Hertha auf Schalke «mit Doppelspitze»

Hertha auf Schalke «mit Doppelspitze»

Wann, wenn nicht jetzt! Seit zehn Jahren ist Hertha gegen Schalke punkt- und torlos. Pal Dardai will das ändern und kündigte auch im Topspiel zwei Stürmer an.

Per Skjelbred

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Per Ciljan Skjelbred am Ball. Foto: Thomas Eisenhuth/Archiv

Eine mögliche vorzeitige Verlängerung seines Vertrages interessiert den Berliner Trainer derzeit nicht. Pal Dardai will den Fans von Hertha BSC einen ihrer größten Wünsche erfüllen: Endlich wieder ein Sieg auswärts gegen Schalke. Der Berliner Cheftrainer kündigte einen mutigen Auftritt des Überraschungs-Vierten beim Dritten an. «Letztes Jahr haben wir es nicht hingekriegt gegen Mannschaften mit großen Qualitäten. Jetzt wollen wir das tun», sagte Dardai vor dem Topspiel des 9. Spieltages.
«Wir werden mit einer Doppelspitze spielen», verriet Dardai für die Partie am Samstag (17. Oktober 2015). Salomon Kalou und Vedad Ibisevic könnten ihre Positionen aber auch während des Spiel variieren, ergänzte der Ungar. Seit zehn Jahren hat der Berliner Fußball-Bundesligist auf Schalke keinen Punkt mehr geholt. Der letzte Sieg (3:1) und auch die letzten Hertha-Tore in Gelsenkirchen datieren sogar vom 13. November 2004.
Fraglich ist das Mitwirken von Per Skjelbred, der mit einer Knöchelverletzung von der norwegischen Nationalmannschaft zurückgekehrt ist. «Bei Skjelbred müssen wir abwarten. Wichtig ist, dass alle da waren und wir taktisch arbeiten konnten», sagte Dardai nach dem Training am Donnerstag.
Noch nicht auf dem Übungsplatz standen neben vier Langzeitverletzten weiter auch Torwart Thomas Kraft (Schulterprellung) und der junge Abwehrmann Niklas Stark (Leistenzerrung). Der Norweger Rune Jarstein wird wie zuletzt beim 3:0 der Berliner gegen den Hamburger SV wieder im Tor stehen. In den Trainingsbetrieb zurückgekehrt sind Sebastian Langkamp, Roy Beerens und John Anthony Brooks.
Die von Manager Michael Preetz angedeutete vorzeitige Verlängerung von Dardais Ein-Jahres-Bundesligakontrakt ist für Herthas Rekordspieler derzeit kein Thema. «Vertragsverlängerung ist nicht meine Sache. Meine Sache ist es, eine Spielphilosophie durchzuziehen, eine Fußballkultur zu entwickeln. Wenn wir das hinkriegen, wird der Manager im Mai die Option ziehen», bekräftigte der 39-Jährige.
Mit ein wenig Sorge sah Dardai die Vorbereitung auf den Hit in Gelsenkirchen. In der Vorwoche hatte er nur mit acht bis zehn Spielern arbeiten können. «Wir leben von unseren Automatismen, daher kann es sein, dass zwei Tage zu wenig sind. Ich hatte ein wenig Angst, dass es nicht so funktioniert nach dem ganzen Reisestress», sagte der Hertha-Coach. Doch nach der Rückkehr aller Nationalspieler und der knackigen Trainingseinheit vom Donnerstag ist er optimistisch: «Sie haben ein gutes Training abgeliefert. Das war überraschend.»
Dardai weiß aber auch um die Qualitäten der Schalker (16 Punkte), die mit ihrem neuen Trainer André Breitenreiter in dieser Spielzeit schon fünf Liga-Siege eingefahren haben. Hertha steht bei vier Siegen und 14 Zählern. «Für uns ist Vierter natürlich sehr schön. Wir wollen uns aber nicht mit der Tabelle beschäftigen», betonte der Ungar.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 16. Oktober 2015 07:49 Uhr

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