen nicht, dass sie durchaus die Möglichkeit haben, auf politische Entscheidungen Einfluss zu nehmen. Ich wünsche mir, dass sich mehr junge Menschen mit Politik auseinandersetzen und sie von ihrem Recht Gebrauch machen, sich einzumischen.“

Die Veranstaltung ist öffentlich.
Adresse: Thurgauer Straße 66, 13407 Berlin.
Tel. (030) 49 85 99 40.
Verkehrsverbindungen: U 8, Paracelsusbad, Busse 120, 122, 322

Reinickendorfer Register für rechtsextrem motivierte und diskriminierende Vorfälle in Reinickendorf

Wörter Diskriminierung und Ungleichbehandlung
Bild: XtravaganT - Fotolia.com

Das Bezirksamt Reinickendorf hat die ver.di Jugendbildungsstätte Berlin-Konradshöhe e.V. damit betraut, das Register für rechtsextrem motivierte und diskriminierende Vorfälle für den Bezirk aufzubauen und zu betreuen. Die Arbeit des Registers ist am 24. November 2015 auf einer Informationsveranstaltung im Haus am See von Stadtrat Uwe Brockhausen (SPD) und Vertreterinnen des Berliner Registers sowie der ver.di Jugendbildungsstätte vorgestellt worden.

Das Register erfasst rechtsextrem motivierte und diskriminierende Vorfälle im Bezirk. Dazu wird ein Netzwerk von Anlaufstellen aufgebaut, die Vorfälle aufnehmen und an die Registerstelle weiterleiten. Diese dokumentiert die Vorfälle öffentlich und wertet sie aus.

Durch die Arbeit des Registers sollen Alltagsrassismus und -diskriminierung stärker sichtbar gemacht werden, Betroffene Gehör finden und Menschen im Bezirk für Diskriminierung sensibilisiert werden. Die inhaltliche Auswertung der Daten liefert zudem Handlungsimpulse für die politische Arbeit gegen Rechtsextremismus und Rassismus im Bezirk.

Stadtrat Uwe Brockhausen (SPD) ist von der wichtigen Arbeit des neuen Registers in Reinickendorf überzeugt: „Das Register kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Respekt und gegenseitige Unterstützung im Alltag zu stärken. Wir müssen jede Form von Diskriminierung ernst nehmen, um Vielfalt und friedliches Zusammenleben zu ermöglichen.“

Seit Start des Registers im Juli 2015 sind 21 Vorfälle in Reinickendorf erfasst worden. Das Projekt lebt vom Engagement der Bürger und Bürgerinnen: Unter www.berliner-register.de und www.verdi-jbs.de finden Sie weitere Informationen, können sich mit Ihrer Institution als Anlaufstelle registrieren lassen oder Vorfälle melden.

Demokratie leben! - Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit

Logo Demokratie leben!
Bild: BMFSFJ

Das Bezirksamt Reinickendorf nimmt am neuen Bundesprogramm “Demokratie leben – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend teil.
Im Rahmen dieses Programmes entsteht in der Region Auguste-Viktoria-Allee ein Bündnis aus kommunaler Politik und Verwaltung und aus Aktiven der Zivilgesellschaft, Trägern, Vereinen, Verbänden, Kirchen und bürgerschaftlich Engagierten, den sogenannten Partnerschaften für Demokratie.
Ziel der “Partnerschaften für Demokratie” in dem Fördergebiet rund um die Auguste-Viktoria-Allee ist die Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens unter Einbeziehung der lokalen Gegebenheiten und Problemlagen.
Das Programm ist auf 5 Jahre ausgerichtet. Den geförderten Kommunen werden Gelder für einen Aktions- und Initiativfonds zur Verfügung gestellt, aus dem konkrete Einzelmaßnahmen finanziert werden können.

Federführendes Amt ist das Jugendamt. Weitere Information und Koordination: Frau Marker, Telefon: (030) 90294-6079, E-Mail

Für die Umsetzung der “Partnerschaften für Demokratie” ist die externe Koordinierungs- und Fachstelle beim Träger Albatros zuständig. Weitere Information und Koordination: Herr Palm, Telefon: 0151 54618022, E-Mail

Leitlinie Bundesweite Förderung lokaler "Partnerschaften für Demokratie"

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Menschenmenge
Bild: Ints Vikmanis - Fotolia.com

Der Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Soziales, Herr Höhne, informiert:

Partnerschaft für Demokratie

Aufruf zur Einreichung von Projektideen im Förderprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit.“

In der Reinickendorfer Region Auguste-Viktoria-Allee hat der Bezirk eine „Partnerschaft für Demokratie“, gefördert aus dem Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, ins Leben gerufen. Ziel ist die Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens und einer aktiven Zivilgesellschaft, die sich anhand der lokalen Gegebenheiten und Problemlagen gemeinsam insbesondere gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit engagiert.

Für 2015 stehen dafür noch 16.000 EUR Fördermittel zur Verfügung. Zum einen 6000 Euro für Projekte in den Bereichen Gewaltprävention und Demokratieförderung, zum anderen10.000 EUR für präventive und interventive Maßnahmen gegen gewaltorientierten Islamismus/Salafismus.
Der Bezirk Reinickendorf fordert gemeinnützige Träger auf, sich bis zum 04.09.2015 mit einer Projektskizze für ein in 2015 umzusetzendes Projekt in der Region Auguste-Viktoria-Allee im Umfang von bis zu 5.000 EUR zu bewerben.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der externen Koordinierungs- und Fachstelle Albatros gGmbH, Herr Palm, Tel.: 0151-54618022.

Bitte richten Sie Ihre Projektskizzen an Herrn Palm per E-Mail R.Palm@albatrosggmbh.de

oder per Post

Albatros gGmbH
Auguste-Viktoria-Allee 17
13403 Berlin

“Politische Bildung kommt an”

Politische Bildung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Das Ziel politischer Bildung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist es, die Kompetenzen der jungen Menschen für ein demokratisches Handeln zu stärken, Toleranz und Kritikfähigkeit zu vermitteln und einen wertschätzenden Umgang miteinander zu erlernen.

Eigene Interessen formulieren und damit Gehör finden

Mit einem umfangreichen Methodeneinsatz und unterschiedlichen Projekten in den Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen kommunaler und freier Träger Reinickendorfs werden Kinder und Jugendliche angeleitet, sich zu selbst- und verantwortungsbewußten jungen Menschen zu entwickeln. Die Kinder und Jugendlichen sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Wünsche und Interessen gegenüber anderen Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen zu formulieren und sich engagiert in die Gemeinschaft einzubringen.

Kinder und Jugendliche müssen beteiligt werden

Das geht von Mitbestimmung bei der Formulierung von Hausregeln einer Freizeitstätte über Mitsprache bei der Gestaltung des Einrichtungsalltages, Vollversammlungen und Hausräte, selbstverwaltete Projekte Jugendlicher bis zu verantwortungsvoller Teilnahme an Gedenkstättenfahrten und internationalen Begegnungen.

Weitere Information und Koordination:
Karin Marker, Telefon (030) 90294-6079

Vielfalt Reinickendorf

Im Rahmen des Bundesprogramms “VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie” wurden 2007 bis 2010 zahlreiche Projekte der politischen und kulturellen Bildung gefördert, die darauf abzielten, kulturelle Vielfalt als Chance zu erleben, sich mit Unterschiedlichkeit auseinander zu setzen, die Achtung der Menschenwürde zu fördern und wirksam demokratiefeindliche Entwicklungen, wie Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus zu bekämpfen.

Mit dem Folgeprogramm “TOLERANZ FÖRDERNKOMPETENZ STÄRKEN” 2011 – 2014 konnten Projekte weiterentwickelt, entstandene Netzwerke gefördert und an der Sicherung der Nachhaltigkeit des Reinickendorfer Lokalen Aktionsplans gearbeitet werden. Vielfalt Reinickendorf

Ab 2015 ist der Bezirk Reinickendorf mit dem Schwerpunkt “Rund um die Auguste-Viktoria-Allee” am Bundesprogramm Demokratie leben! beteiligt.

Ausstellung und Plakataktion „Köpfe Reinickendorfs“

Köpfe Reinickendorfs
Bild: BA Reinickendorf

Reinickendorf liebt und lebt Vielfalt!

Reinickendorf ist bunt, hier leben und arbeiten Menschen mit unterschiedlichen Wurzeln und prägen mit ihrem Engagement das Leben im Bezirk.
Um diese Vielfalt sichtbar zu machen und um für ein tolerantes Miteinander zu werben, stellt das Projekt „Köpfe Reinickendorfs“ unter dem Motto „REINICKENDORF LI(E)BT VIELFALT!“ nun neun Persönlichkeiten mit und ohne Migrationshintergrund vor, die sich hier engagieren.
Schirmherr des Projekts ist Andreas Höhne, Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Soziales.

Zu finden sind die Ergebnisse ab Mitte Februar auf Plakaten im öffentlichen Raum und in diversen Einrichtungen im Norden Berlins.
Am Montag, dem 16. Februar 2015, um 17 Uhr sind Interessierte herzlich zur Vernissage einer begleitenden Ausstellung (Bibliothek am Schäfersee, Stargardtstr. 11-13, 13407 Berlin) eingeladen, die durch die Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt und den Bezirksstadtrat Andreas Höhne eröffnet wird.

Die in der Kampagne vorgestellten Personen selbst oder ihre Eltern kommen aus Ländern wie Nigeria, Türkei, Eritrea, Ägypten oder Brasilien. Um das Schubladen-Denken Ausländer – Nicht-Ausländer aufzubrechen, gibt es unter den neun „Köpfen Reinickendorfs“ auch zwei Personen ohne Migrationshintergrund. Wer welche Wurzeln hat, darf erraten werden. Primär geht es nicht um die Herkunft, sondern um das, was die Menschen in ihrem Umfeld bewegen und was sie bewegt:

„Toleranz ist erlernbar! Ich möchte Jugendlichen gerne einen Raum bieten, anderen begegnen zu können“, sagt Miata Ladipoh, Sozialarbeiterin in einem Jugendzentrum.
Fernanda de Haro Ribeiro, Mitarbeiterin eines interkulturellen Mädchen- und Frauentreffs, sieht sich als Vorbild: „An meinem Beispiel zeige ich anderen Migrantinnen, du kannst es auch schaffen.“
„Wir versuchen,“ so Sherief El-Helaifi über den von ihm mitgegründeten Verein für Schülerpatenschaften, „Menschen zusammenzubringen, die sich sonst wahrscheinlich nie begegnet wären und die eher übereinander sprechen würden, als miteinander.“
Darüber hinaus sind Teil der Kampagne eine Polizistin, ein Unternehmer, der sich sozial engagiert, eine Quartiersmanagerin, die Projekte in der Nachbarschaft unterstützt, ein Künstler, der sich viele Jahre für die Kunst im Bezirk eingesetzt hat, die Leiterin eines Flüchtlingsheims sowie ein beliebter Straßensozialarbeiter.

Die Plakataktion „Köpfe Reinickendorfs“ und die Ausstellung werden durchgeführt von Kirschendieb & Perlensucher Kulturprojekte in Zusammenarbeit mit dem Bezirk Reinickendorf und dem Reinickendorfer Integrationsbeauftragten Oliver Rabitsch. Projektträger ist der gemeinnützige Verein Labsaal Lübars – Natur & Kultur e.V.
Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERNKOMPETENZ STÄRKEN gefördert.

Plakatierung: Mitte Februar bis Mitte März
Ausstellungseröffnung: Mo, 16. Februar, 17 Uhr
Ausstellungsdauer: 17. Februar bis 31. März 2015
Ort: Bibliothek am Schäfersee, Stargardtstr. 11-13, 13407 Berlin
Öffnungszeiten: Mo + Fr 11 – 19 Uhr, Di + Do 11 – 17 Uhr
Verkehrsverbindung: U8 Franz-Neumann-Platz
Weitere Informationen: www.koepfe-reinickendorfs.de, www.vielfalt-reinickendorf.de
Kontakt: Tel. 030-42 02 55 21

Einladung zur Ausstellung Reinickendorfs Köpfe
Bild: BA Reinickendorf
Einladung zur Ausstellung Reinickendorfs Köpfe
Bild: BA Reinickendorf

Einladungskarte Ausstellung Köpfe Reinckendorfs

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