Die Paris Bar ist seit ihrer Eröffnung 1962 das legendäre Wohnzimmer der Berliner Bohème – ein Ort, an dem sich Künstler, Intellektuelle und Prominente aus aller Welt seit Jahrzehnten begegnen. Eigentlich ist sie weniger Bar als französisches Restaurant, doch wichtiger als das Essen ist hier das Sehen und Gesehenwerden. Zahlreiche zeitgenössische Kunstwerke, die Wände, Ecken und sogar die Decken der beiden großen Essbereiche schmücken und eine Collage aus hunderten Polaroid-Bildern beweisen den Besuch vieler Berühmtheiten von Yves Saint Laurent bis Madonna und natürlich Martin Kippenberger. Michel Würthle, der österreichische Künstler und Gastronom hatte die Paris Bar ab 1979 geführt und manchmal Kunst als Zahlungsmittel akzeptiert, so auch jenes von Kippenberger, wird gemunkelt. Es kursieren viele Geschichten aus wilden Nächten, die den Mythos des Lokals geprägt haben. So auch jene, die sich um Madonna rankt und vermutlich am häufigsten zitiert wurde: Die Pop-Sängerin war gebeten worden, den von ihr gewählten Tisch bitte frei zu machen, da dieser für Gina Lollobrigida reserviert sei. Worauf sie antwortete: „Who the fuck is Gina Lollobrigida?“
Wer zum Essen in die elegante Paris Bar kommt, findet klassische französische Bistro-Küche in der Speisekarte. Beliebt sind Steak Minute, Entrecôte, Blutwurst mit Calvados-Kartoffeln und Salade Niçoise. Nicht zu vergessen Bouillabaisse, Zwiebelsuppe in der typischen Löwenkopfterrine und die legendären, in Entenfett frittierten Pommes mit Béarnaise.