DAAD - Deutscher Akademischer Austauschdienst

DAAD - Deutscher Akademischer Austauschdienst

Internationale Künstler auf dem Weg zum Weltruhm und eine Galerie, die stets für überraschende Ausstellungen gut ist.

Gendarmenmarkt Berlin

© dpa

Nach dem Umzug der DAAD-Galerie aus der Kurfürstenstraße in die Zimmerstraße stellen die Künstler aus dem Berliner Austauschprogramm die Resultate ihres Stipendienaufenthaltes an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze zur Schau. Seit 1965 machen Kreative aus aller Herren Länder der Sparten Literatur, Musik, Film und bildende Kunst auf dem Weg zum Weltruhm für ein Jahr Zwischenstation in Berlin. Was als Programm der Ford Foundation begann, führt der DAAD mit den Mitteln des Auswärtigen Amtes und des Berliner Senats seit 1965 fort. Neben Unterhalt, Wohn- und Arbeitsraum für die Stipendiaten sorgt er für die Zusammenarbeit mit den städtischen Institutionen aus Kunst und Wissenschaft.

Die Literaturförderung nimmt sich seit dem Mauerfall besonders der jungen Schriftsteller aus Osteuropa an und erleichtert ihnen den Kontakt zu deutschen Verlagen. Aber auch etablierte Literaten wie die Ungarn Georges Tabori, György Konrád und Péter Nadas kamen so nach Berlin. In den 60er- und 70er Jahren mischte der DAAD die Berliner Musikszene auf. Neue Musik von György Ligeti, John Cage und Krystof Penderecki erklang plötzlich in hiesigen Konzerthallen. Der DAAD half István Szabó, seinen Film „Mephisto“ zu realisieren; Jim Jarmusch und Andreij Tarkowskij nutzten Berlin als Stützpunkt zur Projektplanung. Die Förderung der bildenden Kunst hat allerdings einen besonderen Status im Berliner Künstlerprogramm. Seit 2008 sorgt die Kunsthistorikerin Ariane Beyn als Leiterin der Abteilung und Nachfolgerin von Friedrich Meschede für frischen Wind. Es ist der einzige Bereich, in dem eine Jury die Gäste nominiert. Das macht sich auch außerhalb der Galerie bemerkbar: Matt Mullican hängte seine symbolträchtigen Fahnen in den S-Bahnhof Alexanderplatz und Micha Ullman setzte der Bücherverbrennung auf dem August-Bebel-Platz ein Denkmal.

Quelle: Kulturverführer Berlin, 10. Auflage

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Aktualisierung: 31. Januar 2019