Humboldt-Klinikum stoppt Aufnahmen wegen Corona-Mutation

Humboldt-Klinikum stoppt Aufnahmen wegen Corona-Mutation

Das Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum nimmt nach mehreren Infektionen mit der gefährlichen britischen Coronavirus-Variante keine Patienten mehr auf.

Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum

© dpa

Um die Ausbreitung der hochinfektiösen britischen Coronavirus-Variante vom Typ B.1.1.7. in Berlin zu verhindern, hat das Gesundheitsamt Reinickendorf per Anweisung das Vivantes Humboldt-Klinikum unter Quarantäne gestellt.

Routinescreenings in der Station für Innere Medizin und Kardiologie ergaben positive Nachweise bei bislang 20 Personen. Neben 14 Patientinnen und Patienten seien sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen, wie die Klinik im Stadtteil Reinickendorf am Sonntag bestätigte. Der Virus-Typ B.1.1.7 war bisher vor allem in Großbritannien aufgetreten. Die Variante ist Experten zufolge leichter übertragbar und womöglich auch tödlicher als die bislang vorherrschende.

Noch 400 Patienten im Humboldt-Klinikum

In Abstimmung zwischen Klinikum, Gesundheitsamt Reinickendorf und Robert Koch-Institut wird auf Anordnung des Gesundheitsamtes daher vorläufig ein Aufnahmestopp verhängt. Durch die Maßnahme soll die Ausbreitung der Virusvariante in Berlin eingedämmt werden. Die seit Samstagfrüh (24. Januar 2021) verhängte Einschränkung gilt bis auf Weiteres. Notfälle werden in andere Krankenhäuser gebracht. Die Klinik konzentriere sich auf die derzeit stationär behandelten Patientinnen und Patienten, hieß es auf der Homepage der Klinik. Derzeit sind nach den Angaben noch 400 Menschen in Behandlung.

Klinik-Mitarbeiter in Pendelquarantäne

Die etwa 1700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses stehen unter sogenannter Pendelquarantäne. Sie dürfen nur zwischen ihrem Zuhause und der Klinik unterwegs sein. Dafür werden aktuell Fahrdienste und Shuttles organisiert. Auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hätten Unterstützung signalisiert, hieß es.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci: Alle Mutationen müssen entdeckt werden

Berliner Labore suchen nun gezielt nach Mutationen. «Alle Berliner Labore werden mitmachen und gezielt nach Virusmutationen suchen», sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) der «Berliner Morgenpost» (Montag). Es sei wichtig, nun auch andere mögliche Mutationen zu entdecken. «Wir wissen noch nicht, ob es sich um einen Anfang eines Ausbruchs einer Coronavirus-Mutation handelt oder schon um eine Verbreitung», sagte Kalayci.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 25. Januar 2021 07:37 Uhr

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