Musikinstrumenten-Museum

Musikinstrumenten-Museum

Das Berliner Musikinstrumenten-Museum sammelt und zeigt Musikinstrumente der europäischen Kunstmusik vom 16. bis zum 21. Jahrhundert.

Musikinstrumtenden-Museum Berlin

© Jörg Joachim Riehle

Das 1888 gegründete Berliner Musikinstrumenten- Museum ist seit 1984 in einem nach Entwürfen von Hans Scharoun gestalteten Neubau am Kulturforum untergebracht. Es ist Teil des Staatlichen Instituts für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz.

Einzigartige Sammlung von Blasinstrumenten

In dem lichtdurchfluteten Ausstellungsraum werden rund 800 der mehr als 3000 Instrumente europäischer Kunstmusik des 16. bis 20. Jahrhunderts gezeigt. Herausragend ist die einzigartige Sammlung der Blasinstrumente aus St. Wenzel zu Naumburg aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Zu den weiteren Glanzstücken zählen eine Violine, die von Antonio Stradivari gebaut wurde, das Reisecembalo von Sophie-Charlotte, mehrere Querflöten Friedrichs des Großen, Carl Maria von Webers eigener Hammerflügel und die imposante Mighty Wurlitzer Theaterorgel aus dem Besitz der Familie von Siemens. Oskar Salas Mixturtrautonium und eine Klanginstallation beleuchten den experimentellen Instrumentenbau auf elektronischer Basis im 20. Jahrhundert.

Führungen im Musikinstrumenten-Museum

Die Führungen vermitteln den Klang und die spieltechnischen Eigenheiten europäischer historischer Musikinstrumente aus vier Jahrhunderten. Unter den rund 800 Exponaten befinden sich Cembali der berühmten Musikinstrumentenbauerfamilie Ruckers in Antwerpen zu Beginn des 17. Jahrhunderts, Blasinstrumente aus der Stadtkirche St. Wenzel zu Naumburg um 1600; Instrumente des preußischen Königshauses wie die Querflöten aus dem Besitz Friedrichs II. und Blechblasinstrumente des preußischen Militärs; ein Hammerflügel aus dem Besitz Carl Maria von Webers, auf dem dieser seinen »Freischütz« komponierte; eine Glasharmonika, deren Erfindung auf Benjamin Franklin zurückgeht, das Berliner »Bach-Cembalo« und seine Nachbauten und eine Vielzahl kurioser Instrumente wie Äolsharfe, Spazierstockgeige, Wurstfagott. Den Bogen zur Moderne schlagen frühe elektronische Instrumente wie das selbstspielende Klavier, Orchestrion, Mixturtrautonium, E-Gitarre und die Mighty Wurlitzer, eine der größten Theater- und Kinoorgeln Europas.

Adresse, Öffnungszeiten und Kontakt

Adresse
Tiergartenstr. 1
10785 Berlin
Telefon
030 25 48 11 78
Internetadresse
www.mim-berlin.de
Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Donnerstag 9 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 17 Uhr, Montag geschlossen
Sonstiges
Institutsbibliothek: Dienstag bis Donnerstag von 10 bis 17 Uhr, Freitag von 10 bis 12 Uhr
Eintrittspreise
6 Euro, ermäßigt 3 Euro, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre frei
Barrierefrei
Das Museum ist für Rollstuhlfahrer zugänglich. Aufzug und behindertengerechtes WC vorhanden.
Führungen
Öffentliche Führung jeden Donnerstag 18 Uhr und Samstag 11 Uhr (jeweils 3,- Euro Führungsgebühr). Samstag 12 Uhr findet ein Kurzkonzert auf der Mighty Wurlitzer-Orgel statt.
Weitere Führungen nach Vereinbarung unter 030 25 48 11 39

Nahverkehr

Bus

Weitere Themen

Altes Museum
© Tobias Droz/BerlinOnline

Museen in Mitte

Unbestritten das kulturelle Zentrum Berlins. Das Neue Museum mit der Büste der Nofretete, das Alte Museum, das Deutsche Historische Museum oder das Pergamonmuseum sind weltweit beachtete Kultureinrichtungen. mehr

Deutsches Currywurst Museum Berlin
© Deutsches Currywurst Museum Berlin

Museumsführer: Außergewöhnliche Museen

Außergewöhnliche Museen in Berlin. Kenn Sie bereits das Verborgene Museum? Das Museum der Unerhörten Dinge, das Currywurst oder das Zucker-Museum? mehr

Quelle: Berliner Musikinstrumenten-Museum, Bearbeitung: berlin.de

| Aktualisierung: 21. November 2017