1. FC Union zurück im Alltag

1. FC Union zurück im Alltag

Union Berlin erlebt sein Déjà-vu im DFB-Pokal. Wie vor zwei Jahren kratzten die Eisernen an der Sensation. Der Stolz auf die eigene Leistung soll nun zur Motivation für den Zweitliga-Alltag werden.

Borussia Dortmund - 1. FC Union Berlin

© dpa

ortmunds Marco Reus (2.v.l.) und Unions Simon Hedlund, Florian Hübner und Grischa Prömel (l-r) versuchen an den Ball zu kommen.

Der Frust nagte noch lange. Wie schon vor zwei Jahren hatte der 1. FC Union den großen Favoriten Borussia Dortmund in dessen Stadion an den Rang des Pokal-Ausscheidens gebracht. Erst in der Nachspielzeit der Verlängerung schaffte Nationalspieler Marco Reus mit einem verwandelten Foulelfmeter doch noch den 3:2-Sieg für den Bundesliga-Spitzenreiter BVB.
Die rund 8000 mitgereisten Union-Fans feierten ihre Kicker dennoch. «Wir haben gesehen, dass wir auch gegen einen Spitzenmannschaft sehr gut arbeiten können. Da gehört viel Disziplin und Mut dazu. Wir machen vorn zwei Tore und wir hatten noch Riesenmöglichkeiten», sagte Kapitän Christopher Trimmel.
Vor allem dieses Gefühl wollen die Eisernen nun mitnehmen in den Zweitliga-Alltag. «Ich kann der Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Wir können stolz sein. Man hat gesehen, wie weit wir sind. Es ist wichtig, dass wir in der Liga daran anknüpfen», betonte Trimmel.
«Die Freude und der Stolz überwiegen», erklärte Trainer Urs Fischer. Am Sonntag (13.30 Uhr) bei Jahn Regensburg wollen die Berliner, die in Dortmund erstmals in dieser Saison ein Pflichtspiel verloren, zumindest in der Meisterschaft die Ungeschlagen-Serie fortsetzen. «Ich bin überzeugt, dass die Jungs am Sonntag bereit sind», sagte der Schweizer Fischer nach der Pokalschlacht vor 72 732 Zuschauern im Signal Iduna Park, obwohl die Regenerationszeit knapp ist.
Angesichts des großen Kaders bietet sich eine Rotation an. Erster Anwärter für einen Platz in der Startelf dürfte Sebastian Polter sein. Der in Dortmund nach einer Stunde eingewechselte Angreifer ließ alle Unioner mit seinen beiden Toren zum 1:1 (63.) und 2:2 (88.) lange von der Sensation träumen. «Ich habe gehofft, dass ich mit einem Torerfolg länger spielen kann. Es hat geklappt. Ich bin über jede Spielzeit froh», sagte Polter. «60 Minuten sind auch gut für mich. Und Tore geben immer Selbstvertrauen.»
Wer weiß, was passiert wäre, wenn Simon Hedlund in der mit offenem Visier geführten Overtime seine Chance zum 3:2 genutzt hätte. Am Ende blieb nach dem Strafstoß von Reus, dem ein mit Gelb-Rot geahndetes Foul von Marvin Friedrich an Axel Witsel voranging, erstmal nur die große Leere. Die soll aber nicht bleiben. «Wenn das ein bisschen verarbeitet ist, wird der Stolz vorhanden sein, dass man eine gute Leistung gezeigt hat», bemerkte Chefcoach Fischer.
Fans von Union Berlin
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 1. November 2018 11:36 Uhr

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