1:0 gegen Aue: Union gelingt der Saisonstart

1:0 gegen Aue: Union gelingt der Saisonstart

Ausgerechnet Felix Kroos bewahrt den 1. FC Union Berlin vor einem Fehlstart in die 2. Bundesliga. Der Ex-Kapitän sorgt mit einem direkt verwandelten Freistoß für das 1:0 gegen Aue. Noch bleibt den Köpenickern aber viel Arbeit.

Felix Kroos und Christopher Trimmel nach dem 1:0

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Torschütze Felix Kroos (l.) und Unions Kapitän Christopher Trimmel freuen sich über das Tor zum 1:0. Foto: Annegret Hilse

Glückselig rannte Felix Kroos zur Seitenlinie, hielt die Finger an seine Ohren und ließ sich für seinen Traum-Freistoß feiern. Mit einem Geniestreich bewahrte ausgerechnet der Ex-Kapitän den 1. FC Union Berlin mit seinem neuen Trainer Urs Fischer vor einem Fehlstart in die neue Saison der 2. Fußball-Bundesliga. Der kurz zuvor eingewechselte Mittelfeldspieler erzielte in der 87. Minute den 1:0 (0:0)-Siegtreffer gegen Abstiegskandidat FC Erzgebirge Aue.

Fotos: Union schlägt Aue

Union Berlin - Erzgebirge Aue

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«Es freut mich natürlich sehr, wenn das Tor kurz vor Schluss fällt», sagte der 27-Jährige bei Sky. «Wir haben in der Woche Freistöße geübt. Da war die Quote auch nicht so schlecht.» Abseits von den TV-Kameras wollte Kroos allerdings nicht reden, sein Weltmeister-Bruder Toni gratulierte direkt via Twitter. Nach zwei Jahren als Kapitän geht Felix Kroos nur als Stellvertreter des neuen Spielführers Christopher Trimmel in die Saison. Laut offizieller Darstellung sind alle Parteien mit diesem Engagement zufrieden.
Vor 21 752 Zuschauern präsentierte sich das neu formierte Team der Unioner lange Zeit ohne großen Ideen und ließ das letzte Risiko vermissen. Gäste-Coach Daniel Meyer durfte bei seinem Trainer-Debüt im Profifußball dank einer soliden Defensivleistung bis kurz vor Schluss auf einen verdienten Punkt zum Einstand hoffen. «Dieser Sieg kam sicher glücklich zustande, aber nicht unverdient», analysierte der Schweizer Coach Fischer sein Pflichtspieldebüt mit den Berlinern. «Die Mannschaft hat viel dafür gearbeitet.»
Mit vier Neuzugängen in der Startelf war Union die mangelnde Abstimmung und auch das Fehlen des verletzten Stürmers Sebastian Polter anzumerken. Das spielerisch unterlegene Team von Aue hatte in der ersten Halbzeit sogar die größeren Torchancen, konnte aber auch drei Möglichkeiten binnen vier Minuten nicht nutzen.
Nur in der Anfangsphase deutete sich zumindest ein wenig an, dass Fischer für eine offensive, spielerische Fußball-Philosophie steht. Zeitweise sicherte der bundesligaerfahrene Neuzugang Manuel Schmiedebach als einziger zentraler Mittelfeldspieler vor der Abwehr ab. Doch gegen tief stehende Gäste konnte die Offensive um den neuen Stürmer Sebastian Andersson zu wenig Druck ausüben. Der Schwede sollte den zum FC Schalke 04 abgewanderten Steven Skrzybski und den verletzten Sebastian Polter ersetzen.
Aues Coach Meyer schaffte es nach der ersten Trinkpause offensichtlich besser, sein Team neu auszurichten. Die Sachsen erhöhten den Schwung und kamen zu gleich drei Möglichkeiten binnen vier Minuten. Die größte vergab Mario Kvesic, der aus drei Metern von einer Flanke durch Dimitrij Nazarov überrascht wurde und den Ball nicht in Richtung leeres Tor bekam.
In einer mauen zweiten Halbzeit sah es lange nach einem verdienten Unentschieden aus. Doch nur sechs Minuten nach seiner Einwechslung traf Kroos dann mit einem perfekten Schuss aus 20 Metern.
Die Berliner jubeln nach dem 1:0
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 5. August 2018