Wie Mielke redete: Stasi-Zentrale öffnet akustisches Archiv

Wie Mielke redete: Stasi-Zentrale öffnet akustisches Archiv

Den Schrecken der DDR-Staatssicherheit in Bildern und Tönen erfahrbar machen - das hat sich die Gedenkstätte in der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg für den Tag des Denkmals an diesem Samstag vorgenommen. «Passend zum Berliner Motto des Denkmalstags gibt es neben den verschiedenen Ausstellungen am Samstag drinnen und draußen besondere Führungen, die die Sinne ansprechen», erklärte ein Sprecher des Stasi-Unterlagen-Archivs das Konzept.

Ehemalige Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg

© dpa

Das Hauptgebäude der ehemaligen Stasi-Zentrale.

So sollen in Original-Archivräumen Stasi-Überwachungsbilder gezeigt werden, im früheren Stasi-Offizierskasino werden den Angaben zufolge den ganzen Tag über Toninstallationen aus dem Archiv zu hören sein, darunter Audio-Mitschnitte aus Kellerräumen, in denen im Herbst 1989 Akten zerrissen wurden. Auch eine Rede des damaligen Stasi-Chefs Erich Mielke bei einer Dienstkonferenz 1978 oder Ton-Aufzeichnungen einer Demonstration 1989 wurden aus dem Archiv geholt.
Nach Angaben des Bundesarchivs gehören zum Stasi-Unterlagen-Archiv neben 111 Kilometern Aktenmaterial und 41 Millionen Karteikarten auch rund 23 000 Tondokumente, knapp 3000 Filme und Videos sowie knapp zwei Millionen Fotos.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 11. September 2021 08:30 Uhr

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