Stolpersteine in Charlottenburg-Wilmersdorf

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Stolperstein Anita Frank Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Siebold

Stolpersteine sind Gedenksteine, die für Opfer des Nazi-Terrors vor deren einstigen Wohnhäusern verlegt werden. Es sind Betonwürfel, die in das Pflaster des Gehsteigs eingemauert werden, mit einer eingelassenen 10×10 cm großen Messingplatte. Darauf sind Name, das Geburtsjahr und Stichwörter zum weiteren Schicksal des Opfers eingraviert.
Erfinder der Stolpersteine ist der in Berlin geborene Künstler Gunter Demnig. Sein Projekt ist ein dezentrales Denkmal, das die Erinnerung an die Ermordeten zu jenen Orten zurückbringt, wo sie zuletzt freiwillig gelebt hatten. “Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist”, sagt Demnig.

Stolpersteine können gelegt werden für Menschen, die als Juden verfolgt wurden, für Aktive des politischen (Sozialdemokraten, Kommunisten, Gewerkschafter) und des kirchlichen Widerstands, für Homosexuelle, Roma und Sinti, Freimaurer, Zeugen Jehovas und andere Verfolgte, ebenso für Euthanasie-Opfer und Zwangsarbeiter. Zum Konzept des Künstlers gehört, dass Stolpersteine auch für Überlebende des Holocaust gelegt werden können, die als Flüchtlinge oder Emigranten ebenfalls Opfer der Verfolgung waren.

Stolpersteine liegen in mehr als 500 Orten Deutschlands und in etlichen Städten Europas. In Berlin wurden seit 1996 bis jetzt 6834 (Stand: 30.09.2016) Stolpersteine verlegt. Im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf liegen 2973 Stolpersteine (Stand: 28.09.2016).
Am 4.10.2010 wurde der 1000. Stolperstein verlegt. Den 2000. Stolperstein im Bezirk verlegte Gunter Demnig in Anwesenheit des Bezirksbürgermeisters Reinhard Naumann am 10.6.2013. Außerdem wurden auf Initiative von Wolfgang Knoll 14 Denksteine verlegt.
Eine Stolpersteine-Initiative kümmert sich in Charlottenburg-Wilmersdorf um dieses Gedenkprojekt, das vom Bezirksamt und vom Senat aktiv unterstützt wird. Für 120 Euro kann jeder Mensch eine Patenschaft für die Herstellung und Verlegung eines Stolpersteins übernehmen. Ansprechpartner ist Helmut Lölhöffel (siehe Kontaktspalte rechts).

vgl. auch