Gastroszene in der Kantstraße

Kantstraße in Berlin-Charlottenburg

Das chinesische Restaurant «Good Friends» in der Kantstraße im Stadtteil Charlottenburg.

Die Kantstraße ist eine der internationalsten Straßen Berlins, gerne als Chinatown oder Asiatown bezeichnet, und ohne Frage einer der Gourmet-Hotspots der Hauptstadt.

Auf den ersten Blick lädt der laute, vierspurige Hauptstadt-Boulevard, der vom Bahnhof Zoo bis tief in den Berliner Westen hinein verläuft, nicht zum Flanieren ein. Doch schnell fühlt man sich in eine eigene Welt hineingesogen, die vielfältiger und internationaler kaum sein könnte, erzählt sie doch eine Geschichte von Migration, Urbanität und Gastronomie.
Bereits in den 1920er-Jahren prägten Einwanderer die Straße, darunter russische Emigranten im „Charlottengrad“ und eine große jüdische Gemeinde mit zahlreichen Geschäften und Lokalen. 1923 eröffnete hier mit dem „Tientsin“ das erste chinesische Restaurant Berlins, das Intellektuelle und Diplomaten anzog – ein frühes Signal für die kulinarische Internationalisierung der Kantstraße.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Straße zum kosmopolitischen Treffpunkt West-Berlins, mit legendären Orten wie der Paris Bar oder dem Schwarzen Café, aber auch mit Rotlichtmilieu und Nachtleben. Seit den 1990er-Jahren, verstärkt nach der Jahrtausendwende, entwickelte sich vor allem der Abschnitt jenseits des Savignyplatzes zu einem panasiatischen Hotspot. Chinesische, vietnamesische, thailändische, japanische und südindische Restaurants reihen sich hier dicht aneinander. Rund 50 asiatische Betriebe machen die Kantstraße heute zu einer der authentischsten internationalen Gastro-Meilen der Stadt. Als „Boulevard der Einwanderer“ vereint sie bis heute Kiezgefühl, Weltläufigkeit und kulinarische Vielfalt auf engstem Raum. Hier sind einige bemerkenswerte Orte zum Essen und Trinken in der Kantstraße:

Kantstraße: Alle Gastro-Hotspots auf einen Blick

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Restaurants

Die Gastronomieszene der Berliner Kantstraße ist bunt, international und von großer Vielfalt geprägt – sie reicht von klassischen französischen und österreichischen Adressen über authentische asiatische Küche bis zu kreativen Fusion-Konzepten. Die Hauptschlagader Charlottenburgs gilt auch als das Imperium von Deutschlands Spitzenkoch und Gastronomen The Duc Ngo. Allein fünf der folgenden Restaurants entspringen seinen innovativen Konzeptideen:

Kuchi Kant

Das Kuchi Kant, das The Duc Ngo bereits 1999 eröffnete, gilt als Pionier der modernen asiatischen Gastronomie in Berlin. Das Konzept der Sushi-Bar verbindet japanisch inspirierte Küche mit urbanem Design im Stil des Zen. Gäste sitzen entweder an der Sushi-Bar oder an den schlicht gehaltenen Tischen, wo sie das lebendige Treiben rund um sie herum oder in der offenen Küche beobachten können. Serviert werden frische, innovative Sushi-Kreationen mit einem klaren Fokus auf Qualität und Handwerk. Beliebt sind Mittagsgerichte wie Curry und Katsu mit Reis oder Gyudon, eine Reisschale mit gekochtem Rindfleisch und am Abend Izakaya Gerichte, wie Sushi, Sashimi, gegrilltes Steak oder Yakitori, also Fleischspieße. Eine Reservierung ist in jedem Fall sinnvoll, da die Kuchi Restaurants seit jeher zu den besten japanischen und Asian Fusion Restaurants in Berlin zählen. Sollte alles ausgebucht sein, werden die Wünsche nach einem Kuchi-Gericht direkt nebenan im Next to Kuchi erfüllt. Hier gibt es Essen zum Mitnehmen.

893 Ryōtei

Wer an der verspiegelten, mit Graffiti besprühten Fassade, einer ehemaligen Schlecker-Filiale vorbeigeht, erahnt nicht, was sich dahinter verbirgt. Es ist das stilvoll inszenierte japanische Fine-Dining-Restaurant 893 Ryōtei. Ein Schritt über die Schwelle des Lokals offenbart eine lebhafte Atmosphäre bei gedimmtem Licht und schwarzem Interieur. Die offene Küche, in der erstklassiges Fleisch und Fisch verarbeitet werden, steht im Mittelpunkt. Selbst im Namen steckt Finesse: Die Zahlenfolge 8-9-3, gelesen im japanischen Zahlensystem, ergibt den Begriff „Yakumi“. Im Japanischen meint das Wort „Yakumi“ Gewürz. Und das ist Programm in der Küche von Star-Gastronom Duc Ngo. Er interpretiert japanische Klassiker wie Sushi, Sashimi oder Tempura kreativ und kombiniert sie souverän mit internationalen Einflüssen, insbesondere mit deren Gewürzen. Es wird empfohlen, mehrere Gerichte zu bestellen und diese gemeinsam zu teilen, um eine Vielzahl der Aromen zu erleben. Das macht das Ryōtei zu einer der spannendsten Adressen für moderne japanische Küche in Berlin.

FunkyFish

Das FunkyFisch ist die zeitgenössische Fischadresse von Star-Gastronom Duc Ngo und befindet sich in den ehemaligen Räumen des Kant Cafés. In modernem, künstlerisch gestaltetem Ambiente dreht sich alles um erstklassigen, frischen Fisch und Meerestiere, die vor den Augen der Gäste am langen Tresen präsentiert und nach Wunsch zubereitet werden. Empfehlenswert ist auch die Fischsuppe, die mehr als zehn Stunden im Hundertlitertopf köchelt. Die international inspirierte Küche verbindet gehobene Seafood-Gerichte mit Leichtigkeit, kreativen Akzenten und auch vegetarischen Optionen. Eine entspannte Atmosphäre, eine schöne Terrasse und die Michelin-Empfehlung unterstreichen den hohen Anspruch dieses modernen Fischrestaurants.

Madame Ngo

Das französisch-vietnamesische Restaurant mit einfacher, aber guter vietnamesischer Küche ist ein Dauerbrenner. Für die authentische "Pho" warten Gäste gerne auf einen freien Platz.

Gleich um die Ecke in der Schlüterstraße ist das koreanisch-japanische (Fast-Food) Restaurant Ngo Kim Pak. Die coole Atmosphäre, geschaffen mit dunklen Wänden, bunten Neonschriftzügen, grellem Licht, Musik und buntem Geschirr, erinnert an einen koreanischen Street Food Markt. Entsprechend ist das kulinarische Angebot. Auf der Speisekarte stehen (Fast-Food-)Klassiker und Fusion-Kreationen wie asiatische Burger, Bibimbap und deftige Ramen.

Restaurant Aroma

Gäste speisen im chinesischen Restaurant Aroma in der Kantstraße im Stadtteil Charlottenburg.

Lon Men’s Noodle House

Das Lon Men’s Noodle House ist seit 2003 ein echtes Berliner Original und die Suppenküche der taiwanesischen Familie Ting. An einfachen Holztischen werden hier hausgemachte Spezialitäten wie taiwanesische Nudelsuppen, chinesische Dim Sum und weitere landestypische Gerichte serviert – aromatisch, authentisch und ohne kulinarische Zugeständnisse. Mit dem schlichten Interieur, den dampfenden Töpfen und der familiären Atmosphäre besitzt das Restaurant eine Echtheit, die man selten findet. Kein Wunder, dass hier treue Stammgäste ebenso ein- und ausgehen, wie Künstler und Schauspieler, selbst Berlins Spitzenköche, die sich nach der angeblich besten taiwanesischen Nudelsuppe sehnen. Wer keinen Platz mehr ergattert, bestellt die Gerichte zum Mitnehmen.

Good Friends

Seit März 1993 ist das Good Friends eine Legende der Kantstraße und ein fester Anker für authentische kantonesische Küche in Berlin. Der Sternekoch Tim Raue ist hier Stammgast und nennt es sein zweites Zuhause. Dass hier alles echt ist, zeigen nicht nur die vielen chinesischen Gäste, sondern auch Spezialitäten wie Hühnerfüße mit Knoblauchsoße, Tausend-Jahr-Eier mit Qualle, Seetangsuppe mit Fischkopf und Tofu, die echte Sauer-Scharf-Suppe und weitere unverfälschte süß-sauer abgeschmeckte Gerichte. Kenner wissen, dass sie für die originalen Köstlichkeiten mit ihren unverwechselbaren Aromen den hinteren Teil der zweigeteilten Speisekarte aufschlagen. Im vorderen Teil finden sich die Gerichte, die eher auf den europäischen Geschmack abgestimmt sind.

Aroma

Auch das Restaurant Aroma gilt als feste Größe der kantonesischen Küche und wurde sogar vom Sternekoch Kolja Kleeberg empfohlen. Besonders die hausgemachten, stets frisch zubereiteten Dim Sum werden von Gästen regelmäßig hochgelobt – Kleebergs persönlicher Favorit sind die mit gegrilltem Schweinefleisch gefüllten Char Siew Pau. Bekannt ist das Aroma zudem für seine außergewöhnlich lange Öffnungszeit bis 2 Uhr nachts, wenn sich hier Nachtschwärmer, Köche und Gastronomen aus ganz Berlin treffen. An großen Tischen mit Drehplatten entstehen dabei spätabends Genussmomente, die den Ruf der Kantstraße als Berlins Chinatown prägen.

Lovis

Lovis in der Wilmina ist ein außergewöhnlicher Ort: Wo einst hinter dicken Backsteinmauern ein Frauengefängnis war, entstand ein kontemporäres Fine-Dining-Restaurant mit dezent elegantem Mobiliar in einem begrünten, überdachten Gefängnisinnenhof. Hohe Ziegelsteinwände, Bocci-Lampen wie ein Sternenhimmel und große Panoramafenster zum wild bewachsenen Garten schaffen eine Atmosphäre, in der man – wie es so treffend heißt – „aus der Welt hinaustritt“. Küchenchefin Sophia Rudolph serviert hier handwerkliche, bodenständige Regionalküche auf Fine-Dining-Niveau, mit saisonalen Produkten, nachhaltigem Fisch und Fleisch sowie veganen Alternativen. Die Grüntuch Ernst Architekten haben diesen Ort mit schwerer Geschichte in einen kontemplativen Rückzugsort verwandelt, der Leichtigkeit, Gastlichkeit und höchste kulinarische Qualität vereint.

Ottenthal Restaurant & Weinhandlung

Das schlauchartige Lokal Ottenthal mit Mozartbüsten und klassisch edler Einrichtung bietet seit 1994 österreichische Küche auf hohem Niveau. In schlichter, leicht nobler, aber angenehm entspannter Atmosphäre serviert man nicht nur klassisches Wiener Schnitzel vom Biokalb mit leckerem Erdäpfel-Vogerlsalat, zarten Tafelspitz mit Röstern, Cremespinat, Schnittlauchsoße und Apfelkren, den berühmten Kaiserschmarrn und Marillenknödel, sondern auch ein veganes Schnitzel ohne Soja, Seitan oder Tofu. Mit viel Raffinesse zubereitete Gerichte wie Carpaccio vom Stör oder Pastete vom Brandenburger Hirsch mit kaltgerührten Wildpreiselbeeren bereichern zunehmend die Speisekarte. Begleitet werden die Speisen von einer beeindruckenden Auswahl österreichischer Weine, Schnäpse und Kaffeespezialitäten. Wenn dann noch die klassische Gastfreundschaft hinzukommt, steht einem Wohlfühlabend nichts mehr im Weg.

Street Food und Imbisse

Burger

Ein Patty aus Kidneybohnen auf einem Veggie-Burger.

Die Kantstraße bietet eine lebendige Streetfood- und Imbiss-Szene mit kleinen, kreativen Konzepten und internationalen Snacks direkt am Gehweg. Zwischen koreanischen Tacos, klassischen Falafel- und orientalischen Wrap-Ständen sowie traditionellen Currywurst-Imbissen findet man hier schnelle Happen für jeden Hunger.

Son Kitchen

Seit 2016 zeigen drei Berliner mit deutsch-koreanischen Wurzeln im Durchreiche-Imbiss Son Kitchen, wie koreanische Küche mit einem Berliner Twist funktioniert. In der winzigen Küche hinter dem stylischen Fastfood-Fenster entstehen Kimchi-Tacos, Bibimbap und Burger mit Brioche- oder Bao-Buns – kreativ, unkonventionell und fast immer mit scharfem Kimchi. Aus der erfolgreichen Idee koreanisches Streetfood-Catering anzubieten, folgte die natürliche Konsequenz, einen Laden zu eröffnen, dessen einziges Zubehör für Gäste nur aus zwei Stehtischen mit Hockern auf dem Gehweg besteht. Das koreanische Streetfood kann man auch an festen Ständen in der Markthalle Neun verköstigen. Besonders legendär sind die Tiger Balls und das frittierte Kimchi in knuspriger Panko-Panade – perfekt für großen Hunger im kleinen Format.

Munchies

Das Fast-Food-Restaurant hat sich im Nu zu einem Hit entwickelt. Die, vor allem jungen, Leute stehen vor dem Lokal mit der auffällig roten Farbe und dem weißen Schriftzug Schlange für den mexikanisch-amerikanisch orientierten Halal-Imbiss mit starken Aromen. Es gibt Birria Tacos und Melts, amerikanische Burger und Pommes, Nashville Hot Chicken bis hin zu plant-based Optionen. Die Idee, vielfältiges Streetfood in einem Lokal zu vereinen, kam den beiden Gründern des Unternehmens - David Ehebald und Joschka Schäfer – auf Reisen durch die Vereinigten Staaten. Sie starteten 2021 mit einem Foodtruck in Berlin und eröffneten 2023 ihre erste Filiale. Mittlerweile gibt es drei Munchies. To munch bedeutet übrigens übersetzt mampfen, geräuschvoll kauen oder (umgangssprachlich) fressen.

Bier’s Mini 7

Bier’s Mini 7 trotzt seit Jahrzehnten jedem Trend. Der legendäre Späti-Imbiss liegt unter der S-Bahnbrücke zwischen dem Theater des Westens und dem Zoologischen Garten. Er versorgt Nachtschwärmer, Taxifahrer und Theatergäste bis tief in die Nacht mit Currywurst in traditionellen Varianten – mit und ohne Darm. Die dazu gereichte scharfe Soße nach gehütetem Familienrezept ist ebenso außergewöhnlich wie die Präsentation der Currywurst auf edlem Porzellan. Ergänzt wird das Angebot durch Pommes frites, Bouletten, Fleischspieße, Bockwurst und Thüringer Rostbratwurst. Als Teil des Familienbetriebs Bier’s Currywurst repräsentiert Bier’s Mini 7 ein Stück Berliner Esskultur mit authentischem Berliner Flair.

Cafés

Pinke Waffeltorte

Pinke Waffeltorte

Schwarze Café

Das Schwarzes Café mit seinem bunt leuchtenden Papagei im Schaufenster ist eine Berliner Institution. Entstanden 1978 aus der anarchistischen West-Berliner Szene heraus, wandelte es sich zum kulturellen Klassiker. Dunkle Wände, Neonröhren und viel Metall in der Inneneinrichtung lassen den rebellischen Geist von damals noch erfühlen. Zum Schmunzeln verführt das Metallherz in der Wand zwischen den beiden Damenklos, das für ein kleines Pläuschchen geöffnet werden kann. Auf zwei Etagen und einem gemütlichen Hinterhof für die warmen Tage wird hier nahezu rund um die Uhr gegessen, getrunken und gefrühstückt: vom Wiener Schnitzel über hausgemachte Kuchen bis zu Frühstücken wie Späte Liebe oder Exzess. Die üppige, internationale Karte bietet für jeden Geldbeutel etwas. Wer das authentische Berlin erleben möchte, schaut hier vorbei und lässt sich Geschichten aus mehreren Jahrzehnten erzählen. Besonders nachts scheint das Café zu vibrieren, wenn Taxifahrer, Clubgänger oder Nachtschwärmer hier noch eine kleine Pause einlegen. Marianne Rosenberg hat das Café mit der Ballade Im Schwarzen Café besungen.

Der Kuchenladen

Im Kuchenladen haben Tortenträume ihr kurzfristiges Zuhause. Man drückt sich unweigerlich die Nase an der Kuchenvitrine platt, denn die Auswahl und Kreativität ist schlicht überwältigend. Täglich warten rund dreißig bis vierzig Kuchen und Torten darauf, probiert oder im Ganzen gekauft zu werden. Die größte Herausforderung ist, eine Auswahl zu treffen zwischen beispielsweise Tiroler Apfelkuchen mit Kürbiskernen, Sweet-Vanille-Torte mit Baumkuchen, Manhattan Queen mit Frischkäse und Basilikum, Carrot Cake mit Möhren, Walnüssen und Kokos, Milchreistorte mit Himbeeren und anderen verführerischen Kreationen. Die fantasievollen Werke der Feinbäckerei sehen nicht nur schön aus, sondern haben auch eine außergewöhnliche Qualität. Den Inhabern Klaus-Dieter Heinemann und Uwe Gundelach ist es wichtig, auf industrielle Tricks zu verzichten und mit vollfetter Konditorsahne, sowie ausschließlich mit Butter zu arbeiten. Das charmante Café mit seinen 32 Plätzen bietet im Innenbereich braune Ledersessel unter Kronleuchtern und im Außenbereich bunte Klappstühle mit dazu passenden Bistrotischen. Von da aus kann man das rege Treiben auf der Kantstraße genüsslich beobachten.

Bars und Kneipen

Paris Bar in der Kantstraße

Blick auf die Paris Bar mit Abendbeleuchtung. Vor dem Lokal sitzen Gäste an gedeckten Tischen.

Paris Bar

Die Paris Bar ist seit ihrer Eröffnung 1962 das legendäre Wohnzimmer der Berliner Bohème – ein Ort, an dem sich Künstler, Intellektuelle und Prominente aus aller Welt seit Jahrzehnten begegnen. Eigentlich ist sie weniger Bar als französisches Restaurant, doch wichtiger als das Essen ist hier das Sehen und Gesehenwerden. Zahlreiche zeitgenössische Kunstwerke, die Wände, Ecken und sogar die Decken der beiden großen Essbereiche schmücken und eine Collage aus hunderten Polaroid-Bildern beweisen den Besuch vieler Berühmtheiten von Yves Saint Laurent bis Madonna und natürlich Martin Kippenberger. Michel Würthle, der österreichische Künstler und Gastronom hatte die Paris Bar ab 1979 geführt und manchmal Kunst als Zahlungsmittel akzeptiert, so auch jenes von Kippenberger, wird gemunkelt. Es kursieren viele Geschichten aus wilden Nächten, die den Mythos des Lokals geprägt haben. So auch jene, die sich um Madonna rankt und vermutlich am häufigsten zitiert wurde: Die Pop-Sängerin war gebeten worden, den von ihr gewählten Tisch bitte frei zu machen, da dieser für Gina Lollobrigida reserviert sei. Worauf sie antwortete: „Who the fuck is Gina Lollobrigida?“
Wer zum Essen in die elegante Paris Bar kommt, findet klassische französische Bistro-Küche in der Speisekarte. Beliebt sind Steak Minute, Entrecôte, Blutwurst mit Calvados-Kartoffeln und Salade Niçoise. Nicht zu vergessen Bouillabaisse, Zwiebelsuppe in der typischen Löwenkopfterrine und die legendären, in Entenfett frittierten Pommes mit Béarnaise.

Lovis Bar

Die Lovis Bar liegt verborgen im Kellergewölbe des Wilmina, jenem zum Hotel transformierten ehemaligen Frauengefängnis. Hinter dem gülden schimmernden Rückbuffet stehen Spirituosen in dunklen Apothekerflaschen – kein Markenfetisch, sondern Konzentration auf das Essenzielle und das präzise Zusammenspiel der Aromen. Hier werden Geschmacksachsen neu vermessen, Drinks nach Sweet, Sour, Bitter oder Umami sowie von No bis High Alcohol by Volume sortiert. Viele handwerkliche Brände, Geiste und selbst Infusioniertes bilden die Basis – komponiert wird nicht nach Etikett, sondern nach Geschmack.

Quasimodo – Jazzclub

Der Jazz-Club Quasimodo, direkt unter dem Delphi-Filmpalast, gehört zu den ältesten Jazz-Clubs der Berliner Kulturlandschaft und zu den renommiertesten Livemusik-Clubs in Europa. In der dazugehörigen Bar treffen sich sowohl Kinogänger als auch Konzertbesucher gerne auf einen Drink. Im Sommer steht eine Terrasse zur Verfügung.

Markthallen - Märkte – Delikatessen – Spezialitätenläden

Spanische Oliven

In einer Schale liegen grüne Oliven.

Aqui España

Der kleine Laden ist eines der bekanntesten spanischen Feinkostgeschäfte Berlins, das Liebhaber von spanischen und mediterranen Spezialitäten anzieht. Das Geschäft führt typische Spezialitäten der iberischen Halbinsel – darunter Jamon Ibérico, Chorizo, Manchego-Käse, Weine aus Regionen wie Alentejo oder Rioja, sowie konservierte Meeresfrüchte und Olivenöle, die man sonst oft nur direkt aus Spanien kennt – perfekt für Tapas-Abende oder besondere Einkaufsideen. Ergänzt wird das Sortiment durch Produkte aus Lateinamerika, etwa mexikanische Tortillas, Chili-Soßen oder Inca Kola. Viele Besucher schätzen zudem die Möglichkeit, vor Ort ein Glas Wein oder einen Kaffee zu genießen.

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Aktualisierung: 23. Februar 2026