Technische Universität Berlin

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Blick auf den Campus der TUB, nördlich und südlich der Straße des 17. Juni, 20.4.2010 Bild: Bezirksamt, KHMM

Gesamtanlage unter Denkmalschutz
Die Technische Universität Berlin ist hervorgegangen aus verschiedenen Vorgängereinrichtungen: 1770 gründete Friedrich II. die Bergakademie, 1799 wurde die Bauakademie und 1821 die Gewerbeakademie gegründet. 1879 entstand durch Verschmelzung von Bau- und Gewerbeakademie die Königlich Technische Hochschule, die an die Peripherie der damals selbständigen Stadt Charlottenburg verlagert wurde. 1916 wurde die Bergakademie eingegliedert.

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Das Hauptgebäude der TUB, 20.4.2010 Bild: Bezirksamt, KHMM

Am 2.2.1950 eröffnet die Technische Hochschule eine Humanistische Fakultät und wird damit zur Technischen Universität. Heute größte TU Deutschlands mit rund 30.000 Studenten. Neben Ingenieur- und Naturwissenschaften Planungs-, Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, seit 1982 Zentrum für Antisemitismusforschung
Seit 1878 wurde das Hochschulviertel südlich der heutigen Straße des 17. Juni aufgebaut und sukzessive erweitert, seit 1958 auch nördlich der heutigen Straße des 17. Juni.

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TU-Berlin, Hauptgebäude mit Seitenflügel, 17.7.2012 Bild: Bezirksamt, KHMM

1878-1884 errichteten Richard Lucae, Friedrich Hitzig und Julius Raschdorff ein monumentales Hauptgebäude im Stil der italienischen Hochrenaissance um fünf Innenhöfe. Der Bau der damaligen Technischen Hochschule Charlottenburg wurde am 1.11.1884 in Anwesenheit des Kaisers feierlich eingeweiht. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Während der Seitenflügel und der rückwärtige Teil, sowie drei der Innenhöfe weitgehend rekonstruiert wruden, errichtete Kurt Dübbers 1965 einen Neubau des Nordflügels (Hauptfront) als aluminiumverkleideten zehngeschossigen Hochhausbau mit vorgelagertem fensterlosen Auditorium Maximum.

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TU-Berlin, Hauptgebäude mit Audimax, 17.7.2012 Bild: Bezirksamt, KHMM

Ende des 19. Jahrhunderts wurde das damalige Chemische Laboratorium (heute Institut für Chemie) im Stil Florentiner Palazzi errichtet, 1929-31 das Alte Physikgebäude von Otto Weißberger und Fritz Schirmer.
Das Architekturgebäude schuf 1963-68 Bernhard Hermkes, den zugehörigen Flachbau Hans Scharoun. Der Gesamtkomplex wurde 1991-93 asbestsaniert. Die Fassade wurde vollständig erneuert.
Das Institut für Mathematik und EDV-Grundausbildung (heute Mathematik-Gebäude) wurde 1976-83 von Kohlmaier & Sartory gebaut.

Bildvergrößerung: TU, Institut für Chemie, 17.8.2012
TU, Institut für Chemie, 17.8.2012 Bild: Bezirksamt, KHMM

Die Technische Universität stand zwischen 1968 und 1978 mehrmals im Mittelpunkt der Studentenbewegung. Am 17.2.1968 rief Rudi Dutschke hier auf dem Internationalen Vietnamkongress die Weltrevolution aus. Vom 27. bis zum 29.1.1978 veranstaltete die Spontibewegung hier ihren legendären Tunix-Kongress
Am 15.5.2013 beschloss der Akademische Senat eine neue Grundordnung mit einer Viertelparität des erweiterten Senats, bei der erstmals die Professoren ihre Mehrheit verlieren. Professorenschaft, Studierende, akademische und nicht akademische Mitarbeiter stellen jeweils 15 der 60 Mitglieder.