HSV hält Unions Vorschlag für «sehr schwer durchführbar»

HSV hält Unions Vorschlag für «sehr schwer durchführbar»

Beim Fußball-Zweitligisten Hamburger SV stößt der Plan von Bundesligist Union Berlin auf Vollauslastung der Stadien bei vorherigen Corona-Tests für alle Zuschauer auf Skepsis. «Ich halte den Vorstoß von Union Berlin in der Form und zum jetzigen Zeitpunkt für nur sehr schwer durchführbar», sagte HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein dem «Hamburger Abendblatt» (Montag). «Rechnet man die Idee aus Berlin auf den gesamten Profifußball hoch, müssten jedes Wochenende 500 000 Menschen getestet werden», sagte Wettstein.

Frank Wettstein

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Frank Wettstein, der Finanzvorstand des HSV.

«Natürlich würden wir uns freuen, wenn auch beim HSV wieder Zuschauer ins Stadion dürften. Es wäre ein Schritt zurück in die Normalität», sagte Wettstein. Bei Einhaltung des Sicherheitsabstands gibt der HSV in seiner 57 000 Zuschauer fassenden Arena eine mögliche Auslastung von 15 000 bis 25 000 Zuschauern an. Die Ticketeinnahmen könnten laut Wettstein jedoch vermutlich nur die Zusatzkosten decken, die durch Wärmebildkameras und personalisierte Tickets entstehen. Ein weiterer Knackpunkt: «Die größten organisatorischen Baustellen sind aus meiner Sicht aber die Anreise der Fans und die Einlasskontrollen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 13. Juli 2020 11:26 Uhr

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