Dehoga zu Impfdebatte: Keine Zweiklassengesellschaft

Dehoga zu Impfdebatte: Keine Zweiklassengesellschaft

Der Hotel- und Gaststättenverband Brandenburg (Dehoga) hat in der Diskussion um Vorteile für Geimpfte davor gewarnt, eine «Zweiklassengesellschaft» einzuführen.

Olaf Schöpe

© dpa

Olaf Schöpe, Präsident der Dehoga, schaut in die Kamera.

Eine Einteilung in Geimpfte und nicht Geimpfte würde nur Unfrieden stiften, sagte Dehoga-Präsident Olaf Schöpe der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Es gehe jetzt in der Branche erst einmal darum, nach eventuellen Lockerungen das Geschäft überhaupt zum Laufen zu bringen und nicht darum, über Vorteile für Geimpfte zu sprechen. Öffnungsszenarien für Hotels und Gaststätten zu besprechen sei jetzt oberstes Gebot. Da gebe es bereits gute Stufenkonzepte, so Schöpe. Jeder solle für sein Haus ein Konzept erstellen, er setze da auf die Kreativität der Branche.
Der Deutsche Ethikrat hält es für falsch, die Corona-Einschränkungen für Geimpfte früher zu beenden. Ohnehin müsse erst geklärt werden, ob von geimpften Menschen weiter eine Ansteckungsgefahr ausgehe oder nicht, sagte die Vorsitzende des Ethikrates, Alena Buyx, am 04. Februar 2021 in Berlin. Eine vorherige individuelle Rücknahme der Maßnahmen nur für Geimpfte wäre auch mit Blick auf die allgemeine Akzeptanz der Maßnahmen nicht richtig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 4. Februar 2021