Union gegen Paderborn: 0:0 reicht nicht für Spitze

Union gegen Paderborn: 0:0 reicht nicht für Spitze

Gemischte Gefühle bei Union Berlin: Wieder nicht verloren und doch eine große Chance vergeben. Auch beim 0:0 beim SC Paderborn reicht es nicht zum Sieg.

SC Paderborn 07 gegen 1. FC Union Berlin

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Paderborns Sebastian Vasiliadis (l) im Kampf um den Ball mit Manuel Schmiedebach (r) aus Berlin.

Paderborn (dpa/bb) - Der 1. FC Union Berlin hat den möglichen Sprung an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga mit dem nächsten Unentschieden verpasst. Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer kam am Sonntag beim heimstarken Aufsteiger SC Paderborn nicht über ein 0:0 hinaus, bleibt aber als einziges Zweitliga-Team nach dem 10. Spieltag ungeschlagen.
Vor 11 336 Zuschauern in der Benteler-Arena lieferten sich beide Teams eine temporeiche Partie, strahlten aber nur wenig Torgefahr aus. Nach dem schon sechsten Remis bleiben die Berliner mit zwei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter 1. FC Köln in Lauerstellung und sind nun Tabellendritter. «Wir müssen uns offensiv noch verbessern», sagte Kapitän Christopher Trimmel. «Dass wir zu Null gespielt haben, damit können wir zufrieden sein. Wir hätten aber mehr Chancen kreieren und ruhiger spielen müssen.»
Für Union war es die fünfte Punkteteilung in den vergangenen sieben Spielen. Die Paderborner vom früheren Union-Profi Steffen Baumgart sind mit 16 Zählern weiterhin gut im Soll.
Union bewies, warum es mit sieben Gegentoren die weiterhin beste Verteidigung der Liga hat. Doch zum wiederholten Male konnte die Offensive den Stoßstürmer Sebastian Andersson lange Zeit nicht entscheidend in Szene setzen. Die beste Möglichkeiten zum Siegtreffer vergab der Schwede nach dem Wechsel. Andersson scheiterte erst am herausstürzenden SC-Keeper Leopold Zingerle (68.). Eine Minute später klatschte sein Kopfball an die Latte.
«Wir hatten zwei oder drei sehr große Möglichkeiten in Führung zu gehen, Paderborn hatte in den 90 Minuten keine klare Chance», sagte Union-Coach Fischer. «Von daher nervt es mich auch ein bisschen, dass wir die drei Punkte nicht mitnehmen.»
Der Schweizer hatte seine Startelf im Vergleich zum 1:1 gegen den FC Heidenheim, als Torhüter Rafal Gikiewicz den späten Ausgleich erzielt hatte, auf zwei Positionen verändert. Ex-Kapitän Felix Kroos und Linksverteidiger Christopher Lenz rückten für Robert Zulj und Ken Reichel in die Startelf.
Die daheim weiter unbesiegten Ostwestfalen waren zunächst das etwas aktivere Team, konnten sich aber wie die Berliner bis zur Pause keine echte Torchance herausarbeiten. Viel spielte sich im Mittelfeld ab, wo sich beide Mannschaften zweikampfstark präsentierten und neutralisierten.
Auch nach dem Wechsel änderte sich das Bild wenig, weil Paderborn und Union nicht das letzte Risiko wagten. Die Berliner vergaben ihre wenigen Chancen. Auch die späte Einwechslung von Sebastian Polter zehn Minuten vor Schluss sorgte nicht mehr für den entscheidenden Offensivdrang.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 22. Oktober 2018