Hertha will Leipzig überraschen

Hertha will Leipzig überraschen

Hertha ist gefordert. Nach einem Saison-Fehlstart wird das Gastspiel des Berliner Fußball-Bundesligisten am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auch die Stimmung bei der Mitgliederversammlung einen Tag später entscheidend bestimmen. «Wir wissen alle, dass wir konstanter auftreten müssen», sagte Trainer Bruno Labbadia angesichts der großen Schwankungen in den ersten fünf Pflicht-Partien der neuen Spielzeit.

Berlins Trainer Bruno Labbadia

© dpa

Berlins Trainer Bruno Labbadia.

Nach drei Niederlagen und nur einem Sieg steht der Club, der eigentlich um den Anschluss an die internationalen Plätze mitspielen will, in der Liga im unteren Drittel und mit dem Rücken zur Wand. «Ich weiß, wie man mit solchen Situationen umgeht», betonte der erfahrene Labbadia und will jede Hektik vermeiden: «Das ist etwas, was einem noch mehr fordert.»
STATISTIK: Von bisher acht Spielen gegen die Sachsen hat Hertha nur eins gewonnen: Im Dezember 2017 siegten die Berliner in Leipzig mit 3:2. Mut macht Trainer Labbadia das jüngste Remis. «Das war ein sehr guter Auftritt im Mai, die Mannschaft war sehr konzentriert und kompakt», erinnerte sich Manager Michael Preetz an das 2:2. Auch bei einigen Auswärtsauftritte in dieser Saison wie beim 4:1 in Bremen oder beim 3:4 bei den Bayern spielte Hertha stark. «Daran müssen wir anknüpfen», forderte der 54 Jahre alte Labbadia.
RÜCKKEHRER: Der stolze Brasilianer Matheus Cunha war erstmals bei der Nationalmannschaft dabei - dann ging ein wenig die Bodenhaftung verloren. Von Hertha-Trainer Bruno Labbadia gab's klare Worte nach Cunhas jüngstem schwachen Auftritt gegen Stuttgart (0:2). Jetzt soll die Rückkehr zu seinem Ex-Club RB Leipzig für neue Motivation sorgen. «Gerade Cunha ist so ein Beispiel, warum der Schritt richtig ist», sagte Preetz. Beim Spitzenclub RB bekam der 21-Jährige nur wenig Spielzeit, bei Hertha ist er ein Unterschiedsspieler. «Nach dieser Entwicklung, die er in Berlin genommen hat, wird er am Samstag voll fokussiert sein», so Preetz.
PERSONAL: Definitiv nicht dabei sind der positiv auf Corona getestete französische Neuzugang Matteo Guendouzi sowie Santiago Ascacibar und Jordan Torunarigha, die nach Verletzungen noch in der Rehabilitation stecken. Auch das Mitwirken von Jhon Cordoba, Peter Pekarik, Deyovaisio Zeefuik und Mathew Leckie ist ungewiss. Alle vier haben wegen Blessuren bis Freitag nicht mit dem Team trainiert.»
MITGLIEDERVERSAMMLUNG: Am Sonntag bittet Hertha seine Mitglieder unter freiem Himmel zur Mitgliederversammlung und Neuwahl des Präsidiums. Wegen der Corona-Pandemie zieht der Clubs ins Olympiastadion, da in Berlin noch Freiluft-Veranstaltungen mit bis zu 5000 Besuchern erlaubt sind. «Gerade nach der virtuellen Versammlung im Mai ist es wichtig, den persönlichen Austausch mit den Mitgliedern zu haben», erklärte Preetz. Die Chefs einschließlich Präsident Werner Gegenbauer, der sich als einziger Kandidat zur Neuwahl stellt, müssen sich auf einige kritische Fragen gefasst machen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 24. Oktober 2020 09:40 Uhr

Weitere Nachrichten zu Hertha BSC