Gedenktafel für Charlotte Salomon

Die Bronzetafel am Haus Wielandstraße 15 wurde vom Landesjugendring Berlin angebracht

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Gedenktafel für Charlotte Salomon, 6.11.2012 Bild: Bezirksamt, KHMM

IN DIESEM HAUSE LEBTE
CHARLOTTE SALOMON
VON IHRER GEBURT AM 16. APRIL 1917
BIS ZUR FLUCHT AUS DEUTSCHLAND
IM JANUAR 1939
1943 WURDE SIE NACH AUSCHWITZ
DEPORTIERT
VERGESST SIE NICHT
LANDESJUGENDRING BERLIN

Charlotte Salomon wurde am 16.4.1917 in Berlin geboren. Sie besuchte das Charlottenburger Fürst-Bismarck-Gymnasium, das sie 1933 wegen antisemitischen Schikanen verließ. 1936/37 konnte sie die Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst besuchen. Für ihr Bild bei einem Malwettbewerb erhielt sie den ersten Preis, musste die Schule aber trotzdem im Wintersemester 1937/38 verlassen. Im Januar 1939 emigrierte sie zu ihren Großeltern nach Südfrankreich. Bei Kriegsbeginn nahm sich ihre Großmutter das Leben. Sie wurde gemeinsam mit ihrem Großvater in Frankreich interniert, kam wieder frei und lebte in Nizza, wo sie ihren Bilderzyklus “Leben oder Theater …?” schuf. Im Oktober 1943 wurde sie nach Auschwitz deportiert, wo sie vermutlich am 12.10.1943 ermordet wurde.