Zukunft der Orchester ist weiblich

Zukunft der Orchester ist weiblich

Die Zukunft in Orchestergräben und auf Konzertbühnen ist aus Sicht der Deutschen Orchestervereinigung weiblich.

Violonistinnen und Violinisten beim Spiel

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Violonistinnen und Violinisten spielen in einem Orchester.

Aktuell sitzen nach einer Erhebung der Gewerkschaft zu 40 Prozent Frauen in den Orchestern. Allerdings schränkte die Vereinigung kurz vor dem Weltfrauentag am 8. März ein: «Leider gilt noch immer: Je berühmter ein Orchester, desto geringer die Frauenquote.»
Zur Entwicklung verwies die Orchestervereinigung am Freitag in Berlin auf die Alterspyramide. Männer seien besonders stark vertreten in der Altersgruppe von 50 Jahren an. Dagegen sind zwischen 25 und 45 Jahren Frauen in der Mehrheit. «Da es mehr weibliche Nachwuchsmusikerinnen gibt, wird der Frauenanteil in den Berufsorchestern weiter steigen.» Streichinstrumente sind bereits frauendominiert. Bei Pauken, Schlagzeug oder Blechbläsern sind Männer weiter in der Überzahl.
Weiblichen Nachholbedarf gibt es nicht nur in Spitzenorchestern, sondern auch bei Führungspersonen. Bei Konzertmeistern der ersten Violine ist nur ein Drittel weiblich. Beim Solo-Cello besetzen Frauen nur ein Fünftel der Positionen.
Ein Gleichstand ist bereits gesichert: die Tarifverträge unterscheiden nicht zwischen den Geschlechtern. Die Vereinigung sieht deswegen «im Vergleich zu anderen Feldern des Kultursektors und vielen Wirtschaftszweigen keinen Gender Pay Gap».
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 5. März 2019