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Die Schulbauoffensive des Berliner Senats

Die Berliner Schulbauoffensive ist das größte Investitionsvorhaben der laufenden Legislaturperiode. Damit soll der Sanierungsstau an den Schulen abgebaut, für die wachsende Stadt neue Schulen errichtet und Mittel für die dauerhafte, bauliche Unterhaltung zur Verfügung gestellt werden.

Wer macht was?

Die Aufgaben sind klar: Neubau, Sanierung und Bauunterhaltung. Doch wer macht in Berlin was? Die Berliner Schulbauoffensive stärkt bestehende Strukturen und hat parallel weitere aufgebaut, um das große Paket an Bauaufgaben zu bewältigen. Das Motto lautet: Spezialisierung statt Zentralisierung. Es gibt vier Akteure, die alle ihren Beitrag zum Schulbau leisten: die Bezirke, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE und die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM).

  • Bezirke

    Baulicher Unterhalt, Sanierungen und Großsanierungen, Interimsmaßnahmen.

  • SenStadtWohn

    Schul-Neubau, Großsanierungen und Sanierungen in Amtshilfe, sowie Modulare Ergänzungsbauten (MEBs) und Typensporthallen.

  • Howoge

    Neubau, Großsanierungen

  • Berliner Immobilien Management GmbH

    Sanierungen zentralverwalteter und berufsbildender Schulen

Die Bezirke bleiben Schulträger und werden finanziell gestärkt. Mit mehr Personal können sie den erhöhten Bauunterhalt leisten und die Sanierungen angehen.

Entlastet werden sie von der Aufgabe des Neubaus und einen Teil der Großsanierungen. Dafür sind die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und die HOWOGE zuständig. Für Sanierungen gilt folgende Aufgabenteilung: Die Bezirke stemmen die allgemeinen Sanierungen, das Land übernimmt die Fälle, die zu Beginn der Schulbauoffensive die schwersten Fälle waren – in 2017 waren es 21 Schulen, 10 für die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, 10 für die HOWOGE und die John-F.-Kennedy-Schule als zentralverwaltete Schule für die BIM. Bei einem weiteren Teil der Schulsanierungen konnten die Bezirke außerdem zusätzlich Anträge auf Amtshilfe stellen, um ihre Bauämter zu entlasten und Kapazitäten freizumachen für zusätzliche Sanierungen und Bauunterhalt an ihren Schulen.

Was sind die Aufgaben?

Berlin steht vor zwei großen Herausforderungen im Bereich Schulbau. Die erste ist die Sanierung der vorhandenen Schulen. Parallel dazu wurde der sogenannte bauliche Unterhalt angehoben, der dafür sorgt, dass die Schulen in Schuss bleiben und kein neuer Sanierungsstau entsteht.

Das eingeplante Geld kommt in den Schulen an. Zwischen 2016 und 2020 wurden fast 80 Prozent der zur Verfügung gestellten Mittel in Anspruch genommen. Rund 2,3 Milliarden Euro wurde insgesamt in den folgenden Bereichen ausgegeben:

Die zweite große Herausforderung ist der Schulneubau bzw. die Erweiterung bestehender Schulen. Berlin wächst weiterhin und mit der positiven Einwohnerentwicklung steigen die Schülerzahlen. Die Schülerzahl in den allgemeinbildenden öffentlichen Schulen stieg vom Schuljahr 2016/17 bis zum Schuljahr 2020/21 um gut 20.000 auf insgesamt 331.000 Kinder und Jugendliche.

Gemäß der aktuellen Modellrechnung 2020 zur Schülerzahlenentwicklung der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie wird bis zum Schuljahr 2025/26 mit einem weiteren Anstieg von knapp 27.000 SchülerInnen gerechnet. Deswegen sind der Schulneubau bzw. die Erweiterung bestehender Schulen ein zentrales Thema.

Vorgesehen ist der Bau von bis zu 30.000 Schulplätzen, die durch Neu- und Erweiterungsbauten umgesetzt werden können. Zur Überprüfung des aktuellen Bedarfs an Schulplätzen und Mitteln werden die Pläne regelmäßig aktualisiert – auch um die verfügbaren Planungs- und Baukapazitäten bestmöglich zu nutzen.

Weitere Informationen

Schulbau

Die Rolle der HOWOGE

Vom Land erhält die Howoge Erbbaurechte an den Grundstücken, auf denen die neuen Schulgebäude errichtet werden sollen. Das Land behält das Grundstück, die Howoge erhält das Recht, darauf zu bauen. Die Rolle der HOWOGE

Architekten diskutieren Baupläne

Schulbaukarte

Die Schulbaukarte gibt einen Überblick über Berlins Schulsanierungsmaßnahmen und Schulneubauten an allgemeinbildenden und weiterführenden Schulen. Schulbaukarte