Hamburger Bahnhof: Nolde-Ausstellung wird eröffnet

Hamburger Bahnhof: Nolde-Ausstellung wird eröffnet

In Berlin wird heute die mit Spannung erwartete Schau «Emil Nolde - Eine deutsche Legende. Der Künstler im Nationalsozialismus» präsentiert.

Werk von Emil Nolde

© dpa

Eine Frau steht vor dem Bild «Junges Friesenmädchen» von Emil Nolde.

Die Ausstellung im Hamburger Bahnhof zeigt das künstlerische Werk des Expressionisten Nolde (1867-1956) erstmals auf Basis neuer Erkenntnisse im historischen Kontext seiner Biografie und ideologischen Haltung.

«Entarteter Künstler» und NS-Parteimitglied

Nolde wurde von den Nazis zwar als «entarteter Künstler» diffamiert, war aber auch NS-Parteimitglied, Antisemit, Rassist und bis zum Ende überzeugter Nationalsozialist. «Was immer gefehlt hat, war ein umfassendes und differenziertes Bild von Emil Nolde», sagte Christian Ring, Direktor der Seebüller Nolde Stiftung, der Deutschen Presse-Agentur vor der Ausstellungseröffnung. Die Stiftung hatte ihr Archiv mit 25 000 bis 30 000 Dokumenten den Kuratoren für die Ausstellung erstmals geöffnet.

In der Nolde-Ausstellung wird auch das Gemälde «Brecher» gezeigt

Das Bild hing mit «Blumengarten (Thersens Haus)» (1915) als Leihgabe im Arbeitszimmer von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie ließ nicht nur den «Brecher» für die Ausstellung von der Wand nehmen, sondern gab auch gleich den «Blumengarten» ab. Beide Bilder wollte sie nicht zurück, eine Begründung dafür gab es nicht. Nach einigem Hin und Her will Merkel nun zunächst auch keine anderen Leihgaben in ihrem Büro aufhängen lassen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. April 2019 08:12 Uhr

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