Preisverleihung Nature Writing - Alexander im Sinn

Pressemitteilung Nr. 9183 vom 25.11.2019
Bildvergrößerung: v.l.n.r: Katrin Schultze-Berndt, Elif Cetin, Jolanda Simonds, Ellen Glau, Petra Lölsberg, Michael Kleeberg
v.l.n.r: Katrin Schultze-Berndt, Elif Cetin, Jolanda Simonds, Ellen Glau, Petra Lölsberg, Michael Kleeberg
Bild: Schindler (Berliner Woche)

Am Mittwochabend gab Bezirksstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) die drei Preisträgerinnen des Schreibwettbewerbes „Nature Writing – Alexander im Sinn“ bekannt. Mit ihrem Text „Der Ameisenlöwe“ überzeugte Yolanda Simonds (Humboldt- Gymnasium) in allen Kategorien. Den 2. Platz errang Ellen Glau (Europäisches Gymnasium Bertha-von-Suttner) mit „Der Anblick der Natur“ und Elif Cetin überzeugte mit ihrer reichen Sprache mit „Die Welt nach dem Regen – Die Welt vor dem Gewitter“ (Humboldt-Gymnasium) und gewann den 3. Platz.

„Das war unser erster Schreibwettbewerb und ich bin begeistert, dass wir insgesamt 32 originelle und qualitativ überzeugende Beiträge von Reinickendorfer Jugendlichen bekommen haben. Jede Geschichte war besonders und ich möchte eigentlich alle auszeichnen, aber dann wäre es kein Wettbewerb mehr“, bedauert Bildungsstadträtin und Initiatorin des Schreibwettbewerbs Katrin Schultze-Berndt. Als Preisgeld erhielten Gewinnerinnen Bücherschecks und die Alexander von Humboldt-Ehrenmedaille, die extra für das Bezirksamt geprägt wurde. Eine Auswahl der Geschichten werden im Jubiläumsband zum 250. Geburtstag Alexander von Humboldts abgedruckt. „Ich hoffe, ihr schreibt alle weiter und vielleicht treffen wir uns beim nächsten Schreibwettbewerb wieder“, so Katrin Schultze-Berndt.

„Nature Writing ist in der angelsächsischen Welt eine beliebte belletristische Textgattung“, erläuterte Schriftsteller Michael Kleeberg und stellte anschaulich Bedeutung und Wesen des Genres dar. „Gerade für Jugendliche ist die Aufgabe ideal, weil das genaue Anschauen der Natur, das für Nature Writing notwendig ist, das leise Gegenprogramm zu den vielen, schnellen Ablenkungen ihres Alltags darstellt.“ Er las aus einem von ihm gerade übersetzten Buch des beliebten britischen Naturschriftstellers Richard Mabey „Die inoffizielle Natur“ (The unofficial countryside) und verriet, dass das Übersetzen dieses Buches sein Verhältnis zu Pflanzen, die manche als Unkraut bezeichnen, verändert habe. In der anschließenden Gesprächsrunde bestätigten die Preisträgerinnen, dass das Schreiben der Texte eine neue Erfahrung war und es ihr eigenes Schreiben und ihren Blick auf die Natur bereichert hat.

Musikalisch umrahmten die Pianisten Elina Gretschman und Peter Földesi, beide Talente aus der Reinickendorfer Musikschule, den Abend. Zugleich bilanzierte Stadträtin Katrin Schultze-Berndt das 250. Jubiläumsjahr Alexander von Humboldts, das sie für Reinickendorf ausgerufen hatte und das mit dieser Veranstaltung endete. „Ich danke allen Beteiligten, die für Groß und Klein, für Familien, Senioren, Kinder- und Jugendliche, für Natur-, Musik-, Literatur- oder Kunstbegeisterte ein erfolgreiches, sehr gut besuchtes und vielfältiges Programm auf die Beine gestellt haben. Alexander von Humboldt, das haben wir 2019 wieder einmal bestätigt, hatte einen bis heute modernen Geist, der uns herausfordert, bereichert und immer wieder fasziniert.“