«Bezahl was Du willst»: Wie das Theaterexperiment ausging

«Bezahl was Du willst»: Wie das Theaterexperiment ausging

Das Berliner Ensemble hat zur Eröffnung seiner zweiten Spielstätte das Prinzip «Pay what you want» getestet: Besucher konnten selbst entscheiden, was ihnen die Vorstellung im Neuen Haus wert ist. Nach den sieben Abenden im September hat das Theater nun Bilanz gezogen.

Berliner Ensemble

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Das Logo auf dem Dach des Hauses des Theaters Berliner Ensemble.

Zuschauer spendeten im Durchschnitt weniger Geld als sie normalerweise für eine Karte gezahlt hätten. Im Schnitt hätten Besucher 9 Euro gezahlt, teilte eine Sprecherin mit. Der reguläre Preis betrage sonst im Neuen Haus zwischen 13 und 29 Euro, ermäßigte Karten kosteten 9 Euro.

«Pay what you want» soll nicht wiederholt werden

An den Abenden seien aber mehr neue Zuschauer dort gewesen - etwa jeder vierte Besucher sei erstmals im Berliner Ensemble gewesen. «Wir wollten die Berlinerinnen und Berliner neugierig machen auf unser Neues Haus, und das ist gelungen», erklärte Intendant Oliver Reese. Laut Theater ist keine Fortsetzung des Zahlungsexperiments geplant. Solche Angebote gibt es bisher beispielsweise auch in der Gastronomie - manche Bars lassen Besucher selbst entscheiden, wie viel sie für ein Glas Wein zahlen. Auch Museen haben damit schon experimentiert.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 10. Oktober 2019