Eheregister

Ein Stammbuch aus schwarzem Leder liegt auf einem Holztisch
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  • Ausstellung von Eheurkunden und beglaubigten Registerabschriften
    für Eheschließungen der letzten 80 Jahre,
    die in den Berliner Bezirken/Stadtteilen Charlottenburg, Grunewald, Schmargendorf, Wilmersdorf und Charlottenburg-Wilmersdorf stattgefunden haben.

(z.B. nachträgliche Bestimmung eines Ehenamens, Wiederannahme des Geburtsnamens nach Auflösung der Ehe, Doppelnamenserklärung und Widerruf derselben)

  • Namenserklärungen aufgrund erstmaliger Anwendung deutschen Rechtes
    (sog. Angleichungserklärung/en) z.B. nach erfolgter Einbürgerung,

Eheschließungen in Deutschland ...

… werden seit dem 01.01.2009 nur noch im Eheregister beurkundet; die früher gebräuchlichen Familienbücher werden dafür nicht mehr angelegt. Die nach früher geltendem Recht bisher geführten Familienbücher werden aber in Teilbereichen als Eheeinträge auch weiterhin fortgeführt.

Daraus ausgestellt werden können „beglaubigte Registerauszüge“, „Eheurkunden“ und „internationale Auszüge aus den Heiratseinträgen“.

(Für Eheschließungen, die länger als 80 Jahre zurückliegen, können beglaubigte Abschriften dieser Einträge nur noch vom zuständigen öffentlichen Archiv ausgestellt werden. Landesarchiv Berlin in 13403 Berlin, Eichborndamm 115-121)

Eheschließungen im Ausland ...

… können auf Antrag im Eheregister des Standesamtes am Wohnsitz des Antragsberechtigten nachträglich beurkundet werden. Antragsberechtigte sind die Ehegatten; sind beide verstorben auch deren Eltern und Kinder. Besteht kein Wohnsitz im Inland, ist nur das Standesamt I in Berlin (13357 Berlin, Schönstedtstr. 5) zuständig.

Eine gesetzliche Pflicht zur Nachbeurkundung besteht nicht. Bei manchen Fallkonstellationen ist eine Nachbeurkundung jedoch sinnvoll, weil die ausländischen Heiratsurkunden von etlichen Behörden nicht ohne weiteres anerkannt werden und/oder die Namensführung der Ehegatten nach der Eheschließung ungeklärt ist.

Ob eine Nachbeurkundung in Ihrem Fall sinnvoll erscheint, können Sie gerne telefonisch mit der Abt. Eheregister Fortführung abklären.

Für die Nachbeurkundung werden im Regelfall mindestens folgende Unterlagen benötigt:

  • die ausländische Heiratsurkunde/Ehevertrag im Original mit vollständiger deutscher Übersetzung (durch einen für die deutsche Gerichtsbarkeit vereidigten Übersetzer).
    [Für Urkunden aus anderen Staaten ist eine Überbeglaubigung der Urkunde in Form einer Apostille oder einer Legalisation erforderlich.],
  • die gültigen Personalausweise bzw. Reisepässe beider Ehegatten,
  • aktuelle Aufenthaltsbescheinigungen aus dem Melderegister beider Ehegatten,
  • beglaubigte Geburtsregisterauszüge bzw. Geburtsurkunden beider Ehegatten,
  • falls einer der Ehegatten zuvor bereits verheiratet war:
    aktuelle beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister der letzten Ehe (erhältlich bei dem Standesamt, vor dem die Ehe geschlossen wurde) mit Nachweis über die Auflösung dieser Ehe sowie Auflösungsnachweise aller weiteren Vorehen (Scheidungs- bzw. Aufhebungsurteil/e, Sterbeurkunde/n des Ehegatten),
  • aktuelle Geburtsurkunden aller gemeinsamen Kinder.
    Auf den Urkunden muss auch der Vater eingetragen sein.

Merkblatt Eheschließungen im Ausland

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Antrag auf Nachbeurkundung einer im Ausland geschlossenen Ehe

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Erklärung zum Ehenamen

Möchten Sie einige Zeit nach Ihrer Eheschließung einen gemeinsamen Ehenamen mit Ihrem Ehegatten bestimmen oder nach der Auflösung Ihrer Ehe Ihren Geburtsnamens / früheren Ehenamen wieder annehmen oder eine Erklärung über die Führung eines Doppelnamens abgeben bzw. widerrufen, so wenden Sie sich an das Standesamt Ihres Eheschließungsortes (bei Auslandseheschließung ersatzweise an das Standesamt des Wohnsitzes) und lassen Sie sich dort beraten.

Angleichungserklärung

Richten sich Ihre bisher nach ausländischem Recht erworbenen Namen zukünftig (z.B. durch Einbürgerung) nach deutschem Recht, so können sie durch Erklärung beim Standesamt an eine in Deutschland übliche Form angeglichen werden (sog. „Angleichungserklärungen“). Dies betrifft z.B. die deutschsprachige Schreibweise von Vor- und Familiennamen, die Ablegung der „Vatersnamen“ und geschlechtsbezogene Abwandlungen von Familiennamen.

Die Abgabe dieser Erklärungen ist nur nach vorheriger Terminabsprache möglich (Tel.: 9029-13645/13648). Bitte vereinbaren Sie persönlich einen Termin unter Vorlage aller vorhandenen persönlichen Dokumente (im Regelfall für alle Betroffenen im Original: Einbürgerungsurkunde, Lichtbildbescheinigung/Personalausweis, Geburtsurkunde mit Übersetzung, ggf. Heiratsurkunde mit Übersetzung). Bei der Terminvereinbarung wird Ihnen auch erläutert, welche Unterlagen darüber hinaus – je nach Lage des Einzelfalles – zusätzlich erforderlich sind.

Zuständig ist das Geburtsstandesamt des/der Erklärenden; bei Geburt im Ausland das Standesamt der Eheschließung; bei Auslandseheschließung das Standesamt des Wohnsitzes des Erklärenden.

Namenserklärungen aufgrund des Bundesvertriebenengesetzes

Möchten Sie eine Namenserklärungen aufgrund des Bundesvertriebenengesetzes (BVFG) abgeben, so wenden Sie sich an das Standesamt Ihres Wohnsitzes und vereinbaren dort einen Termin. Bei der Terminvereinbarung wird Ihnen genau erläutert, welche Unterlagen für Ihre gewünschte Erklärung erforderlich sind.

Alle anderen Namensänderungen ...

… fallen ausschließlich in den Zuständigkeitsbereich der Namensänderungsbehörde Ihres Wohnsitzbezirkes.

In den meisten Bezirken wird diese Aufgabe vom Rechtsamt des Bezirkes wahrgenommen; teilweise haben die zuständigen Mitarbeiter ihren Dienstsitz mit im Standesamt des Bezirkes. Bitte lassen Sie sich dort beraten.