Bombe in Gesundbrunnen ist entschärft

Bombe in Gesundbrunnen ist entschärft

Nach langen Verzögerungen ist am Sonntagabend eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Gesundbrunnen erfolgreich entschärft worden.

  • Bombenentschärfung in Gesundbrunnen (6)© dpa
    Beamte des Kampfmittelräumdienstes der Berliner Polizei stehen hinter einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg nach ihrer Entschärfung auf dem Gelände des Jüdischen Krankenhauses, ein Mann zeigt einen Zettel mit dem Gruß "Frohes Fest!"
  • Bombenentschärfung in Gesundbrunnen (1)© dpa
    Polizisten patrouillieren anlässlich der Entschärfung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände des Jüdischen Krankenhauses im Sperrkreis.
  • Bombenentschärfung in Gesundbrunnen (3)© dpa
    Einsatzkräfte laden anlässlich der Entschärfung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände des Jüdischen Krankenhauses im Sperrkreis eine Person im Rollstuhl in einen Bus.
  • Bombenentschärfung in Gesundbrunnen (2)© dpa
    Ein Feuerwerker des Kampfmittelräumdienstes der Berliner Polizei und ein weiterer Polizist beobachten, wie ein Bagger vor der Entschärfung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände des Jüdischen Krankenhauses Erdschichten über der Bombe abträgt.
  • Bombenentschärfung in Gesundbrunnen (4)© dpa
    Eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg liegt nach der Entschärfung auf dem Gelände des Jüdischen Krankenhauses auf einem LKW.
  • Bombenentschärfung in Gesundbrunnen (5)© dpa
    Beamte des Kampfmittelräumdienstes der Berliner Polizei zeigen die zwei mechanischen Zünder der Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg nach ihrer Entschärfung auf dem Gelände des Jüdischen Krankenhauses.
Der Einsatz sei zu Ende, die Sperrung rund um den Fundort aufgehoben worden, sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Sonntagabend der Deutschen Presse-Agentur. Die Bombe werde nun abtransportiert, die Anwohner könnten somit in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. «Wir freuen uns alle.» Auf Twitter bedankte sich die Polizei fürs Daumendrücken.

Entschärfung zog sich über lange Stunden

Ein Spezialteam des Landeskriminalamts hatte die Zünder der Bombe entschärft. Für die Anwohner der Fundstelle auf dem Gelände des Jüdischen Krankenhauses war es eine Geduldsprobe, die sich fast über den ganzen dritten Adventssonntag hinzog. Denn die Polizei richtete schon in den frühen Morgenstunden eine Sperrzone im Umkreis von 500 Metern rund um den Fundort ein - wer dort wohnt, musste raus und zwar möglichst früh. Rund 15 000 Menschen sollten dafür bei Freunden und Verwandten oder in Notunterkünften des Bezirksamts Zuflucht suchen.

Verzögerungen bei den Evakuierungsmaßnahmen

Sie waren aufgefordert worden, ihre Wohnungen bis um 6 Uhr zu verlasen. Polizei, Feuerwehr und die Bezirksämter Mitte und Reinickendorf hatten auf die bevorstehende Evakuierung aufmerksam gemacht und gewarnt, innerhalb des Sperrkreises bestehe Lebensgefahr. Am Sonntag verzögerte sich die Räumung des Sperrgebiets allerdings erheblich. Nach Polizeiangaben nahmen vor allem die Krankentransporte von Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder akuten Erkrankungen viel Zeit in Anspruch. Darüber hinaus habe man immer wieder einzelne Anwohner überzeugen müssen, ihr Zuhause tatsächlich zu verlassen.

Manöverkritik im Nachgang

«Die Leute sind rechtzeitig informiert worden», sagte ein Sprecher des Bezirksamts Mitte am frühen Sonntagabend. Alle Anwohner hätten einen Flyer in den Briefkasten bekommen. Die Informationen habe es in mehreren Sprachen gegeben. «Aber das Verhalten von ein paar Leuten kann das alles verzögern.» Es werde «im Nachgang» der Bombenentschärfung eine Manöverkritik geben, bei der über das Thema gesprochen werden soll, kündigte der Bezirkssprecher an.
Die amerikanische Weltkriegsbombe war bereits am 19. November auf dem Gelände des Jüdischen Krankenhauses gefunden worden. Auch die Patienten des Krankenhauses konnten nicht bleiben - einige waren schon in den vergangenen Tagen verlegt worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 13. Dezember 2021 08:50 Uhr

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