Inhaltsspalte

Wir über uns

Unser Jahresbericht 2019 - Grün, digital und viele Gründe zum Feiern

Mit Friedrichshain-Kreuzberg assoziiert man landläufig linksalternative Hausprojekte, Ökologie, Partys und Start-up-Hipster. Alles bloß Klischees? Beim Blick auf unsere Bilanz 2019 finden sich doch einige Parallelen:

WerkRaum
Der WerkRaum in der Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda
Bild: StB FK

Im Februar eröffnete in der Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda der Makerspace „WerkRaum“. Er lädt einerseits alle dazu ein, Virtual-Reality-Brillen oder kleine Roboter auszuprobieren und bietet Raum für Workshops zu digitalen und naturwissenschaftlichen Themen für die Nerds von morgen. Andererseits ist der WerkRaum auch ein flexibler Veranstaltungsraum für die Bibliothek und den Kiez. Von Lesungen und Gesprächen über Flohmärkte bis hin zum Foodsharer-Plenum reichte die Bandbreite der Veranstaltungen.

LeseGarten
LeseGarten
Bild: Stb FK

Besonders viele Neuerungen gab es 2019 in der Mittelpunktbibliothek Wilhelm Liebknecht / Namik Kemal am Kottbusser Tor: Pünktlich zum Frühlingsbeginn eröffnete dort unser nachbarschaftlicher LeseGarten. In dieser Kooperation mit dem Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin sind interessierte Nachbar*innen seither eingeladen mit uns ökologisch zu gärtnern. Im August stieg dann im Hof der Bibliothek ein großes Sommerfest, um den ersten geöffneten Samstag zu feiern. Denn Dank des Personalzuwachses in der Stadtbibliothek Friedrichshain-Kreuzberg steht seither endlich auch ein zweites Haus im Bezirk samstags für unsere Besucher*innen offen. Und um den Bibliotheksbesuch noch schmackhafter zu machen, eröffneten im September am Kotti gleich zwei Gaming Zones mit großem Bildschirm, Playstation 4 und Nintendo Switch sowie verschiedenen Konsolenspielen zum Ausprobieren.

Bezirksweit hatten wir 2019 erstmalig die Möglichkeit alle Erstklässler*innen persönlich in die Bibliotheken einzuladen. Wer dem Aufruf auf der bei Schulstart erhaltenen Karte folgte, bekam als Begrüßung vor Ort einen kleinen Turnbeutel gefüllt mit Infos zu Umweltbildung.

Alles in allem also ein ziemlich ökologisches und gleichzeitig digitales Jahr – in dem es viel zu feiern gab. Um das Klischee perfekt zu machen, fehlen noch die linksalternativen Hausprojekte? Denen wurden bei uns in der Performance der Künstlerin und Aktivistin Simone Dede Ayivi ein zeitgenössisches Denkmal gesetzt – Totgesagte leben länger. Friedrichshain-Kreuzberg wie gedacht also. Es gibt Schlimmeres.

2019 in Zahlen

  • 553.176 Besucher*innen
  • 1.957 Veranstaltungen/ Führungen/ Ausstellungen mit 38.627 Besucher*innen, davon 16.168 Teilnehmer*innen an Maßnahmen zur Medienkompetenz und Leseförderung
  • 1.462.896 Entleihungen
  • 229.495 Medieneinheiten