Im Rahmen der Queeren Aktionswoche 2025 bringen Joel Vogel und Vincent Bababoutilabo eine Perfomance mit musikalischer Begleitung auf die Bühne:
Berlin, 1930. Es ist spät. Jean sitzt in einer Umkleidekabine des Tanzpalastes ‘Zauberflöte’ und wischt sich die dick aufgetragene Schminke ab. Die Drag-Show war ein voller Erfolg. Alle klatschten und lachten begeistert in dem Ballhaus in der Kommandantenstraße 72. Doch hinter der Schminke sind Jeans Augen von Wut erfüllt. Als nächstes soll Jean die Rolle des Monostatos in einer Revue zu Mozarts Oper “Die Zauberflöte” spielen. Mono-statos, der Allein-Stehende – eine Figur, die verspottet wird und rassistische Projektionen trägt. Wir spüren dieser fabulierten Situation nach: Kann es in einer solchen zugewiesenen Rolle ein Moment der Ermächtigung geben? Wie geht Jean – wie gehen wir – mit aufkochenden Gefühlen der Wut und des Alleinseins unter vielen um?
Wir laden ein, einen Bühnenabend lang mit uns in Jeans Welt einzutauchen und den Fragen von Verbundenheit und Einsamkeit nachzuspüren. Wir lassen die Gedanken schweifen und suchen nach Verbindungen. Ins Heute. Ins Gestern. Ins Morgen. Kommt mit uns auf Streifzüge ins queere Leben im Berlin der 1920 und 30er Jahre. Eine Performance über Verbundenheit, Einsamkeit und die Frage: Kann Wut uns ermächtigen?
Recherche und Performance: Joel Vogel und Vincent Bababoutilabo
Musikalische Begleitung: Rahel Hutter.
11. Juli 2025 // 18 Uhr (Einlass ab 17:45 Uhr)
- Mittelpunktbibliothek Wilhelm Liebknecht / Namik Kemal
- Eintritt frei
- ohne Anmeldung
- Die Bibliothek ist stufenlos und ebenerdig zugänglich und verfügt über ein barrierefreies WC.