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Werkbundarchiv - Museum der Dinge

  • Gang mit beleuchteten Vitrinen voller Design- und Alltagsobjekte im Museumsdepot.

    Das Offene Depot des Werkbundarchivs – Museum der Dinge.

  • Detailansicht einer Vitrine mit Spielen, Figuren und Objekten zu Konsum und Wachstum.

    Detailaufnahme aus dem Offenen Depot

  • Person betrachtet Exponate in beleuchteten Vitrinen eines offenen Museumsdepots.

    Das Offene Depot des Werkbundarchivs – Museum der Dinge.

  • Ausstellungsraum mit Vitrinen und historischen Designobjekten vor großer Fensterfront.

    Das Offene Depot des Werkbundarchivs – Museum der Dinge.

  • Museumsshop mit Designbüchern, Produkten und Auslage in modernem Ausstellungsraum.

    Der Museumsshop des Werkbundarchivs – Museum der Dinge.

Das Museum der Dinge folgt der Werkbund-Tradition und befasst sich mit der Produktkultur des 20. und 21. Jahrhunderts.

Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge widmet sich der von der industriellen Massen- und Warenproduktion geprägten Sachkultur. Es präsentiert sich in einem ehemaligen Werkstattgebäude als ein offenes Depot, in dem die Besucher den musealen Umgang mit den Sammlungen unmittelbar verfolgen können. Kern der Institution ist das Archiv des Deutschen Werkbunds, des DWB.

Der zunehmenden Entfremdung durch Design entgegenwirken

Diese 1907 gegründete Vereinigung von Künstlern, Industriellen und Kulturpolitikern hat als Teil der utopischen Kulturtendenzen zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Lebensreform angestrebt. Der zunehmenden Entfremdung wollte der DWB entgegenwirken durch eine reformierte, modern-sachliche Gestaltung von industriell gefertigten Produkten sowie von Architektur und Lebensraum. Neben der Einflussnahme auf ein zeitgemäßes Entwerfen und Produzieren von Dingen und Ensembles war die ästhetische Bildung Kernaufgabe des DWB.

Das 1973 gegründete Werkbundarchiv, das von einem gemeinnützigen Verein getragen wird, steht als autonome Organisation bewusst in dieser Werkbund-Tradition. Es sieht seine Aufgaben gleichermaßen in der materiellen Bewahrung und der wissenschaftlichen Dokumentation des Werkbundschaffens als auch in dessen zeitgenössischer Interpretation und Reflexion. Daher beschränkt sich das Werkbundarchiv – Museum der Dinge in seiner Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit nicht auf die Erzeugnisse von Werkbundkünstlern und –firmen, sondern bezieht den Wirkungsbereich des Werkbunds – den Alltag und die Waren produzierende Gesellschaft – in seine Arbeit ein.

Zwischen Werkbund-Produkten und Massenware

Die Sammlung umfasst neben ca. 30.000 Dokumenten auch rund 20.000 Objekte. Diese dokumentieren die spannungsreichen Verhältnisse zwischen Werkbund-spezifischen Produkten und Massenware, kunstgewerblichen Einzelstücken und industriellen Erzeugnissen, Objekten namhafter Gestalter und dem anonymen Design, funktionalen, puristischen Objekten und „Kitsch“, zwischen Markenwaren und no-name-Produkten. Ergänzend gibt es Reihen zur Material-, Form- und Funktionsgeschichte der Dinge im 20. Jahrhundert. Die Sammlung ermöglicht somit sowohl kulturhistorisch, technisch und funktionshistorisch als auch soziologisch orientierte Rekonstruktionen des Umgangs mit Dingen in der Industriegesellschaft.

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 Adresse
Leipziger Straße 54
10117 Berlin
Telefon
(030) 921 063 11
Internetadresse
www.museumderdinge.de
Öffnungszeiten
Donnerstag bis Montag von 12 bis 19 Uhr
Eintritt
6 Euro, ermäßigt 4 Euro, Frei für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren

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Quelle: Museum der Dinge - Werkbundarchiv, Bearbeitung: berlin.de

Aktualisierung: 18. August 2026