Union Berlin setzt auf Endspiel gegen Prag

Union Berlin setzt auf Endspiel gegen Prag

Über die Zwischenstation in Haifa will Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin in der Gruppenphase der Conference League ein Endspiel am letzten Spieltag erzwingen. «Es geht um was. Wir wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen», sagte Union-Trainer Urs Fischer vor der vorletzten Partie in der Gruppe E bei Maccabi Haifa am Donnerstag (18.45 Uhr/RTL+). Union ist mit drei Punkten Tabellenletzter, hätte aber selbst bei einem Remis im Sammy Ofer Stadion in Haifa noch die Chance auf die K.o.-Runde - wenn zeitgleich Sparta Prag bei Feyenoord Rotterdam nicht gewinnt.

Urs Fischer

© dpa

Unions Trainer Urs Fischer.

Dass eine Entscheidung über das Weiterkommen erst im letzten Spiel gegen den tschechischen Traditionsverein am 9. Dezember fallen wird, nimmt den Berlinern allerdings keine Last am Mittelmeer. «Ich glaube nicht, dass der Druck weg ist. Wir setzen uns den Druck auch selber auf, dass wir das Spiel erfolgreich bestreiten können», sagte Fischer.
Bestätigt wird der Coach durch die gehobenen Ansprüche der Mannschaft. «Unser Ziel ist es, in die nächste Runde zu kommen. Wir müssen noch zwei Spiele gewinnen», sagte Mittelfeldspieler Genki Haraguchi über die gewachsenen Ansprüche im internationalen Geschäft, während der aktuelle Bundesliga-Tabellenfünfte in der nationalen Liga lediglich den Klassenerhalt als Ziel proklamiert.
Fischer setzt 120 Kilometer entfernt von Tel Aviv dabei voll auf Angriff. «Wir werden uns sicher eine Taktik zurechtlegen und versuchen, das Spiel erfolgreich zu gestalten», sagte der Schweizer, der allerdings nur mit einer ausgedünnten Truppe am Mittwoch Richtung Israel geflogen war.
Stürmer Kevin Behrens (bislang zwei Europacuptore) fehlt weiterhin wegen seiner Corona-Infektion. Christopher Trimmel und Cedric Teuchert sind nach ihren Platzverweisen bei der 1:2-Heimniederlage gegen Rotterdam gesperrt. Dagegen kann Fischer wohl auf die Verteidiger Timo Baumgartl und Paul Jaeckel setzen.
Trotz bisher nur einem Sieg beim 3:0 im Hinspiel gegen Haifa ist der Trainer nicht unzufrieden mit der internationalen Visitenkarte seiner Truppe: «Wir hatten nicht so einen guten Auftritt in Rotterdam, sonst hat es die Mannschaft nicht schlecht gemacht. Es sind auch Mannschaften, die du nicht so kennst. In der Bundesliga kennst du jeden, weißt, was dich erwartet. Zu sagen, es war nicht reif, das sehe ich ein bisschen anders.»
Reife zeigen können die Mannschaft und die rund 600 Unterstützer aus Berlin auch abseits des Rasens angesichts der antisemitischen Vorfälle und Angriffe auf Fans des israelischen Meisters im Hinspiel. «Es findet keiner gut. Es wurde deutlich angesprochen», hatte Fischer die tätlichen Übergriffe verurteilt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 24. November 2021 11:03 Uhr

Weitere Nachrichten zu Union Berlin