Kunstprojekt «Dau» aus Sicherheitsgründen untersagt

Kunstprojekt «Dau» aus Sicherheitsgründen untersagt

Die Berliner Behörden haben dem umstrittenen Kunstprojekt «Dau» mit dem Nachbau einer Mauer mitten in Berlin aus Sicherheitsgründen die Genehmigung versagt.

Mauerteile für Berliner Dau-Projekt

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Mauerteile für Berliner Dau-Projekt stehen beieinander.

Das bestätigten Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos) und Bezirksstadträtin Sabine Weißler (Grüne) am Freitag in einem Pressegespräch. Bedenken gab es vor allem bei der Verkehrssicherheit und beim Brandschutz. Trotz des Zeitdrucks hätten auch noch Unterlagen gefehlt wie etwa die Zustimmung der Anwohner, hieß es.

«Dau» wollte das diktatorisches System erfahrbar machen

Bei dem Projekt des russischen Filmemachers Ilya Khrzhanovsky sollte vom 12. Oktober an vier Wochen lang ein ganzes Häuserkarree in Berlin-Mitte mit einer Betonmauer abgeriegelt werden, um dahinter ein diktatorisches System erfahrbar zu machen.

Wesentliche Unterlagen kamen zum Teil zu spät

Normalerweise bräuchten Veranstaltungen dieser Größenordnung einen Vorlauf von etwa einem Jahr, sagte Weißler. Der Antrag für «Dau» mit den ersten konkreten Planungsunterlagen sei jedoch erst vor sechs Wochen eingegangen.

Sicherheit als oberste Priorität

«Dem Veranstalter war es nicht möglich, einen sicheren Ablauf der Veranstaltung zu garantieren», so das Fazit der Bezirksstadträtin. Nach der Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg und dem Terroranschlag an der Berliner Gedächtniskirche müsse jedoch Sicherheit die oberste Priorität haben.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 21. September 2018