Mattuschka: Große Derby-Emotionen fehlen ohne Fans

Mattuschka: Große Derby-Emotionen fehlen ohne Fans

Torsten «Tusche» Mattuschka bedauert die fehlenden Fans beim brisanten Berliner Stadtderby zwischen seinem 1. FC Union Berlin und Hertha BSC.

Torsten Mattuschka

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Torsten Mattuschka.

Auch diese Partie zum Auftakt des zehnten Spieltags der Fußball-Bundesliga am Freitag (04. Dezember 2020) wird wegen der Maßnahmen zur Corona-Pandemie ohne Zuschauer im riesigen Olympiastadion angepfiffen. «Normalerweise läufst du in einen Kessel ein, wo 74 000 Leute richtig Alarm machen, und du bekommst eine Gänsehaut», sagte die 40 Jahre alte Union-Legende Mattuschka in einem Doppelinterview der «Berliner Zeitung» (Donnerstag) zusammen mit Karsten Heine, der einst die Eisernen wie auch Hertha trainierte. «Jetzt aber siehst du nur leere Sitze», ergänzte Mattuschka. Das Derby sei ein spezielles Spiel mit einem eigenen Flair, sagte Mattuschka. «Dennoch fehlen die großen Emotionen, das, was den Fußball ausmacht», sagte er und tippte auf einen 3:1-Sieg der Köpenicker. Heine indes legte sich auf ein 2:2 fest.
Der mittlerweile 65-Jährige lobte allerdings das aktuelle Team von Trainer Urs Fischer. «Mein Gefühl sagt: Union wirkt als Mannschaft in sich geschlossener. Das ist ein Vorteil gegenüber vielen Einzelkönnern.» Zudem sei der Transfer von Max Kruse «unglaublich wichtig» gewesen. «Der Typ Max Kruse mit all seinen Facetten hat Union brutal gefehlt», sagte Heine über den Sommer-Neuzugang der Unioner, der bereits sechs Tore erzielte und mit seinen 32 Jahren in kürzester Zeit zum Führungsspieler avancierte. Kruse war bei der 0:4-Niederlage beim bisher letzten Derby, das im Mai ebenfalls bei der Hertha vor einer Geisterkulisse stattgefunden hatte, noch nicht dabei gewesen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 3. Dezember 2020 11:13 Uhr

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