Jahrestage 2019 – Mai/Juni

Mai Juni 2019

Blick auf den Anger vom Dorf Marzahn mit Blick auf die Bockwindmühle
Blick auf den Anger vom Dorf Marzahn mit Blick auf die Bockwindmühle
Bild: Jürgen Raupach

von Kempen Dettmann

Die Geschichte der Dörfer Marzahn, Biesdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Hellersdorf, die heute den Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf bilden, erweckt immer wieder das Interesse unserer Leser. Alle fünf Ortsteile gehörten einst zum Landkreis Niederbarnim und wurden 1920 durch das Groß-Berlin-Gesetz nach Berlin eingemeindet.

So ist es auch seit mehreren Jahren zu einer guten Tradition geworden, dass der Heimatverein Marzahn-Hellersdorf e.V. alljährlich ausgewählte Daten von Jahrestagen herausgibt. Es handelt sich um eine Übersicht von wichtigen Jahres- und Gedenktagen, die den Bezirk betreffen. Denn Marzahn und „seine Dörfer“ sind ja schon viel, viel älter als der jetzige Bezirk. Bedeutsame Ereignisse, die Entstehung historischer Bauten, Geburts- und Todestage bekannter Persönlichkeiten des Bezirks sind in dieser Zusammenstellung zu finden.

Wir schauen in die Monate Mai und Juni:

110 Jahre
Am 13. Juni 1909 wird in Kaulsdorf das Bundesschützenhaus des Berliner Schützenbundes als größtes Schützenhaus Deutschlands eröffnet (heute: Villa Pelikan).

Der Komponist Kurt Schwaen wird am 21. Juni 1909 geboren. Er lebt von 1956 bis zu seinem Tod 2007 in Mahlsdorf und bringt sich vielfältig in das kulturelle Leben von Marzahn-Hellersdorf ein.

100 Jahre
Am 19. Mai 1919 stellen Erwin Becher und Otto Rechnitz an die Kaulsdorfer Gemeingevertretung den Antrag auf Ansiedlung einer Zweigstelle der „Märkischen Wachsschmelze“. Die Firma befindet sich in der Dorfstraße und wird von Otto Rechnitz nach dem Kauf des Hauses Alt-Kaulsdorf/Chemnitzer Straße dorthin verlagert. 1933 wird dem Juden Rechnitz der weitere Zugang zu seinem Betrieb verweigert.

80 Jahre
Der Ortchronist von Mahlsdorf und Dichter Paul Großmann verstirbt am 9. Juni 1939.

75 Jahre
Der Spirituosenfabrikant Apollon Fjodorowitsch Schilkin verstirbt am 24. Juni 1944. Mit seiner Familie war er 1921 aus Petrograd nach Berlin emigriert. 1932 grünet er in Kaulsdorf die Firma Schilkin, die sich seit Anfang der 1950er-Jahre auf dem Gutshof Alt-Kaulsdorf 1 – 11 befindet.

60 Jahre
Am 30. Mai 1959 verstirbt der Maler Hans Brass. Er lebt zuletzt auf dem Gelände des Krankenhauses Wuhlgarten in Biesdorf.

30 Jahre
Im Juni 1989 wird das Wilhelm-Griesinger-Krankenhaus mit Park unter Denkmalschutz gestellt.

Der in Kaulsdorf geborene Schriftsteller und Publizist Hansotto Löggow verstirbt am 27. Mai 1989. Bekannt geworden ist er vor allem durch seine Anfang der 1930er-Jahre erschienenen „Führer“ durch Biesdorf,Kaulsdorf und Mahlsdorf.

25 Jahre
Am 12. Mai 1994 wird die Bockwindmühle im Dorfkern Marzahn eingeweiht. Am 5. Mai hatte sich der Mühlenverein Berlin-Marzahn e.V. gegründet.
Zwischen Marzahn und dem englischen Bezirk Halton wird am 25. Mai 1994 ein Vertrag über Städtepartnerschaft unterzeichnet.

Erna und Sergei A. Schilkin gründen am 8. Juni1994 die Schilkin-Stiftung zur Unterstützung von Natur-, Landschafts- und Denkmalschutz vor allem in Kaulsdorf.

Am 15. Juni 1994 wird der „Marzahner Städtepartnerschaftsverein“ (heute Marzahn-Hellersdorfer Städtepartnerschaftsverein) gegründet.

15 Jahre
Die Berliner Werkzeugmaschinenfabrik (BWF) Marzahn, die 1993 von der Treuhand an die Körber AG in Hamburg verkauft worden war, stellt am 30. Juni 2004 ihren Betrieb ein.

10 Jahre
Das „Haus des Sports“ in der Eisenacher Straße wird am 12. Juni 2009 eröffnet.