Ausstellung zeigt Rolle von Therbusch in Aufklärungszeit

Ausstellung zeigt Rolle von Therbusch in Aufklärungszeit

Zum 300. Geburtstag der Malerin Anna Dorothea Therbusch befasst sich die Gemäldegalerie Berlin mit der wichtigen Rolle der Künstlerin in der Zeit der Aufklärung.

Ausstellung Anna Dorothea Therbusch

© dpa

Eine Besucherin betrachtet das Gemälde „Jupiter und Antiope“ 1721-1782 Berlin.

In zwei Kabinetten sind Arbeiten von Therbusch (1721-1782) in Bezug gesetzt zu Werken meist männlicher Zeitgenossen wie François Boucher oder Jean Antoine Watteau. «Anna Dorothea Therbusch. Eine Berliner Künstlerin der Aufklärungszeit» ist von Samstag (04. Dezember 2021) an bis zum 10. April zu sehen.

Mehr Sichtbarkeit für Anna Dorothea Therbusch

Damit werde einer der Künstlerin zu mehr Sichtbarkeit verholfen, «die lange Zeit in der Kunstgeschichte vernachlässigt, um nicht zu sagen vergessen worden ist», sagte die neue Direktorin der Gemäldegalerie, Dagmar Hirschfelder, am Donnerstag. Therbusch stehe zudem für eine Zeit, in der «Künstlerinnen nicht dieselben Möglichkeiten hatten, ihre eigene künstlerische Karriere zu verfolgen».

Anerkennung bliebt Therbusch lange versagt

So zog Therbusch zunächst 20 Jahre lang fünf Kinder groß, bevor sie sich ihrer Kunst widmen konnte. An der Akademie in Paris wurde ein Gemälde von ihr abgelehnt, weil es angeblich nicht von einer Frau gemalt sein konnte. Mit der späteren Aufnahme in die Académie Royale sollte Therbusch dann aber die Basis für ihren Ruhm legen, der ihr in der Folge Anerkennung zunächst in Wien und dann schließlich auch in Berlin sichern sollte.

Künstlerin fertigte Königsporträts an

In Berlin gehörte sie dann zu den wichtigsten Porträtmalerinnen und -malern, erhielt Aufträge preußischen Herrscher unter anderem für Königsporträts. Die Ausstellung zeigt neben Werken aus den Beständen von Berlins Staatlichen Museen ausgewählte Leihgaben. Zu sehen ist auch ein etwa 1782 entstandenes großformatiges Selbstporträt. Dort zeigt sich Therbusch den Betrachtern offen zugewandt als gelehrte Respektsperson mit Augenglas als Zeichen für ihr Interesse.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 2. Dezember 2021 15:01 Uhr

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