Union mit großer Aufstiegschance

Union mit großer Aufstiegschance

Dieser Sieg gibt Mut für den Endspurt im Aufstiegsrennen. Nach dem 2:0 gegen den HSV geht der 1. FC Union mit neuem Selbstbewusstsein ins Saisonfinale. Das Restprogramm spricht für die Berliner.

1. FC Union Berlin

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Unions Spieler Sebastian Andersson, Grischa Prömel und Christopher Lenz (l-r.) nach dem Spiel gegen den Hamburger SV. Foto: Andreas Gora

Die Hochrechnung für den ersehnten Weg in die Bundesliga ist relativ simpel. Durch den Sprung auf Platz drei hat der 1. FC Union Berlin im Aufstiegs-Endspurt zumindest das Erreichen der Relegation wieder in eigener Hand - und darf sogar auf mehr hoffen. «Wenn wir jedes Spiel so spielen, sind wir minimal Dritter», frohlockte Keeper Rafal Gikiewicz nach dem elementar wichtigen 2:0-Erfolg über den direkten Konkurrenten Hamburger SV. Die ganze Fußball-Saison sei wie ein Marathon, «jetzt sind es sind noch drei Sprints.»
Diese anstehenden Kurzstreckenläufe erscheinen dabei durchaus machbar. In den beiden Auswärtspartien beim SV Darmstadt 98 an diesem Sonntag und beim VfL Bochum am letzten Spieltag stehen Duelle mit Kontrahenten an, für die es tabellarisch um nicht mehr viel geht. Im letzten Heimspiel ist Abstiegskandidat 1. FC Magdeburg zu Gast.
Und auch deshalb richtete Gikiewicz den Blick auf den Tabellenzweiten SC Paderborn und den punktgleichen HSV als neuem Vierten. Die zwei Kontrahenten treffen noch am 33. Spieltag aufeinander und stehen damit nun unter erhöhtem Druck. «Beide Mannschaften brauchen Punkte, wenn wir alle drei Spiele gewinnen», sagte der starke Pole. Sobald Paderborn strauchelt, wäre der Weg für die Köpenicker zum direkten Aufstieg frei.
Nach zuvor fünf sieglosen Spielen war die Erleichterung im Stadion An der Alten Försterei spürbar. Die Verunsicherung der vergangenen Partien scheint vorerst verschwunden. «Wenn du Angst hast, verlierst du. Wir haben heute gezeigt, dass wir keine volle Hose haben», sagte Gikiewicz.
Anders als bei den vorigen Auftritten nutzte Union in der zweiten Halbzeit seine Chancen, bremste den HSV mit großer Kompaktheit im Mittelfeld aus, dominierte nach einer Wackelphase Mitte des ersten Abschnitts. «Die letzten drei Spiele müssen wir genauso angehen wie heute», forderte Grischa Prömel, der mit seinem Traumtor zum 2:0 für die endgültige Entscheidung sorgte. «Mit der Einstellung, mit der Energie ist es schwer, uns zu schlagen.»
Angesichts der vorherigen Misere hatten sich die Köpenicker mit einem Kurz-Trainingslager im Olympischen Trainingszentrum Kienbaum auf den Aufstiegsgipfel eingeschworen. «Wir haben etwas mehr Zeit miteinander verbracht, als wir es eh schon tun», lobte Prömel die Maßnahme. «Das war eine gute Sache.» Dass er selbst mit bandagiertem linken Knöchel nach einem hartem Einsteigen des Gegners während der Schlussphase in den Katakomben stand, kommentierte der Mittelfeldspieler erst süffisant («Der große HSV ist frustriert») und dann mit breiter Brust: «Wunden heilen, der Stolz bleibt.»
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 29. April 2019 14:35 Uhr

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