Ottilie-von-Hansemann-Haus

Ottilie-von-Hansemann-Haus (rechts), 14.7.2010
Ottilie-von-Hansemann-Haus (rechts), 14.7.2010 Bild: Bezirksamt, KHMM

Baudenkmal.
Das Haus wurde 1914-15 von Emilie Winkelmann , der ersten selbständigen Architektin Deutschlands, errichtet. Es entstand unter dem Protektorat von Kaiserin Auguste Viktoria dank der Privatinitiative von Ottilie von Hansemann als Studentinnenheim nach dem Vorbild englischer Frauencolleges und bot Lernen und Wohnen unter einem Dach. In direkter Nachbarschaft zur Technischen Universität und zu den beiden Kunsthochschulen bot es Platz für 100 Studentinnen.

Tribüne im Ottilie-von-Hansemann-Haus, 14.7.2010
Tribüne im Ottilie-von-Hansemann-Haus, 14.7.2010 Bild: Bezirksamt, KHMM

Angeboten wurden wissenschaftliche Vorbereitungskurse für Ergänzungsexamen für Oberlyzeal-Abiturientinnen und Pädagogikkurse zur Vorbereitung auf den Lehrberuf. Es gab mehrere Gemeinschaftsräume, einen Speise-, Turn- und Festsaal mit Bühne, sowie eine Bibliothek mit Lesesaal. Daneben standen den Studentinnen Wohnräume, jeweils mit Balkon und für musikstudierende Hochschülerinnen solche mit Schalldämmung, zur Verfügung.
Ab 1945 wurde das Haus als Behelfskrankenhaus und Altersheim genutzt, ab 1957 wieder als Studentinnenwohnheim, danach von der Deutschen Bank als Verwaltungsgebäude. Im Haus befand sich das Theater ‘Tribüne’ , das im August 2011 geschlossen wurde. Ab Ende 2014 wurde das Haus von Investor Dirk Germandi saniert. Am 17.12.2016 wurde das Haus und die zwei Neubauten mit insgesamt 97 Wohnungen wieder eröffnet, denn “das Haus wurde zu Wohnzwecken errichtet, und genau diesen Zweck soll das Gebäude nach Jahrzehnten der Büronutzung nun wieder erfüllen”, so Germandi.