CDU warnt vor Aus für Hallervordens Schlosspark Theater

CDU warnt vor Aus für Hallervordens Schlosspark Theater

Die Berliner CDU sieht das von Dieter «Didi» Hallervorden geführte Schlosspark Theater in Gefahr. «Wenn die Förderung durch Lotto-Mittel wegfällt, steht der Weiterbetrieb auf dem Spiel», sagte der CDU-Kulturexperte Robbin Juhnke am 23. November 2017 der dpa.

Intendant Dieter Hallervorden

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Intendant Dieter Hallervorden.

Mit Blick auf die abschließende Beratung des Kulturetats im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses am Freitag forderte er, 600 000 Euro als mögliche Kompensation für die Lotto-Gelder in den Haushalt einzustellen. Die rot-rot-grüne Koalition habe das bisher abgelehnt.
Die Grünen-Kulturexpertin Sabine Bangert reagierte verwundert auf die Forderung. Hallervorden habe damals bei der öffentlichen Ausschreibung den Zuschlag für das Theater bekommen, weil nach seinem Konzept der Betrieb ohne öffentliche Zuschüsse auskommen sollte. Zusätzlich zu der dennoch gezahlten Unterstützung nutze er das Haus mietfrei.
Der Schauspieler und Kabarettist hatte das brachliegende Theater nach der Übernahme 2008 mit privatem Geld aufwendig renoviert. Nach dem Haushaltsentwurf bekommt er im kommenden Jahr 300 000, im Jahr darauf 314 000 Euro vom Land. Die Lotto-Förderung läuft Ende 2017 aus, wurde allerdings neu beantragt.
Juhnke sagte: «Das Schlosspark Theater stellt mit seiner Mischung aus unterhaltsamen und ernsten Stücken - stets auf hohem künstlerischen Niveau - einen unverzichtbaren Bestandteil der Berliner Theaterlandschaft dar.» Es könne nicht angehen, dass Berlin ein Aus riskiere.
Schlosspark Theater
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Schlosspark Theater

Hier wurden unter der Intendanz von Boleslaw Barlog die Klassiker der Moderne aufgeführt. Samuel Beckett inszenierte höchst selbst sein „Warten auf Godot“ und Hildegard Knef feierte hier ihr Debüt. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 23. November 2017