Müller zum Start der Kinderimpfungen: «Sind gut vorbereitet»

Müller zum Start der Kinderimpfungen: «Sind gut vorbereitet»

Berlins scheidender Regierender Bürgermeister Michael Müller hat die Organisation der am Mittwoch beginnenden Kinderimpfungen in Berlin gelobt.

Covid19-Impfstoff für Kinder

© dpa

Ampullen des Impfstoffs „Comirnaty“ für Erwachsene (l) und Kinder vom Hersteller Biontech/Pfizer stehen in einer Apotheke.

«Wir sind da gut vorbereitet», sagte er am 14. Dezember 2021 nach einer Sitzung des Senats. «Der Impfstoff ist gestern ausgeliefert worden, und es geht ab morgen los.» Müller wies darauf hin, dass es für Kinder zwischen fünf und elf Jahren vier verschiedene Möglichkeiten gebe, geimpft zu werden: an Impfzentren, an Schulen, an Sonderimpfstationen wie im Naturkundemuseum und in den Arztpraxen.
Mit Blick auf Impfmöglichkeiten in Schulen war laut Müller die Entscheidung der Gesundheitsverwaltung richtig, Eltern und Kinder anzuschreiben. «Weil man sonst befürchten muss, dass es einen Run auf diese Schulen gibt oder sogar auch Proteste vor den Schulen von Impfgegnern», erklärte der Regierungschef. «Und so etwas kann man den Lehrerinnen und Lehrern, den Eltern und Kindern nicht zumuten.» Deswegen starteten die Impfungen an Schulen zunächst in kleinem Rahmen - mit jeweils nur einer Schule in jedem der zwölf Bezirke.
Wenn sich Protestaktionen vor Schulen abzeichneten oder ankündigten, werde entsprechend darauf reagiert, kündigte Müller an. «Aber wir wollen ja die Situation vermeiden. Ich stelle doch jetzt nicht zehn Polizeiwagen vor eine Schule, um noch drauf aufmerksam zu machen, dass da das Impfen stattfindet», sagte der SPD-Politiker. «Wir sind vorsichtig, und das ist richtig.» Die Impfungen für Fünf- bis Elfjährige soll es auch in den Weihnachtsferien geben.
Für Fünf- bis Elfjährige wird ein niedriger dosiertes und anders abgefülltes Präparat im Vergleich zum herkömmlichen Biontech/Pfizer-Impfstoff verwendet. Von dem mRNA-Vakzin sollen laut der Ständigen Impfkommission (Stiko) zwei Dosen im Abstand von drei bis sechs Wochen gegeben werden. Für jüngere Kinder gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff.
Die Stiko empfiehlt solche Impfungen ausdrücklich für Kinder dieser Altersgruppe, die Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf oder Angehörige mit hohem Risiko haben. Außerdem können Eltern nach individueller Aufklärung auch ihre gesunden Kinder impfen lassen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 14. Dezember 2021 15:13 Uhr

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