Berliner Clubs wollen Corona-Schnelltests anbieten

Berliner Clubs wollen Corona-Schnelltests anbieten

Der Berliner Kitkat-Club will trotz derzeitiger Schließung von Freitag an Corona-Schnelltests anbieten und er soll nicht der einzige bleiben: Nach dem derzeitigen Teil-Lockdown wollen auch andere Berliner Clubs nachziehen.

Das Häusereck des KitKat Clubs in Berlin

© dpa

Das Häusereck des KitKat Clubs in Berlin.

«Ziel ist es nicht, Geld zu verdienen, sondern dass sich die Menschen wieder freier bewegen können», sagte der Sprecher der Clubkommission, Lutz Leichsenring, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Geplant seien Nachbarschaftszentren, in denen sich Ausgehwillige schnell und kostengünstig testen lassen können, bevor sie Restaurants, Bars oder auch die Oma besuchen, sagte Leichsenring. Die Klubs böten dafür genügend Platz. «Räume, die man gerade für nichts anderes nutzen kann, für solche Zwecke zu nutzen, liegt ja irgendwie auch nahe», kommentierte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) die Idee. 
Pawn_Dot_Com_Bar_Terrasse.jpg
© Pawn Dot Com Bar

Pawn Dot Com Bar versteckt auf der Torstraße

Hinter den Mauern des alten königlichen Leihhauses in der Torstraße 164 werden ab sofort wieder bunte Drinks gerührt und serviert. Der Eingang etwas versteckt im Hinterhof... mehr

Tests sollen Clubbesuche ermöglichen

Geplant sei es, Tests für weniger als 20 Euro in Kombination mit einer Software anzubieten, die die Ergebnisse auch für Bars und Restaurants ersichtlich macht. «Es wird aber keine Datenkrake sein», so Leichsenring. Noch sei unklar, wie aussagekräftig die Tests seien, aber um einen schönen Abend zu verbringen, böten sie eine gewisse Sicherheit. Das Interesse unter den etwa 300 Mitgliedern im Verband, sich zu beteiligen, sei groß. Auch etwa 400 Personen mit einer medizinischen Ausbildung hätten sich bereit erklärt, mitzuarbeiten, so Leichsenring. Auch der Kitkat-Club bietet die Tests in Zusammenarbeit mit einer Ärztin und geschultem Personal an, wie es auf Facebook heißt. Dort kosten die Tests rund 25 Euro.

Tests auf freiwilliger Basis für Besucher kostenpflichtig

Schon im Oktober und damit vor Beginn des Teil-Lockdowns hatte die Clubkommission Überlegungen geäußert, Schnelltest-Bereiche vor Clubs einzurichten. So sollten Clubbesuche ermöglicht werden. Dort sollten Gäste freiwillig, auf eigene Kosten und unter Aufsicht «von angelerntem medizinischen Personal» einen Corona-Schnelltest machen können. Die Innenbereiche der Clubs sind seit Frühjahr geschlossen, viele fürchten um ihre Existenz. Zwischenzeitlich waren Veranstaltungen in Außenbereichen möglich. Wann Clubs wieder öffnen können, ist unklar.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 1. Dezember 2020