Die Geschichte des WM-Balls

Die Geschichte des WM-Balls

Seit 1970 stellt der Sportartikelhersteller adidas den offiziellen Spielball für alle großen Turniere der UEFA und FIFA, also den Fußball-Weltmeisterschaften sowie den Fußball-Europameisterschaften. Seitdem hat sich der Ball sehr verändert - nur rund ist er immer noch. Die Fotostrecke zeigt die verschiedenen Modelle, chronologisch rückwärts von 2018 bis 1970.

  • Der offizielle Ball für die Fußball-WM in Brasilien© Adidas/dpa
  • WM 2018 in Russland: Telstar 18© dpa
    Der offizielle Spielball für die Fußball-WM 2018 in Russland, Telstar 18, basiert auf dem Ball, der zur Fußball-WM in Mexiko im Jahr 1970 und auch zur Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland zum Einsatz kam. Der Ball zeigt ein klassisches Schwarz-Weiß-Muster, wobei sechs der 32 Panels strukturiert sind. Die Panels sind nicht genäht, sondern fugenlos zusammengeklebt. Die 18 steht - wie sollte es anders sein - für das WM-Jahr 2018.
  • WM 2014 in Brasilien: Brazuca© adidas
    Seinen Namen erhielt der offizielle Spielball der WM 2014 nach einer öffentlichen Wahl unter einer Million Fußball-Fans. Die bunten Farben und Schleifenmuster sollen an die in Brasilien beliebten farbigen Glücksarmbänder erinnern und die Spiel- und Lebensfreude der Brasilianer symbolisieren. Die neue Oberflächenstruktur sowie die einzigartige Symmetrie der sechs identischen Panels verbessern Grip und Ballgefühl und sorgen so für mehr Stabilität und Aerodynamik auf dem Spielfeld. Der brazuca wurde von mehr als 600 Profispielern und 30 Mannschaften in zehn Ländern auf drei Kontinenten eingehend getestet. Er ist somit der meist getestete Ball, der je entwickelt wurde, und ist für den Einsatz unter allen äußeren Bedingungen geeignet.
  • WM 2010 in Südafrika: Jabulani© adidas
    Jabulani ist ein Wort aus der Bantusprache, eine der elf offiziellen Sprachen der Republik Südafrika, die von fast 25 Prozent der Bevölkerung gesprochen wird und bedeutet wörtlich übersetzt "feiern" oder "zelebrieren". Die Elf ist bei dem offizellen Ball für die Fußball-WM in Südafrika Programm: Elf verschiedene Farben kommen beim elften adidas WM-Ball zum Einsatz. Diese elf Farben stehen stellvertretend für die elf Spieler jeder Mannschaft, die elf offiziellen Sprachen Südafrikas und die elf südafrikanischen Stämme. Mit nur acht neuartigen, thermisch verschweißten und erstmals sphärisch geformten 3D Panels erreicht der Ball eine bisher nie dagewesene Rundheit. Das neu entwickelte „Grip’n’Groove“ Profil sorgt für ein stabiles Flugverhalten und eine verbesserte Griffigkeit bei allen klimatischen Bedingungen.
  • WM 2006 in Deutschland: Teamgeist© adidas
    Der Teamgeist ist Schwarz und Weiß, den traditionellen Farben der deutschen Mannschaft. Er weist eine Konstruktion aus 14 sogenannten Panels auf, welche die Berührungspunkte von drei Panels um 60 Prozent und die Gesamtlänge der Panellinien um über 15 Prozent reduziert. Das Ergebnis ist eine glattere, absolut runde Außenhaut, die den Spielern Verbesserungen bei Präzision und Ballkontrolle bieten sollte. Die goldenen Akzente sind inspiriert von der Farbe des WM-Pokals. Der Name des Balls ist Programm: Teamgeist ist die wohl wichtigste Eigenschaft für jede Mannschaft, um am Ende zu gewinnen.
  • WM 2002 in Korea und Japan: Fevernova© adidas
    Der Fevernova war der erste offizielle Spielball für eine Fußball-Weltmeisterschaft seit 1978 mit einem anderen Design als der traditionelle Tango. Das bunte Design war voll und ganz von der asiatischen Kultur geprägt. Die verbesserte syntaktische Schaumschicht des Fevernova verlieh dem Ball bessere Leistungsmerkmale, und das dreilagige Gewebe sorgte für eine präzisere und besser berechenbare Flugbahn des Balls bei jedem Schuss.
  • WM 1998 in Frankreich: Tricolore© adidas
    Der Tricolore war der erste mehrfarbige offizielle Spielball. Inspiriert wurden der Name und das Design des Balls durch die französische Flagge sowie die Landesfarben, die Trikolore, und den gallischen Hahn, das traditionelle Symbol der Franzosen. Der Ball besaß eine neu entwickelte Schicht aus sogenannten syntaktischem Schaum, eine dichte, regelmäßig angeordnete Matrix aus mit Gas gefüllten, einzeln verschlossenen und besonders strapazierfähigen Mikrobällen. Dadurch war der Ball strapazierfähiger und formbeständiger.
  • WM 1994 in den USA: Questra© adidas
    1994 präsentierte adidas den ersten offiziellen Spielball mit einer Hightech-Schicht aus weißem Polyethylenschaum mit besonders hoher Energierückgabe. Der durch die Raumfahrttechnik, Hochgeschwindigkeitsraketen und Amerikas "Quest for the Stars" inspirierte Questra hatte völlig neue Eigenschaften. Durch die PE-Schicht war der Questra am Fuß besser kontrollierbar, löste sich aber gleichzeitig auch deutlich schneller vom Fuß, was sich in höheren Schussgeschwindigkeiten bemerkbar machte.
  • WM 1990 in Italien: Etrusco Unico© adidas
    Der Etrusco Unico stellte die nächste Entwicklungsstufe synthetischer Materialien dar: Er war der erste Spielball mit einer inneren Schicht aus schwarzem Polyurethan-Schaum. Dadurch war der Etrusco Unico vollständig wasserabweisend. Der Ball ließ sich besser spielen und erreichte höhere Schussgeschwindigkeiten. Inspiriert wurden der Name und das Design durch die Geschichte Italiens sowie die Kunstwerke der Etrusker. Jede der 20 Tango-Triaden zierten drei etruskische Löwenköpfe.
  • WM 1986 in Mexiko: Azteca© adidas
    Der offizielle Spielball für die WM von 1986 revolutionierte die Fußballherstellung. Der adidas Azteca war der erste vollsynthetische Spielball bei einer Fußball-WM. Die Verwendung von synthetischen Materialien erhöhte die Strapazierfähigkeit und reduzierte die Wasseraufnahme. Der Azteca zeigte bis dahin unerreichte Eigenschaften bei harten Böden, in Höhenlagen und bei feuchtem Klima. Das elegante und kunstvoll verzierte Design wurde von der Kultur des Gastgeberlandes inspiriert, nämlich von der Architektur und der Wandmalerei der Azteken.
  • WM 1982 in Spanien: Tango España© adidas
    Gegenüber dem Tango von 1978 wurde das Design für die Fußball-WM 1982 nur geringfügig verändert. Allerdings kam beim Tango España eine wichtige technische Innovation dazu: Der Ball, noch immer ganz aus Leder, hatte erstmals wasserdicht versiegelte Nähte. Dadurch verringerte sich die Wasseraufnahme des Balls bei feuchtem Spielwetter deutlich und die Gewichtzunahme wurde minimiert.
  • WM 1978 in Argentinien: Tango© adidas
    Im Fußballdesign gab es 1978 mit der Einführung des Tango eine weitere Revolution. 20 gleiche "Triaden" vermittelten den optischen Eindruck von 12 identischen Kreisen. Die Spielbälle der nächsten fünf Fußball-Weltmeisterschaften basierten auf diesem Grunddesign. Der Tango zeichnete sich durch eine höhere Wetterbeständigkeit aus.
  • WM 1974 in Deutschland: Telstar© adidas
    Bei der Fußball-WM in Deutschland 1974 wurden zwei Spielbälle eingesetzt. Der Telstar erlebte sein Comeback mit einer schwarzen statt der bisherigen goldenen Beschriftung. Zusätzlich führte adidas nach dem Erfolg des Telstar mit dem adidas Chile ein ganz in Weiß gehaltenes neues Modell ein. Benannt wurde es nach einem rundum weißen Ball, mit dem während der WM 1962 in Chile gespielt wurde.
  • WM 1970 in Mexiko: Telstar© adidas
    Das Design des adidas Telstar schrieb Fußballgeschichte: Der Telstar war der erste weiße Fußball mit schwarzen Fünfecken: 12 schwarzen Fünfecken und 20 weißen Sechsecken. Die WM von 1970 in Mexiko war die erste Fußball-WM, die im Fernsehen live übertragen wurde, und dank des neuen Designs des Telstar – dessen Name von "Star of Television" abgeleitet wurde – war der Ball im Schwarzweiß-Fernsehen deutlich besser zu erkennen. Bis heute gilt der Telstar als das Urdesign aller Fußbälle.

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