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Aufenthaltserlaubnis für Ehepartner, Eltern und Kinder (allgemein)

Erteilung oder Verlängerung einer Aufenthaltserlaubnis für

  • Ehegatten / gleichgeschlechtliche Lebenspartner von Deutschen oder Ausländern mit einem gültigen Aufenthaltstitel
  • Kinder von Deutschen oder Ausländern mit einem gültigen Aufenthaltstitel
  • Elternteile von deutschen Kindern
  • Elternteile von ausländischen Kindern mit einem Aufenthaltstitel nach § 23 Abs. 4, § 25 Abs. 1, § 25 Abs. 2 oder § 26 Abs. 3, wenn sich kein zur Personensorge berechtigter Elternteil im Bundesgebiet aufhält
  • Elternteile von ausländischen Kindern mit einer Niederlassungerlaubnis nach § 26 Abs. 4 (wenn vorher eine Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 2 S. 1, 2. Alt. erteilt worden war), wenn sich kein zur Personensorge berechtigter Elternteil im Bundesgebiet aufhält


Wichtiger Hinweis:

Ihr Familienangehöriger besitzt eine Aufenthaltserlaubnis für

  • ein Studium oder
  • eine betriebliche Aus- und Weiterbildung oder
  • die Anerkennung einer ausländischen Berufsqualifikation oder
  • als Gastwissenschaftler(in), wissenschaftliches oder technisches Personal oder
  • als Lehrkraft an einer Schule oder Hochschule?

Dann lesen Sie bitte hier weiter: Aufenthaltserlaubnis für Ehepartner und Kinder von Auszubildenden, Studierenden, Wissenschaftlern und Lehrern

Voraussetzungen

  • anerkannte Ehe oder eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft
  • minderjährige ledige Kinder
  • familiäre Lebensgemeinschaft in Berlin
  • Hauptwohnsitz in Berlin
  • persönliche Vorsprache der Familie
    Zur Beantragung und Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis ist die gemeinsame Vorsprache der Familie (beide Ehegatten / Lebenspartner, Eltern, minderjährige ausländische Kinder) erforderlich. Die Vorsprache sollte möglichst mit Termin erfolgen.

    Minderjährige ausländische Kinder müssen erst ab dem vollendeten 6. Lebensjahr mitkommen.

    Wenn der ausländische Vater eines deutschen Kindes den Antrag auf Aufenthaltserlaubnis ohne Begleitung durch die Kindesmutter stellt, ist eine Bestätigung des Jugendamts (nicht älter als 14 Tage) über den Umgang mit dem Kind vorzulegen.

Erforderliche Unterlagen

  • gültiger Pass
    Für jedes Familienmitglied ist ein Pass vorzulegen.
  • Personalausweis
    Bei deutschen Ehegatten / Lebenspartnern genügt auch der Personalausweis.
  • Kinderausweis
    Für deutsche Kinder ist ein Kinderausweis vorzulegen.
  • 1 aktuelles biometrisches Foto von jedem ausländischen Familienmitglied
    35mm x 45mm, Frontalaufnahme mit neutralem Gesichtsausdruck und geschlossenem Mund gerade in die Kamera blickend, heller Hintergrund
  • Heiratsurkunde / Partnerschaftsurkunde
    mit Apostille, wenn die Ehe / Lebenspartnerschaft im Ausland geschlossen wurde;
    nur bei erstmaligem Antrag jeweils im Original und in Kopie vorzulegen
  • Geburtsurkunde für minderjährige Kinder
    nur bei erstmaligem Antrag im Original und in Kopie
  • Nachweis über das Sorgerecht
    Ein Nachweis über das Sorgerecht ist immer dann vorzulegen, wenn entweder
    • der ausländische Vater mit der Kindesmutter nicht verheiratet ist und die Aufenthaltserlaubnis zur Personensorge beantragt
    oder
    • ein minderjähriges ausländisches Kind die Aufenthaltserlaubnis beantragt und ein Elternteil nicht in Deutschland lebt.

    Nur bei erstmaligem Antrag im Original und in Kopie
  • Mietvertrag mit Angabe der aktuellen Miethöhe
    in Original und Kopie
    (Für Ehepartner, Eltern oder Kinder von Deutschen bei der erstmaligen Beantragung der Aufenthaltserlaubnis nicht erforderlich.)
  • Krankenversicherung
    Der Nachweis eines gesicherten Lebensunterhalts umfasst auch einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz. Gesetzlich Krankenversicherte sind ausreichend versichert. Privat Krankenversicherte müssen auf Art und Umfang ihrer Krankenversicherung achten. Für mehr Informationen dazu bitte das Merkblatt lesen.
    (Für Ehepartner, Eltern oder Kinder von Deutschen bei der erstmaligen Beantragung der Aufenthaltserlaubnis nicht erforderlich.)
  • Nachweise zum Lebensunterhalt der Familie in der Bedarfsgemeinschaft
    Bei der Berechnung des Lebensunterhalt werden auch die Personen einbezogen, mit denen ein Ausländer in einer Bedarfsgemeinschaft zusammenlebt oder denen er zum Unterhalt verpflichtet ist. Zu einer Bedarfsgemeinschaft zählen insbesondere Paare oder Elternteile und mit ihnen in einer gemeinsamen Wohnung lebende ledige Kinder vor Vollendung des 25. Lebensjahres.
    Die folgenden Nachweise zum Einkommen sind deshalb von allen Familienangehörigen in der Bedarfsgemeinschaft mit eigenem Einkommen vorzulegen.

    Bei Arbeitnehmern: Arbeitsvertrag, aktuelle Arbeitsbescheinigung (nicht älter als 14 Tage), die letzten 6 Lohnabrechnungen, bei Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis zusätzlich einen aktuellen Rentenversicherungsverlauf; alles im Original und in Kopie

    Bei Selbstständigen: vom Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Steuerbevollmächtigten ausgefüllter Prüfungsbericht zusammen mit den darin genannten Unterlagen, wie z.B. Handelsregisterauszug (s. bei Formulare)

    Ggf. ein aktueller Bescheid (z. B. des Jobcenters) über den Bezug von öffentlichen Leistungen im Original und in Kopie

    (Für Ehepartner, Eltern oder Kinder von Deutschen bei der erstmaligen Beantragung der Aufenthaltserlaubnis nicht erforderlich.)
  • aktuelle Schulbescheinigung (nicht älter als 14 Tage)
    Für schulpflichtige Kinder.
  • Bescheinigungen über den Integrationskurs (Nur bei Verlängerung)
    Wenn Sie zur Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichtet wurden, sind sämtliche Nachweise über die Teilnahme am Integrationskurs vorzulegen
  • Nachweis über Hauptwohnsitz in Berlin
    • Bescheinigung über die Anmeldung der Wohnung (Meldebestätigung) oder
    • Mietvertrag und Einzugsbestätigung des Vermieters
    Mehr zum Thema im Abschnitt „Weiterführende Informationen“
  • Formular Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels (ausgefüllt)
    nur bei erstmaliger Beantragung für jedes ausländische Familienmitglied mitzubringen;
    verfügbar in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Griechisch, Türkisch, Serbo-kroatisch, Spanisch, Portugiesisch und Russisch

Gebühren

Die folgenden Gebühren bemessen sich nach dem jeweiligen technischen Aufwand bei der Ausstellung der Aufenthaltserlaubnis. Sie betragen ab dem 01.09.2017 für:

  • Erwachsene: 56,00 bis 100,00 Euro für die erstmalige Erteilung der Aufenthaltserlaubnis; 49,00 bis 96,00 Euro für jede Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis
  • Minderjährige: 28,00 bis 50,00 Euro für die erstmalige Erteilung der Aufenthaltserlaubnis; 24,50 bis 48,00 Euro für jede Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis
  • Türkische Staatsangehörige: Maximal 28,80 Euro

Ausländer, die ihren Lebensunterhalt nicht ohne Leistungen nach SGB II oder XII oder Asylbewerberleistungsgesetz bestreiten können, sind von den Gebühren befreit. Ein aktueller Bescheid des Jobcenters oder Sozialamts ist zum Nachweis vorzulegen.

Durchschnittliche Bearbeitungszeit

Am besten ist eine Vorsprache 4 bis 6 Wochen bevor das Visum oder die bisherige Aufenthaltserlaubnis abläuft.
In der Regel wird die Aufenthaltserlaubnis bei Vorsprache als Etikett in den Pass eingeklebt.
Elektronische Aufenthaltstitel können zurzeit nur in Ausnahmefällen ausgestellt werden.