Shepard Fairey: Make Art Not War

Shepard Fairey: Make Art Not War

Am Kreuzberger Mehringplatz in Berlin befindet sich an einer Hauswand das in den Farben Schwarz und Rot gestaltete Mural "Make Art Not War".

Shepard Fairey: Make Art Not War

© Berlin.de/Clara Rocktäschel

Am Mehringplatz in Kreuzberg befindet sich das 2014 im Rahmen des Projekts "One Wall" von Urban Nation entstandene Mural "Make Art Not War" von Shepard Fairey.

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"Make Art Not War"

Das Mural "Make Art Not War" ("Mach Kunst, nicht Krieg") am Mehringplatz in Kreuzberg entstand im September 2014 im Auftrag von Urban Nation für die Projekt-Serie "One Wall". Der Streetart-Künstler Shepard Fairey stellte es innerhalb von vier Tagen fertig. Das Werk ist symmetrisch aufgebaut und in den Farben Rot und Schwarz gehalten. Links und rechts bilden rote Flächen mit jeweils einem senkrecht stehenden Pinsel einen Rahmen.
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In der Mitte ist der Hintergrund schwarz. Über eine geschnörkelte weiße Fläche zieht sich der Spruch "Make Art Not War", getrennt durch einen nach links und einen nach rechts zeigenden Pfeil. Er bezieht sich auf den Slogan "Make Love Not War" ("Mach Liebe, nicht Krieg"), der um 1967 in der Hippie-Szene als Protest gegen den Kalten Krieg und den Vietnamkrieg entstand. Die Mitte des Murals bildet eine rundliche rote Fläche, auf der eine Rose zu sehen ist. Ihre Blüte umgeben weiße Strahlen, die an einen Sonnenaufgang erinnern. Um den Stiel schließt sich eine Handschelle mit der Aufschrift "Rise Above" ("Erhebe Dich"). Neben ihr ist links "Eyes Open" ("Augen offen") und rechts "Mind Open" ("Geist offen") zu lesen.

Streetart mit klarer Botschaft

Die Schriftzüge, die das Mural enthält, senden eine deutliche Friedensbotschaft. Shepard Fairey drückt seine politischen Ansichten mit seiner Kunst aus, welche er gewalttätigen Auseinandersetzungen vorzieht. Zudem fordert er die Betrachter dazu auf, offen und tolerant zu sein und einander mit Respekt zu begegnen. Die in Handschellen gelegte Rose lässt sich als Symbol dafür deuten, dass es möglich ist, trotz gesellschaftlicher Zwänge über diese hinauszuwachsen. Auch ist die Rose ein Symbol für Liebe, was auf den ursprünglichen Slogan "Make Love Not War" anspielen könnte.

Über Shepard Fairey

Shepard Fairey kam 1970 im US-amerikanischen Charleston, South Carolina zur Welt. Die Umbebung bei seinem Nebenjob in einem Skateboard-Laden prägte früh sein Interesse an Punk- und Straßenkultur. 1992 schloss er die Rhode Island School of Design mit einem Bachelor of Arts als Illustrator ab. Während der Studienzeit entstand 1989 eine seiner ersten großen Aktionen: Er entwarf die Sticker-Kampagne "André the Giant has a posse", die den französischen Wrestler André René Roussimoff zeigten. Daraus entwickelte sich Faireys weltweiten "Obey Giant"-Kampagne sowie das Modelabel Obey.
Mit seinem "Hope"-Poster, das Barack Obama im Pop-Art-Stil mit den Farben der amerikanischen Nationalflagge zeigt, erlangte Shepard Fairey 2008 große Bekanntheit. Das Bild wurde zu einem der beliebtesten Motive der Wahlkampagne Obamas. Es wurde auf T-Shirts, Buttons und Kaffeetassen gedruckt. Der Künstler drückte damit seinen damaligen Support für den zukünftigen Präsidenten aus. Er zeigte schon immer politisches Interesse und setzte sich für den Frieden ein. Heute lebt und arbeitet Fairey in Los Angeles. Neben seiner Streetart, die er überall auf der Welt verteilt, stellt er aus, entwirft Kampagnen und Designs oder tritt als DJ auf.

Umgebung des Murals

Das Streetart-Werk "Make Art Not War" befindet sich an der Wand des Hauses Mehringplatz 28 in Kreuzberg. Zu erreichen ist es am besten von der U-Bahn-Station Hallesches Tor. Interessierte überqueren den Mehringplatz an der Friedensäule vorbei. Dort wo der Platz in die Friedrichstraße mündet, ist rechter Hand ein Mural "Hoodie Birds" von Don John aus der selben Projekt-Reihe zu sehen. Links befindet sich das Werk des Künstlers Shepard Fairey.

"Make Art Not War" am Mehringplatz

Adresse
Mehringplatz 28
10969 Berlin
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Aktualisierung: 15. September 2017