Ende der Geisterspiele: Fan-Rückkehr bei Hertha und Union

Ende der Geisterspiele: Fan-Rückkehr bei Hertha und Union

Den Berliner Fußball-Fans steht die Rückkehr in die Bundesligastadien bevor - wenn auch in deutlich reduzierter Zahl. Hertha BSC bestreitet das erste Heimspiel der neuen Saison gegen Eintracht Frankfurt vor rund 4000 Fans im Olympiastadion. Wie der Hauptstadtclub am Donnerstag mitteilte, ist dies zum einen durch die Infektionsschutzverordnung des Landes Berlin möglich. Zum anderen habe das gemeinsam mit externen Experten und den zuständigen Behörden abgestimmte Hygienekonzepte Zustimmung gefunden.

Die leere Tribüne des Olympiastadion vor Beginn des Spiels

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Die leere Tribüne des Olympiastadion vor Beginn des Spiels.

Nach 202 Tagen kommen demnach erstmals in der Corona-Krise wieder Zuschauer zur Freitagabend-Begegnung der Hertha am 25. September (20.30 Uhr). Wie es nach dem Duell des zweiten Spieltags im Saisonverlauf weitergeht, ist noch nicht klar. «Wir haben in den Gesprächen mit den zuständigen Behörden und dem Senat durchweg positive Rückmeldungen und Zustimmung auf unser detailliertes Konzept bekommen und freuen uns jetzt sehr auf unser erstes Heimspiel vor unseren Fans», sagte Thomas E. Herrich, der bei Hertha BSC Mitglied der Geschäftsleitung ist und für das neue Konzept verantwortlich zeichnete.
Schon an diesem Samstag (17.30 Uhr) wird Stadtrivale 1. FC Union sein Testspiel gegen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg im Stadion An der Alten Försterei vor ähnlicher Kulisse austragen. Bis zu 4500 Zuschauer werden dabei sein, wenn es anlässlich des Stadion-Jubiläums zur Neuauflage des Einweihungsspiels vom 7. August 1920 kommt.
Auch die Köpenicker streben an, trotz der Pandemie auch in der Liga wieder vor Zuschauern zu spielen. Eine Entscheidung dazu gibt es bislang noch nicht.
Seit 1. September sind in Berlin wieder Veranstaltungen mit bis zu 5000 Anwesenden im Freien erlaubt. Neben den Fans werden auch alle anderen Personen dazu gezählt. Dazu gehören in den Stadien unter anderem die Teams mit ihren Delegationen, sämtliche Helfer, Journalisten und Sicherheitskräfte. Knapp 5000 Personen werden bei Herthas Heimspiel-Auftakt gegen Frankfurt anwesend sein, rund 4000 Tickets werden laut des Clubs verkauft.
Nur Dauerkarteninhaber der vergangenen Spielzeit, die zugleich auch Hertha-Vereinsmitglied sind, haben ab sofort die Chance, sich via Bewerbung ein Kaufrecht für ein Sitzplatz-Ticket zu sichern. Möglich ist das bis zum 10. September, fünf Tage später werden die Gewinner benachrichtigt. Der Ticketverkauf erfolgt personalisiert.
Vor allem Union drängte in den vergangenen Wochen auf eine schnelle Rückkehr der Anhänger. Die Eisernen hatten zunächst sogar vor, bereits am ersten Spieltag wieder in einer ausverkauften Arena vor mehr als 20 000 Fans zu spielen. Die Politik erteilte diesen Plänen jedoch eine klare Absage. Auch der Vorstoß, mit präventiven Corona-Tests für alle Besucher ein ganz neues Konzept zu testen, fand noch keine Zustimmung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 3. September 2020 16:31 Uhr

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