Hoffmann setzt auf Unions «Spielweise»

Hoffmann setzt auf Unions «Spielweise»

An sein letztes Spiel als Chef an der Seitenlinie konnte sich Markus Hoffmann gar nicht erinnern. Vor zehn Jahren müsse das gewesen sein, meinte der Co-Trainer von Urs Fischer beim 1. FC Union Berlin. Am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) rückt der 47 Jahre alte Österreicher in die erste Reihe - ausgerechnet beim Bundesliga-Neustart gegen den FC Bayern München.

Union Berlins Aushilfstrainer Markus Hoffmann

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Union Berlins Aushilfstrainer Markus Hoffmann .

Aber als Chefcoach empfindet er sich nicht - nur als Ersatzmann. In Verbindung mit Fischer wird er dennoch nicht stehen. «Während des Spiels wird es keinen Kontakt geben», sagte Hoffmann bei der virtuellen Pressekonferenz des Fußball-Bundesligisten am Samstag. Unter der Woche habe man sich aber regelmäßig ausgetauscht.
Der Aufsteiger trifft am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) im Stadion an der Alten Försterei zur Saisonfortsetzung auf den deutschen Rekordmeister. Fischer fehlt den Eisernen, weil er wegen eines Trauerfalls in der Familie das Qurantäne-Trainingslager verlassen hatte und noch zwei negative Corona-Test nachweisen muss. Am Dienstag, so hofft man bei Union, wird Fischer wieder das Training leiten können und somit auch im Derby gegen Hertha BSC am kommenden Freitag wieder dabei sein.
Hoffmann sieht der Aufgabe gegen München mit Respekt, aber nicht ohne Hoffnung entgegen. «Die Bayern zu überraschen, ist nicht möglich, mit der Erfahrung, die deren Spieler haben. Die haben schon alles erlebt», sagte der Co-Trainer. Union müsse sich deshalb auf «seine Spielweise konzentrieren.» Seine eigene Bayern-Erfahrung hat Hoffmann auch schon gemacht. Als Co-Trainer des FC Basel im Achtelfinale der Champions League 2012. Dem 1:0 im Hinspiel folgte eine 0:7-Packung in München.
Hoffmann bedauert die Geisteratmosphäre an der Alten Försterei, ist sich aber sicher, dass die Bayern auch lieber vor Fans spielen würden. Union wird auf ein größeres Rahmenprogramm verzichten. Lediglich zum Einlaufen der Teams wird die Hymne erklingen. Man wolle keine «Normalität simulieren, wo keine Normalität ist», sagte Medienchef Christian Arbeit am Samstag, der somit auch nicht als Stadionsprecher agieren wird. Zaunfahnen der Fans wird es auch nicht geben.
Eindringlich wies Union nochmals daraufhin, dass Fan-Ansammlungen außerhalb des Stadions untersagt sind. Man habe aber auch keine Hinweise aus der Szene, dass diese geplant seien. «Es wird nicht möglich sein, in die Nähe des Stadions zu kommen», sagte Arbeit. Die Alte Försterei ist abgeriegelt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 16. Mai 2020 17:16 Uhr

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