Museum für Vor- und Frühgeschichte

Link zu: Ehem. Museum für Vor- und Frühgeschichte im Langhansbau des Schlosses Charlottenburg, Foto: Alexandra Dettmann
Ehem. Museum für Vor- und Frühgeschichte im Langhansbau des Schlosses Charlottenburg, Foto: Alexandra Dettmann Bild: Bezirksamt

Das Museum für Vor- und Frühgeschichte befand sich von 1960 bis zum April 2009 im Langhansbau des Schlosses Charlottenburg , dem ehemaligen Schlosstheater. Am 24.4.2009 wurde ein Abschiedsfest gefeiert. Nach einer mehrmonatigen Schließung wird die Schausammlung im rekontruierten Neuen Museum auf der Museumsinsel wiedereröffnet.
Das Museum ist hervorgegangen aus einer Sammlung prähistorischer Altertümer im Kunstkabinett der Hohenzollern. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war es eine der drei bedeutendsten prähistorischen Sammlungen der Welt. Es befand sich seit 1921 im Martin-Gropius-Bau, seit 1931 als eigenständiges “Staatliches Museum für Vor- und Frühgeschichte”. Das Gebäude wurde im Krieg zerstört. Sämtliche Gold- und Edelmetallfunde 1945 als Kriegsbeute in die UdSSR verbracht. Die eingelagerten Bestände wurden 1956 im später abgerissenen Museum für Völkerkunde in der Stresemannstraße aufgestellt. Schließlich wurde 1960 das Museum für Vor- und Frühgeschichte im Schloss Charlottenburg eröffnet. Im Zuge der Wiedervereinigung wurde das Ost-Berliner Museum für Ur- und Frühgeschichte aufgelöst. Die Bestände wurden zusammen geführt. Heute ist es eine der größten überregionalen Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte der Alten Welt, darunter die bekannten Grabungsstücke Heinrich Schliemanns aus dem antiken Troja in Kleinasien.