Kinderschutzbund kritisiert Testpflicht an Schulen

Kinderschutzbund kritisiert Testpflicht an Schulen

Der Kinderschutzbund Berlin hat die Corona-Testpflicht für Berliner Schulen kritisiert. Danach müssen ab Montag (19. April 2021) Schülerinnen und Schüler zweimal in der Woche in der Schule einen Corona-Selbsttest durchführen.

Selbsttests an Schulen

© dpa

Flüssigkeit wird auf einen Corona-Selbsttest gegeben.

«Grundsätzlich ist die Testpflicht für Kinder an Berliner Schulen zu begrüßen», teilte Christian Neumann vom Berliner Kinderschutzbund am Mittwoch mit. Das Testkonzept sei jedoch nicht durchdacht und lasse viele Fragen unbeantwortet.

Schutz der Privatsphäre und pädagogische Begleitung gefordert

So sei beispielsweise fraglich, wie Kinder bei einem positiven Testergebnis betreut werden sollen. «Kinder haben Ängste und sind bei einem positiven Testergebnis im Klassenraum großer Scham ausgesetzt», sagte Neumann. Dem Schulpersonal sollte das Testergebnis vertraulich und mündlich mitgeteilt werden, das gleiche Recht hätten auch Kinder und Jugendliche. Außerdem werde die ohnehin kurze Unterrichtszeit durch die Tests in der Schule weiter verkürzt. Es sei stattdessen sinnvoll, die Schülerinnen und Schüler vor dem Betreten der Schule zu testen. Sollte es Tests in der Schule geben, müssten separate Räumlichkeiten, der Schutz der Privatsphäre und enge pädagogische Begleitung gewährleistet sein, forderte der Kinderschutzbund.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 14. April 2021 15:57 Uhr

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