Luthe gegen Karius vorn: Aber Fischer schürt Konkurrenz

Luthe gegen Karius vorn: Aber Fischer schürt Konkurrenz

Ein bisschen Ärger bei den Spielern und erst einmal weiter mit Andreas Luthe als Nummer eins. Das ist die Quintessenz eines Union-Auftritts bei Schalke 04, der den weiteren Reifeprozess der Eisernen zeigt, aber zugleich vor zu frühzeitigem Optimismus warnt.

Berlins Trainer Urs Fischer

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Berlins Trainer Urs Fischer.

«Absolut», sagte Torschütze Marvin Friedrich auf die Frage, ob er sich über den verpassten Sieg am Sonntagabend (18. Oktober 2020) ärgert würde: «Ich finde, dass wir die bessere Mannschaft waren.»
Trainer Urs Fischer hob nach dem 1:1-Ausgleich der Gastgeber hervor, dass sein Team nicht ins Wackeln kam: «Die Mannschaft ist cool geblieben und hat es konsequent zu Ende gespielt.» Mit fünf Punkten in vier Liga-Spielen liegt der 1. FC Union Berlin absolut im Soll.
Die Diskussionen am Tag danach drehten sich weiter um das Torwart-Duell Andreas Luthe kontra Loris Karius. Fischer will sich auf die endgültig Stammkraft weiterhin nicht festlegen, sieht aber derzeit Luthe in der besseren Position. Liverpool-Leihgabe Karius war auch auf Schalke nur Ersatz. «Ein Torwart ist etwas anderes als ein Feldspieler. Im Feld hat man eher Rotation. Im Moment haben wir uns festgelegt. Andi Luthe hat fünf Mal gespielt», sagte Fischer am Montag.
«Ich habe mich natürlich gefreut», sagte der Ex-Augsburger Luthe zu Fischers Entscheidung in Gelsenkirchen. Allerdings wollte der Schweizer Trainer auch keine Garantie dafür geben, dass in der nächsten Heim-Partie am Samstag gegen den SC Freiburg Luthe wieder im Tor steht: «Ich weiß nicht, was unter der Woche geschieht.»
Der Ex-Augsburger Luthe hat einen großen Anteil am guten Saisonstart, machte Fischer deutlich: «Wenn es um die Entscheidung geht, hat es Andi bisher wirklich echt gut gemacht. Ich empfand unsere Auftritte stabil. Da gehört der Torwart dazu.» Karius müsse sich aber «Hoffnung machen und sich mit guter Arbeit zeigen», forderte der Coach zum Konkurrenzkampf auf. «Das schauen wir uns ganz genau an. Für das letzte Spiel war meine Aussage klar und deutlich. Es wird auch beim nächsten Spiel am Schluss eine Entscheidung des Trainers geben.»
«Er soll Leistung zeigen und dann sehen wir, wo es hingeht», hatte Fischer schon unmittelbar nach dem Spiel in Gelsenkirchen Richtung Karius gesagt. Der 27-Jährige hat sich natürlich nicht vom FC Liverpool nach Berlin-Köpenick ausleihen lassen, um auf der Bank zu sitzen: «Es ist ganz klar mein Anspruch zu spielen.» Das letzte Bundesliga-Spiel des 27-Jährigen datiert vom 14. Mai 2016. Damals trat er mit seinem früheren Verein Mainz 05 gegen Unions Stadtrivalen Hertha BSC an (0:0). Jetzt braucht er erst einmal Geduld.
Luthe und seine Kollegen hatten sich schon ein wenig geärgert, dass sie aus der besseren Spielanlage und dem Chancenübergewicht nicht drei Punkte machen konnten. «Es ist in Ordnung, ich ärgere mich trotzdem», bemerkte der vor Saisonbeginn vom FC Augsburg gekommene Torwart. Fischer dagegen wollte nicht klagen, für ihn war der Punktgewinn eine weitere Bestätigung seines Kurses: «Mit dem Motto der letzten Saison, von Spiel zu Spiel denken, sind wir gut gefahren.» Deshalb gelte alle Konzentration nun dem Spiel gegen den SC Freiburg und nicht gleich den Erwartungen in den kommenden Wochen.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 19. Oktober 2020 16:15 Uhr

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