Union siegt 1:0 bei St. Pauli

Union siegt 1:0 bei St. Pauli

Nach fünf sieglosen Partien gewinnt Union beim FC St. Pauli verdient mit 1:0. Der Siegtreffer gelang den überzeugenden Eisernen mit einem Mann weniger auf dem Feld. Die Berliner und Trainer André Hofschneider können aufatmen.

Simon Hedlund

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Simon Hedlund (M) von Union Berlin jubelt mit seinen Mitspielern nach dem Tor.

Die Zweitliga-Fußballer des 1. FC Union Berlin konnten nach dem so dringend ersehnten Befreiungsschlag im Abstiegskampf durchatmen. «Für alle ist das eine große Erleichterung», sagte der ehemalige Hamburger Dennis Daube nach dem 1:0 (0:0)-Sieg der Eisernen am Samstag beim FC St. Pauli. «Wir sind froh, mal wieder drei Punkte geholt zu haben», fügte Mittelfeldspieler Marcel Hartel hinzu.
Der erste Dreier nach zuvor fünf sieglosen Partien nahm den stark unter Druck stehenden Trainer André Hofschneider aus der Schusslinie. Der blieb indes vorsichtig: «Wir lassen das sacken, ohne uns zurückzulehnen.»
Union verbesserte sich mit 40 Punkten vorerst auf den neunten Platz. Simon Hedlund erzielte in einem packenden Abstiegsduell trotz fast 40-minütiger Unterzahl den entscheidenden Treffer zum nicht unverdienten Erfolg (80.). Zuvor hatte der junge Verteidiger Marvin Friedrich Gelb-Rot gesehen (56.).
Von Verkrampfung und vorsichtigem Abtasten konnte keine Rede sein. St. Pauli aber auch Union, das gegen Duisburg viel zu verhalten agiert hatte, suchten das Risiko. Die Gastgeber hatten schon nach zwei Minuten die erste gute Gelegenheit durch den Kopfball von Kapitän Lasse Sobiech. Unions bester Torschütze Steven Skrzybski scheiterte wenig später aus 22 Metern am Pfosten (11.).
Danach beruhigte sich die flotte Partie etwas - bis zur 29. Minute: Christopher Buchtmann überwand Union-Torwart Daniel Mesenhöler, der den verletzten Jakob Busk vertrat, doch Union-Abwehrspieler Toni Leistner klärte noch vor der Linie. Nur sieben Minute später verhinderte Hamburgs Verteidiger Christopher Avevor das 1:0 der Gäste durch Dennis Daube (36.). St. Pauli spielte seine Angriffe etwas stringenter aus als Union, das mehr Ballbesitz besaß.
Das Match blieb auch im zweiten Durchgang unterhaltsam. Union hatte im Abschluss erneut Pech: Hedlunds Schuss aus 18 Metern flog an die Latte (50.). Der Schwede hatte den Österreicher Philipp Hosiner im Sturm ersetzt. Wenig später schwächten sich die Unioner durch den Platzverweis von Friedrich selbst. Die Gastgeber ergriffen sogleich die Initiative und verpassten durch Sami Allaguis gefährlichen Schuss die Führung (58.).
Danach fiel den Hausherren mit einem Mann mehr gegen die geschickt verteidigenden Berliner nicht mehr viel ein. Immer wieder befreiten sich die Köpenicker aus der Umklammerung, ohne freilich gefährlich zu werden. Das änderte sich zehn Minuten vor Schluss, als Hedlund im zweiten Versuch das 1:0 schoss. Die Schlussminuten überstanden die Gäste gegen planlos anrennende Hanseaten unbeschadet.
Olympiastadion in Berlin
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 14. April 2018