Trimmler: «Schwierig, das in der nächsten Saison zu toppen»

Trimmler: «Schwierig, das in der nächsten Saison zu toppen»

Kapitän Christopher Trimmel warnt nach der bisher guten Saisonleistung vor zu hohen Erwartungen an den 1. FC Union. «Man muss schon sagen, dass wir in dieser Saison Außergewöhnliches geleistet haben», sagte der 34-Jährige auf «rbb24.de». In der zweiten Saison in der Fußball-Bundesliga kämpfen die Eisernen noch um einen europäischen Startplatz. «Aber ich glaube auch, dass man ein paar Menschen bremsen muss. Es wird sehr, sehr schwierig, das in der nächsten Saison zu toppen», betonte Trimmel.

Christopher Trimmel

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Christopher Trimmel von Union Berlin

Zunächst aber will der österreichische Nationalspieler mit dem aktuellen Tabellenachten den Kampf um Europa fortsetzen. «Die Ausgangslage ist schwierig, aber ich glaube, in den letzten drei Spielen gibt es keine einfache Ausgangslage», sagte Trimmel, «aber unser Programm mit Wolfsburg, Leverkusen und Leipzig, das hört sich nicht so einfach an, so ehrlich bin ich schon. Wir wissen, dass wir bei allen drei Gegnern einen sehr guten Tag brauchen.» Je nach Ausgang des Pokalfinales könnte der siebte Platz für eine Qualifikation für die neu geschaffene Conference League reichen.
Aufgrund der Coronavirus-Pandemie schaut Trimmel auch über den Fußball hinaus und weiß die Privilegien der Profifußballer richtig einzuordnen. «Ich sehe es ja sogar in meiner Straße hier in Berlin. Da kämpft ein Geschäft nach dem anderen ums Überleben. Ich kenne die meisten Leute persönlich und versuche, da auch zu helfen. Wenn man mitbekommt, dass es um Existenzen geht, wird einem schon anders», sagte der Rechtsverteidiger, «dann schätzt man es umso mehr, dass man seinen Beruf weiterhin ausüben darf».
Zwar könne der Fußball «den Menschen in dieser sensiblen Zeit» viel zurückgeben und für die Fans eine willkommene Abwechslung sein. «Aber man muss aufpassen, wo die Grenze ist, und ich glaube, dass wir die Grenze manchmal überschritten haben», sagte Trimmel. «Die Krönung war die Super League. Bei der Reaktion hat man die Kraft und die Macht der Fußballfans und der Fußballromantiker gespürt. Da bin ich froh, dass diese Seite des Fußballs gewonnen hat.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 28. April 2021 11:32 Uhr

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