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Food-Events
Diese Food-Events und Festivals sind die Highlights im Berliner Veranstaltungskalender. mehr
Menschen sitzen in einem Restaurant am Savignyplatz
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Das Areal rund um den Savignyplatz in Berlin-Charlottenburg ist ein charmantes und kulturell reiches Viertel, das für seine elegante Architektur und dynamische Gastro-Szene bekannt ist.
In den Savignyplatz einmündende Straßen wie Grolmanstraße, Knesebeckstraße und Carmerstraße, sowie weitere fußläufig erreichbare gemütliche Straßen bieten ein buntes gastronomisches Angebot. Die Kantstraße, die den Savignyplatz in zwei Hälften teilt, ist mit ihren grandiosen Restaurants eine kulinarische Entdeckungsreise wert. Sie findet als Gastromeile gesonderte Aufmerksamkeit.
In den Nachkriegsjahren trafen sich am und rund um den Savignyplatz Künstler, Studierende und Theaterschaffende. Aus dieser Zeit stammen bekannte traditionelle Berliner Wirtshäuser wie Diener, Dicke Wirtin und Zwiebelfisch. Heute ist das Angebot durch neue, internationale Restaurants und modernisierte Cafés ergänzt worden. Die Nähe zu kulturellen Einrichtungen wie dem Theater des Westens und verschiedenen Galerien beeinflusst die Gastro-Szene positiv. Stammgäste und Besucher nehmen hier gerne bei den ersten Sonnenstrahlen einen der vielen Terrassenplätze ein, mit Blick auf prunkvolle Altbauten und uralte Platanen, die die zentrale Parkanlage umranden. Hier sind einige bemerkenswerte Orte zum Essen und Trinken rund um den Savignyplatz:
Am Savignyplatz gibt es eine vielfältige Gastronomieszene mit eleganten Restaurants, die kreative Gourmetküche in stilvollem Ambiente bieten. Neben authentischen internationalen Spezialitäten findet man auch traditionelle deutsche Lokale mit regionalen Klassikern. Zudem sorgen viele Restaurants für ein breites Angebot an vegetarischen und veganen Gerichten.
Das zentral am Savignyplatz gelegene Restaurant ist ein klassischer Dauerbrenner der Berliner Pizzaszene. Bekannt wurde 12 Apostel mit dem Konzept der extragroßen, extradünn-knusprigen Steinofenpizza. Die handgemachten Pizzen, die nach den 12 Aposteln benannt sind, werden kunstvoll und frisch belegt. Neben den beliebten Pizzen gibt es eine Auswahl an Pasta-, Fisch- und Fleischgerichten, ergänzt durch ein herzhaftes, kalt-warmes Sonntagsbrunchbuffet. Prachtvolle Decken- und Wandgemälde im Stil klassischer Kapellen oder Kirchen, kombiniert mit Holzvertäfelung und Kerzenlicht schaffen eine romantische und einzigartige Atmosphäre. Auf der Website des Restaurants ist zu lesen, dass der Name 12 Apostel eine Hommage an das traditionsreiche Restaurant I dodici Apostoli in Verona ist. Angeblich trafen sich 1750 in dem alten Palazzo zwölf Kaufleute, um beim Essen Geschäfte abzuschließen und bei einem Glas Valpolicella den Feierabend einzuläuten. Von den Einheimischen wurden sie augenzwinkernd "Die zwölf Apostel" genannt.
Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant pars in der Grolmannstraße bietet modern-saisonale Küche. Die Besitzerin Kristiane Kegelmann - Konditormeisterin und Bildhauerin - vereint hier Kunst, Genuss und Handwerk in einem minimalistischen, einladenden Ambiente. Küchenchef Florian Sperlhofer, ehemaliger Souschef im Drei-Sterne-Restaurant Rutz, zaubert fein abgestimmte Aromen mit regionalen Zutaten – etwa geräucherter Aal oder Zander mit fermentiertem Kohl – und bietet dazu hochwertige Weinbegleitung. Das Restaurant, das in den Räumlichkeiten des ehemaligen Café Savigny beheimatet ist, überrascht Gäste mit handgefertigten Pralinen als Bestandteil des Menüs, die stilvolle Dessertkunst und feine Essenz kulinarischen Designs verbinden.
Ebenfalls in der Grolmannstraße liegt das Brikz - ein modernes Gourmetrestaurant in einem ehemaligen Jazzcafé. Markant sind die roten Ziegelsteinwände und persönliche Kunstakzente wie ein „I don’t give a fuck“-Neon-Schriftzug. Arne Anker ist hier Küchenchef. Auch er hat schon in Michelin-Sterne-erprobter Umgebung gearbeitet. Die saisonale und regionale Küche legt ihren Schwerpunkt auf erfrischende Säuren, seltene Kräuter sowie Fermentiertes und Zero-Waste-Herangehensweisen. Die Speisekarte umfasst ein sich täglich wandelndes Menü (meist fünf bis sieben Gänge, auch vegetarisch oder vegan) sowie eine À-la-carte-Auswahl – dabei zeigt sich das Team flexibel gegenüber individuellen Kundenwünschen und begleitet die Gerichte mit kreativen Wein- oder alkoholfreien Getränkekombinationen.
Das Restaurant Die Nußbaumerin zählt zu den besten Adressen für Original Wiener Schnitzel in Berlin. Auch Tafelspitz, Wiener Saftgulasch mit Semmelknödeln und leckere Mehlspeisen wie Marillenknödel, Kaiserschmarrn und manchmal Salzburger Nockerl, verführen die Gäste. Bereits ab 2008 hat die Salzburgerin Johanna Nußbaumer mit ihrem Lokal in der Leibnizstraße die authentische österreichische Küche etabliert und sich in der Berliner Restaurantszene einen Namen gemacht. Erwähnenswert ist auch die Auszeichnung im Michelin Guide mit einem Bib Gourmand – eine Ehrung für Restaurants mit besonders gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Das familiär geführte Restaurant Ebn Tamshah in der Leibnizstraße ist bekannt für seine liebevoll hausgemachten Spezialitäten der Levante, darunter auch viele vegetarische und vegane Optionen. Besonders beliebt ist das Gericht Musakhan – ein Hühnergericht mit Sumach auf Fladenbrot. Das kleine Lokal mit nur wenigen Tischen strahlt eine gemütliche, märchenhaft-orientalische Atmosphäre aus, mit liebevoller Dekoration, Holzelementen und einem einladenden, intimen Flair.
Seit 2016 wird das Casual-Fine-Dining-Konzept im Restaurant Kitchen Library in der Bleibtreustraße ausschließlich von einem eingespielten Paar umgesetzt: Udo Knörlein als Küchenchef und Daniela Knörlein als Gastgeberin und Sommelière. Udos Stil ist stark von Fermentation geprägt – inspiriert von seiner Oma wie auch dem „Noma Guide to Fermentation“. Dem japanischen Superpilz Koji schenkt Udo besondere Aufmerksamkeit, z.B. bei der Koji-Karotte mit Melonenschale, Amazake und Tagetes. Ein weiteres Highlight sind Roggensauerteigbrot und fränkische Brotzeit mit Zwetschgenschinken – alles hausgemacht. Typisch sind aufwendige, kreative Menüs von fünf bis sieben Gängen, die auch als Sharing-Menü möglich sind. Die liebevoll arrangierte Kochbuchbibliothek mit über 700 Büchern und eine Einrichtung mit alten Holzmöbeln, sowie Omas Geschirr und eine gemütliche Beleuchtung vermitteln Wohnzimmer-Feeling.
Wer authentische Berliner Wirtshauskultur sucht, kommt am Restaurant Dicke Wirtin in der Carmerstraße nicht vorbei – ein Ort voller Berliner Charme, wo rustikale Gemütlichkeit und traditionelle Altberliner Atmosphäre aufeinandertreffen. Das Lokal ehrt das Erbe von Anna Stanscheck, der „dicken Wirtin“, und gilt als Berliner Kultkneipe mit Herz – seit Jahrzehnten ein Zufluchtsort für Künstler, Studierende und Fans deftiger Hausmannskost. Das Menü ist eine feine Hommage an die Altberliner Küche: Klassiker wie Eisbein mit Sauerkraut, Boulette mit Bratkartoffeln, deftige Eintöpfe - oft aus eigener Metzgerei - und saisonale Spezialitäten stehen im Mittelpunkt. Zudem empfiehlt sich die ausgespannte Biervielfalt, hauseigene Liköre und Obstbrände sowie erlesene Weine, was das kulinarische Angebot elegant abrundet.
1954 übernahm der frühere deutsche Schwergewichtsboxer Franz Diener den ehemaligen Tattersall des Westens - eine Reitschule mit Gesellschaftsräumen aus dem Jahr 1893 und prägte das Diener Tattersall in der Grolmannstraße zur legendären Künstlerkneipe. Wer das originale Berlin erleben möchte, stattet dem Alt-Berliner Trink- und Kulturdenkmal einen Besuch ab. Die authentische, unrenovierte Kneipen-Patina – schummrige, grünlich-düstere Wände, knarzender Holzboden, uriges Mobiliar und die rund 500 Porträts und Autogramme berühmter Künstler – etwa Billy Wilder, Rainer Werner Fassbinder, Helmut Newton, Hildegard Knef, Harald Juhnke - machen eine Zeitreise ins alte West-Berlin möglich. Serviert wird einfache und herzhafte Berliner Hausmannskost. Die Boulette gilt als eine der besten Berlins. Es gibt auch Strammen Max, Wurstsalat, Bauernsülze, Eier in Senfsoße oder Matjesfilet.
Das Restaurant Diekmann in der Meinekestraße verbindet seit 1982 das Flair eines alten Berliner Kolonialwarenladens mit kreativer deutsch-französischer Küche. Unter der Leitung von Chefkoch Max Günther und Restaurantleiterin Antonia Meiffert ist es für seine Austernbar, frische Muscheln aus der Bretagne und außergewöhnliche Gerichte wie Kartoffeleis mit Kaviar oder Kalbsbries bekannt. Im Guide Michelin empfohlen, bietet es sowohl stilvolle Business-Lunches als auch entspannte Dinner in gemütlich-elegantem Ambiente. Die Einrichtung mit nostalgischen Regalen und Weindekor schafft eine charmante Mischung aus Bistro-Atmosphäre und feiner Gastronomie.
Das Streetfood- und Imbissangebot am Savignyplatz ist überschaubar, aber vielfältig. Direkt am Platz gibt es klassische Berliner Imbisskultur wie Currywurststände, ergänzt durch internationale Streetfood-Optionen. In den Seitenstraßen finden sich kleinere Bistros, Falafel- und Dönerläden sowie Cafés mit schnellen, oft handgemachten Snacks – weniger als große Food-Markt-Atmosphäre, mehr als charmante Auswahl für einen schnellen, aber charaktervollen Biss.
Direkt am Savignyplatz fällt der kleine ovale Kiosk mit dem spitz zulaufenden kupfernen Dach und einer Art Bahnhofsuhr sofort ins Auge. Das denkmalgeschützte Kleinod wurde um das Jahr 1905 vom renommierten Architekten Alfred Grenander entworfen, im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und zur 750-Jahr-Feier wieder originalgetreu aufgebaut. Erst vor rund zwanzig Jahren erhielt der ehemalige Zeitungskiosk den Namen Hasenecke als ein Pächter namens Bernd Hasenecker dort seine Currywurst-Bude eröffnete. Heute ist die Hasenecke eine kleine Berliner Institution, teils kontrovers geliebt, teils kritisiert, aber immer kultig, wo nach wie vor der Berliner Imbissklassiker - Currywurst mit und ohne Darm - angeboten wird.
Im Momiji in der Bleibtreustraße serviert Gastgeber Soshi Wenk japanische Hausmannskost nach den Rezepten seiner Großmutter. Eine Spezialität ist das japanische Streetfood Takoyaki. Das sind Oktopus-Bällchen, die außen knusprig und innen butterweich sind. Sushi oder Ramen gibt es hier nicht. Die Gerichte werden frisch zubereitet. Wer sich für die japanische Küche interessiert, sollte versuchen, einen Platz direkt am Küchentresen zu ergattern. Zu Trinken steht eine große Auswahl an traditionellen japanischen Teesorten und Sake auf der Karte. Der kleine Laden mit nur wenigen Tischen strahlt eine ruhige und entspannte Atmosphäre aus, die durch das schlichte japanische Design und das warme Licht entsteht.
Das Caféangebot am Savignyplatz vereint entspanntes Flair mit kreativer Vielfalt. Direkt am Platz laden traditionelle Kaffeehäuser wie Einstein Kaffee zu frisch geröstetem Filterkaffee und gemütlichen Lesestunden im Bögenambiente ein. Daneben lockt eine bunte Mischung aus modernen und charmanten Locations – von lebhaften Konzeptcafés mit Dschungeltapeten über Frühstücks-Baukästen bis hin zu nostalgischen Kaffeehausklassikern.
2012 eröffnete Ritchie Vogel (Sohn von Jürgen Vogel) das What Do You Fancy Love? in der Knesebeckstraße. Auf der Karte stehen selbstgemachte Bagels und Brote, die wahlweise klassisch oder exotisch belegt werden, vegane Müslis und Granolas, die aus der hauseigenen Bäckerei stammen, frisch gebackene Kuchen und andere Gerichte, die die Leidenschaft der Betreiber:innen für exquisite Speisen und außergewöhnliche Kreationen widerspiegeln. Frisch gemixte Smoothies oder Säfte mit originellen Namen wie Sexbomb, Kiss Me, Spirulina Coconut Cloud oder Push Up sind echte Hingucker und deshalb bei Foodbloggern besonders beliebt. Die Einrichtung verbindet urbanen Chic mit gemütlichem Shabby-Look: Grautöne, Schieferwände, Industrielampen, bunte Poster, rustikale Holzmöbel, Blumen auf den Tischen und Modemagazin-Fotowände sorgen für ein stylisches Ambiente. Wenn die Sonne scheint, sitzen die Gäste gerne auf der großen Terrasse.
Direkt am Savignyplatz, wo früher das Einstein Kaffee war, haben die Brüder Giacomo und Ritchie Vogel 2017 ihr drittes Lokal eröffnet. Auf der Speisekarte stehen kreative Getränke wie Sour Power-Säfte, hausgemachte Kuchen wie saftiger Schoko-Brownie sowie eine Auswahl an Müsli inklusive veganer Optionen. Das Café besticht durch ein freundlich-gemütliches Ambiente mit türkisfarbenen Wänden, viel Holz, Marmortischen und einem großen Holztisch in der Mitte. Das Tageslicht und die offene Gestaltung schaffen eine helle, einladende Atmosphäre. Ein Lieblingsplatz sind sicher die Fensterfront und der Außenbereich, die das Leben am Savignyplatz offenbaren.
Im S-Bahn-Bogen direkt am Savignyplatz ist seit 2017 eines der bekannten Einstein Kaffees zu Hause. Bereits 1978 wurde das erste Café dieser Marke im typischen Wiener Kaffeehaus-Stil in Berlin eröffnet und 1978 begann die Geschichte der legendären Wiener Kaffeehausmischung, deren Rezeptur streng geheim ist. Der Kaffee, für den ausschließlich Arabica-Bohnen verwendet werden, wird in Berlin geröstet. Neben Kaffee gibt es hier auch Köstlichkeiten wie Croissants, Kuchen und Co. Im Sommer ist die Terrasse vor dem Café ein beliebter Verweilplatz zum Lesen. Lesestoff gibt es genug im Bücherbogen nebenan.
Das Kame in der Leibnizstraße war Berlins erste japanische Bäckerei und bietet authentische japanische Hafengebäck-Favoriten wie Melonpan, Anpan und Currypan sowie kreative süße Varianten wie den leuchtend grünen Matcha-Cheesecake – alles hausgemacht und teils vegan oder glutenfrei. Neben süßen Leckereien locken Onigirazu-Reis-Sandwiches, Currypan und Bento-Box-Kombis – etwa Onigirazu oder Rice Bowls inklusive Misosuppe. Das Café empfängt im hellen, minimalistischen Stil mit selbstgezimmerten Holzmöbeln, Tatami-Sitzecke zum bodennahen Sitzen und liebevollen Details wie Zeichnungen und japanisch blauer Keramik – ein puristischer, aber gemütlicher Mix aus Tradition und modernem Flair.
Das Café Bistro 1900 in der Knesebeckstraße ist wie ein gemütliches Wohnzimmer gestaltet, mit rustikalen Holzmöbeln, Antiquitäten, Kerzen und frischen Blumen auf jedem Tisch. Auf der Speisekarte stehen Hausmannskost-Klassiker wie Königsberger Klopse, Maultaschen, Salbeignocchi sowie wechselnde Frühstücksspezialitäten (z. B. Eggs Benedict oder Avocado-Mango-Salat) und süße Leckereien wie Dinkel-Streuselkuchen, oft mit hausgemachter Schlagsahne serviert. Frisch gepresste Säfte, Kaffee aus der Berliner Rösterei Andraschko und eine Auswahl an Tees ergänzen das Angebot – das Frühstück wird übrigens bis in den Abend hinein (bis ca. 19 Uhr) serviert.
Am Savignyplatz gibt es eine Vielzahl von Bars und Weinlokalen, die eine breite Auswahl an Getränken und Cocktails anbieten. Diese Lokale haben oft eine elegante und entspannte Atmosphäre und sind ideal für einen Abend mit Freunden oder ein romantisches Date. Einige Bars bieten auch Live-Musik oder Jazz-Abende an.
Das A-Trane in der Bleibtreustraße ist ein traditionsreicher Jazzclub, der seit 1992 zu den bedeutendsten Jazzadressen Europas zählt. Der Club bietet Platz für etwa 80 bis 100 Gäste auf engem Raum und ist für seine exzellente Akustik und intime Atmosphäre bekannt. Der Club bietet die klassischen Getränke wie Wein, Bier, Cocktails und kleine Snacks an. Wer etwas essen möchte, kann Jazz&Dining buchen und vor dem Konzert ins dreißig Meter entfernte Jazzcafé gehen. Auch die Musiker sind dort oft anzutreffen.
Der Zwiebelfisch am Savignyplatz ist eine Berliner Kultkneipe. Seit über 40 Jahren treffen sich Stammgäste, Promis und die Charlottenburger Bohème in dem urigen Lokal, um den Abend in gemütlicher Runde zu verbringen. Es gibt Fassbier und gutbürgerliche Küche wie Gulasch, Maultaschen und Kartoffelsuppe zu fairen Preisen. Die Einrichtung ist rustikal und mit originellen Kunstwerken, alten Plakaten und Fotos aus vergangenen Zeiten an den Wänden. Besonders hervorzuheben ist der "Osterbaum", ein Weihnachtsbaum, der regelmäßig im Frühjahr draußen steht und zu einem Wahrzeichen der Kneipe geworden ist. Trotz Herausforderungen wie einem Brand im Jahr 2020 und der Pandemie konnte der Betrieb dank der Unterstützung der Community fortgeführt werden.
Der Rum Trader in der Fasanenstraße feiert 2026 sein 50jähriges Bestehen und gilt als eine der ältesten privat geführten Cocktailbars in Berlin. Seine bisherigen Besitzer, Hans Schröder als Gründer und Gregor Scholl als Nachfolger ab 2001, haben das Lokal zur Kultstätte der Barkultur gemacht, sei es durch den unkonventionellen Umgang im Mixen der Cocktails, den strengen, aber charmanten Einlass-Regeln mit Dresscode oder auch dem interessanten Interieur. Der Tresen ist ein Nachbau aus dem alten Hotel Adlon, wo der Gründer die letzten Kriegsjahre als Page und Barbursche gearbeitet hatte. Gregor Scholl, eigentlich Komponist, hat den Rum Trader als "Institut für fortgeschrittenes Trinken" bezeichnet und sich in den mehr als zwanzig Jahren bis 2021 in diesem Trinktempel selbst zu einer Ikone in der Berliner Barszene gemacht – stets elegant, mit Fliege und Dreiteiler hat der Keeper Rumcocktails je nach Wunsch selbst und impulsiv gemixt. Wer in die stilvolle Mini-Raucherbar eingelassen werden möchte, muss rechtzeitig kommen und eine Klingel betätigen. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen. Ein Besuch im Rum Trader bleibt ein unvergessliches Erlebnis für Cocktailkenner und Barkultur-Aficionados.
Nur ein Kilometer vom Savignyplatz entfernt, findet jeden Mittwoch und Samstag rund um die Backsteinmauern der Trinitatiskirche der Wochenmarkt am Karl-August-Platz statt. Es gibt eine große Auswahl an frischen Lebensmitteln, feinen Käse, edlen Weinen und Antipasti sowie an Blumen und handwerklichen Produkten. Die individuellen Imbissbuden laden zum Verweilen und Plaudern ein.
Im Feinkostladen Augusta in der Carmerstraße bieten Sébastien Gorius und Philippe Régnier authentische, überwiegend französische, Produkte und Spezialitäten an. Die beiden legen besonderen Wert auf Qualität und Handwerk. So finden sich in der imposanten Käsetheke mit einer Länge von fünf Metern rund 80 Käsesorten - vor allem Bauernkäse und Rohmilchkäse - von kleinen Herstellern und Bauernhöfen aus Frankreich und weiteren europäischen Ländern. Das Weinangebot von 400 Weinen ist ein Mix von kleinen Winzern, Genossenschaften und renommierten Weingütern aus dem Genussland Frankreich. Käseplatten und Wurstplatten, ebenso wie Gerichte zum Mitnehmen werden vor Ort frisch zubereitet. An dem großen Tisch im Laden finden monatliche Wein- und Käse-Tastings, Beaujolais Nouveau Events sowie Raclette- und Fondue-Verkostungen statt. Im Sommer werden die Gäste auf der großen Terrasse empfangen. Werktags empfiehlt es sich, zum Apéritif vorbeizukommen.
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