Berliner Ensemble

Berliner Ensemble

Von Brecht bis Reese: Politisches Theater mit Tradition agiert im Regierungsviertel als „Speerspitze der Aufklärung“.

Berliner Ensemble

© Moritz Haase

Aufgrund der Corona-Pandemie gelten in Berlin umfangreiche Beschränkungen sowie Abstands- und Hygieneregeln. Veranstaltungen im Freizeit- und Unterhaltungsbereich dürfen bis zum Ablauf des 07. März 2021 nicht stattfinden. Museen, Galerien und weitere Kultureinrichtungen dürfen bis zum genannten Zeitpunkt nicht öffnen. Weitere Informationen »

Zur Fotostrecke »

Auch wenn die Kritiker mäkeln, das Berliner Ensemble (BE) ist stets gut besucht. Das hat viel mit seinem Gründer zu tun: Bertolt Brecht. Der Dramatiker machte das Theater am Schiffbauerdamm weltbekannt und zum legendärsten in Berlin. Hier wurde 1928 die „Dreigroschenoper“ uraufgeführt, mit der Brecht über Nacht berühmt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg zog er mit dem 1949 von ihm und Helene Weigel gegründeten Berliner Ensemble an den Schiffbauerdamm, wo er Modellinszenierungen seiner eigenen Werke entwickelte.

Die Ära Peymann am Berliner Ensemble

Von 1999 bis 2017 führte Claus Peymann das Zepter an dem wohl berühmtesten Theaterhaus der Stadt. Der streitfreudige Regisseur sah sich als „Bewahrer der alten Dramatiker“, also als eine Art Museumsdirektor. Manche meinen, das hätte man seinen ästhetisch altbackenen Inszenierungen auch angesehen. Peymann selbst beschrieb sein Konzept als „Theater gegen den Zeitgeist, verbunden durch eine gemeinsame politische und ästhetische Idee“.
An die Ära Brecht wollte Peymann gerne anknüpfen, obwohl der Autor nicht zu seinen Favoriten zählte. Auch für Heiner Müller, der in den 1990er-Jahren Intendant am BE war und dessen legendäre „Arturo Ui“-Inszenierung immer noch gespielt wird, sah es nicht gut aus: Müllers Stücke konnte Peymann überhaupt nicht leiden. Er inszenierte lieber Werke österreichischer Autoren wie Thomas Bernhard und Peter Handke. Es war ein Theater, das sich explizit politisch versteht, aber ästhetisch niemanden mehr irritiert. „Musterexponate des Museums für politisches Theater“, nannte das das Fachblatt „Theater heute“.

Auf Claus Peymann folgt Oliver Reese

Oliver Reese, ehemaliger Intendant des Schauspiels Frankfurt, wurde Nachfolger von Claus Peymann am Berliner Ensemble (BE). Reese hat offiziell zum 1. August 2017 die Leitung des BE übernommen. Der 77-jährige Peymann leitete das einstige Brecht-Theater am Schiffbauerdamm seit 1999. Mit dem Start der Intendanz von Oliver Reese möchte das Haus den Fokus wieder verstärkt auf zeitgenössische Texte und Themen legen. Im Zentrum seines ersten Spielplans stehen neben den Werken von Brecht vor allem aktuelle Stoffe und zeitgenössische Stücke lebender Autoren.

Berliner Ensemble: Aktuelle Veranstaltungen und Tickets

BE Haus Einblicke
Moritz Haase

EINBLICKE: OPEN SPACE ONLINE

Für alle, die Lust haben das Theaterspielen auch von Zuhause aus kennenzulernen und selbst auszuprobieren, gibt es den Workshop EINBLICKE: OPEN SPACE ONLINE. Wir testen das Improvisieren, fokussieren auf... mehr

Online bestellen
BEWALK2_BirteZellentin.jpg
Birte Zellentin

BE Walk Spezial

Möchten Sie mit uns spazieren gehen? Um mit Ihnen auch jetzt im Gespräch zu bleiben, lädt das Berliner Ensemble Sie zu einem gemeinsamen Spaziergang auf Distanz ein. Gemeinsam, da Sie übers Telefon dabei... mehr

Online bestellen

Berliner Ensemble

Adresse
Bertolt-Brecht-Platz 1
10117 Berlin
Telefon
030 28 40 81 55
Internetadresse
www.berliner-ensemble.de

Nahverkehr

S-Bahn
U-Bahn
Bus
Tram
Regional­bahn

Aktualisierung: 23. Oktober 2019