Drittes Remis in Serie: Union Berlin tritt «auf der Stelle»

Drittes Remis in Serie: Union Berlin tritt «auf der Stelle»

Nicht verloren, aber auch wenig gewonnen. Union Berlin gibt beim 1:1 in Bielefeld erneut eine Führung aus der Hand. Beim Heimspiel gegen Kiel will es die Mannschaft von Trainer Urs Fischer besser machen.

Berlin (dpa) - Das dritte Unentschieden in Serie sorgt beim 1. FC Union Berlin für mehr Frust als Freude. Auch beim 1:1 (1:0) bei Arminia Bielefeld kamen die Köpenicker am Samstag nicht über ein Remis hinaus und gaben wie schon gegen den MSV Duisburg (2:2) eine Führung aus der Hand. «Die Unentschieden bringen uns nicht so viel weiter. Es ist immer noch besser als eine Niederlage. Aber mit dem Punkt treten wir nur auf der Stelle», sagte Innenverteidiger Marvin Friedrich. «Gegen Kiel steht schon die nächste Aufgabe an. Da müssen wir zusehen, dass wir in dieser Begegnung drei Punkte holen.»
Am Dienstag (18.30 Uhr) kommt der Tabellendritte der Vorsaison in der 2. Fußball-Bundesliga aus Kiel ins Stadion An der Alten Försterei. Die Englische Woche beendet Union am 1. Oktober (20.30 Uhr) beim kriselnden FC Ingolstadt. Personell dürfte es hinsichtlich des Kaders kaum Veränderungen geben. Auch der am Kopf verletzte Linksverteidiger Ken Reichel, der mit einem Turban durchspielte und Bielefeld mit einem ordentlichen Cut verließ, steht wohl nicht nur Disposition. Möglicherweise nominiert Trainer Urs Fischer aber erstmals Sebastian Polter für das Aufgebot. Der Angreifer trainiert nach überstandener Achillessehnenverletzung zumindest wieder voll mit.
In der Offensive besitzt Union durchaus Steigerungspotenzial. Stürmer Sebastian Andersson (3 Saisontreffer) blieb zum dritten Mal in Serie torlos. Dafür traf Mittelfeldspieler Grischa Prömel kurz vor der Pause mit seinem zweiten Meisterschaftstor zum 1:0. Für drei Zähler reichte es aber nicht, weil Andreas Voglsammer vor 18 114 Zuschauern für den letztlich gerechten Ausgleich sorgte.
Coach Fischer verwies darauf, dass seine Elf auch das sechste Ligaspiel ohne Niederlage überstanden habe, der Schweizer war mit dem Unentschieden zufrieden. «Die Mannschaft hat sich den Punkt mit einer guten Leistung erspielt und verdient. Für mich war es über 90 Minuten ein offenes Spiel», erklärte Fischer. «Es gab Torchancen auf beiden Seiten. Beide Mannschaften können sehr gut mit diesem Punkt leben.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 23. September 2018