Amtsärzte: Wechselunterricht in Schulen weiter möglich

Amtsärzte: Wechselunterricht in Schulen weiter möglich

Aus Sicht der Berliner Amtsärzte ist in den Berliner Schulen weiterhin Wechselunterricht möglich. «Derzeit gibt es keinen Hinweis dafür, dass Schulen Pandemietreiber sind», heißt es in einem am Freitag verschickten Schreiben der Amtsärzte an die Senatsverwaltung für Bildung, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Häufigstes Infektionsumfeld seien die privaten Haushalte.

Schule unter Corona-Bedingungen

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Während einer Unterrichtsstunde liegt ein Mund-Nasen-Schutz auf dem Tisch einer Schülerin.

Das Hygienekonzept in den Schulen, zu dem halbierte Lerngruppen, Unterricht im Wechsel zu Hause und in der Schule sowie Maskenpflicht zählen, reduziere die Zahl der Infektionsübertragungen in den Schulen erheblich. Die Schließung der Schulen könne den Inzidenz-Wert für ganz Berlin dagegen nur wenig beeinflussen, heißt es in dem Schreiben mit Antworten der Amtsärzte auf Fragen der Bildungsverwaltung. «Die Einführung der Schnelltests in den Schulen ist ein zusätzlicher Baustein, um Infektionsketten rasch zu erkennen. Auch die Impfung für die Lehrkräfte sollte dazu beitragen, Infektionsübertragungen zu verhindern.»
Die Amtsärzte haben außerdem auf die Folgen von Schulschließungen aus Sicht der Kinder- und Jugendpsychiatrie hingewiesen. Bei Familien mit Erziehungsschwierigkeiten gebe es dann keine Ausgleichsmöglichkeit durch die Schule. Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher als Bezugspersonen fielen weg. In manchen Familien falle auch die Tagesstruktur weg, wenn es keinen Unterricht in der Schule mehr gebe. Viele Eltern seien außerdem damit überfordert, wenn etwa Jugendliche wenig motiviert zum Lernen seien.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 26. April 2021 12:12 Uhr

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